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Girokonto Lexikon

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Dispositionskredit

Den Dispositionskredit (kurz: Dispokredit oder nur Dispo) bieten Banken meist zu einem Girokonto an. Er erlaubt es dem Kontoinhaber, sein Konto jeden Monat um einen von der Bank festgelegten Betrag zu überziehen. Das bedeutet, der Bankkunde kann mehr Geld ausgeben, als er Guthaben auf seinem Konto hat – der Kontostand rutscht dadurch ins Minus. Der Dispokredit eröffnet Verbrauchern ohne zeitlichen Vorlauf und ohne Abschluss eines Kreditvertrags zusätzlichen finanziellen Spielraum. Sie können damit beispielsweise finanzielle Engpässe durch unerwartete Ausgaben überbrücken.

Wie hoch der Dispokredit ist, den die Bank einräumt, hängt von regelmäßig auf dem Konto eingehenden Zahlungen ab, vor allem vom Gehalt. Über die Höhe des Überziehungsrahmens entscheidet die Bank. Nach einer Gehaltserhöhung kann sie den verfügbaren Dispokredit erhöhen. Geht über längere Zeit kein Geld ein, kann die Bank den Rahmen verringern oder den Dispo kündigen. Einen Anspruch auf einen Dispokredit haben Bankkunden nicht. Wer ein reines Guthabenkonto hat, kann sein Konto ohnehin nicht überziehen.

Dem Vorteil kurzfristiger finanzieller Flexibilität stehen als Nachteil die hohen Zinsen gegenüber, die Banken für den Dispokredit berechnen. Diese unterscheiden sich von Bank zu Bank stark. Während die Zinssätze einiger Kreditinstitute im einstelligen Bereich liegen, beträgt der Zinssatz bei anderen 13 Prozent oder mehr. Vor der Entscheidung für ein Girokonto kann es sich daher für den Verbraucher lohnen, die Dispozinsen der Banken zu vergleichen.

Wegen der hohen Zinssätze und weil Dispozinsen täglich fällig werden, können schnell hohe Summen an Sollzinsen zusammenkommen. Wer seinen Dispozins auf Dauer in Anspruch nimmt, läuft Gefahr, dass er den Fehlbetrag irgendwann nicht mehr zurückzahlen kann. Davor warnt etwa das Bundesverbraucherschutzministerium. Seit 21. März 2016 gilt ein Gesetz, das Kontoinhaber vor den Folgen einer dauerhaften Überziehung schützen soll. Es besagt: Nutzt ein Verbraucher seinen Dispo länger als sechs Monate zu durchschnittlich mehr als 75 Prozent des Betrags, den die Bank ihm als Kredit einräumt, muss die Bank ihm eine Beratung zu Finanzierungsalternativen anbieten. Festgehalten ist dies in §504a BGB. Wer einen größeren Geldbetrag benötigt, den er nicht binnen kurzer Zeit komplett zurückzahlen kann, für den bietet sich statt des Dispo eher ein Ratenkredit an. Darauf weist die Finanzaufsicht Bafin hin. Die Zinsen für Ratenkredite sind in der Regel deutlich niedriger als Dispozinsen.

Hinweis: Trotz gewissenhafter Recherche kann die Richtigkeit und Aktualität der Angaben nicht garantiert werden.

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