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Aus alt mach neu Modernisierung - Kosten, Nutzen und Finanzierungsmöglichkeiten

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Wer sein Eigenheim im Frühjahr auf Vordermann bringen will, sollte so langsam mit der Planung beginnen. Wir verraten, auf welche Kosten sich Eigenheimbesitzer bei der Modernisierung einstellen müssen, welche Vorteile sie sich davon versprechen dürfen und wo sie finanzielle Unterstützung erhalten – am Beispiel eines Einfamilienhauses aus den 90er Jahren.
Modernisierung Kosten Planung

Wer fürs Frühjahr einen Umbau seiner vier Wände plant, der sollte sich früh kümmern - auch um die Finanzierung. Bild: Getty Images

Jede Immobilie gerät einmal in die Jahre. Da ist die Küche, die längst nicht mehr genügend Stauraum bietet und bei jedem Schranköffnen Geräusche von sich gibt. Da sind die Fenster, die selbst geschlossen dem Winter Eintritt gewähren und die Heizkosten in die Höhe treiben. Und wo wir schon bei der Heizung sind: Die ist auch längst überholt und müsste dringend ausgetauscht werden.

Gerade jetzt, wo es aufs Frühjahr zugeht, nehmen viele Haus- und Wohnungskäufer die Modernisierung ihrer eigenen vier Wände in Angriff – ein ambitioniertes und auf längere Sicht lohnenswertes Vorhaben, das aber auch seinen Preis hat. Welchen Preis genau, veranschaulicht eine Infografik des Vergleichsportals CHECK24. Am Beispiel eines Einfamilienhauses aus den 90er Jahren, das verteilt auf zwei Stockwerke und fünf Räume 130 Quadratmeter Wohnfläche bietet, schlüsselt die Grafik die zu erwartenden Kosten verschiedener Sanierungs- und Renovierungskosten auf.

Kurz und knapp: drei Vorteile der Modernisierung

Eigentümer eines Hauses oder einer Wohnung tun gut daran, ihr Haus von Zeit zu Zeit aufzurüsten. Im Wesentlichen bringt ihnen das drei Vorteile ein:

✓ Sie erhöhen den Wohnkomfort der eigenen vier Wände.
✓ Sie senken laufende Kosten, allen voran die Heizkosten.
✓ Sie steigern den Wert ihrer Immobilie.

Modernisierungskosten von Außendämmung bis Ziegeldach

Modernisierung Kosten CHECK24-Beispielhaus

Verbesserte Dachdämmung: Wohlfühlklima für zu Hause
Kosten: 12.000 – 15.000 Euro

Neue Dacheindeckung: Geschützt bei Wind und Wetter
Kosten: 8.000 – 12.000 Euro

Austausch der Fenster: Schluss mit kalter Zugluft
Kosten: 8.000 – 12.000 Euro

Neuer Außenanstrich: Aushängeschild und Witterungsschutz in einem
Kosten: 4.000 – 8.000 Euro

Modernisiertes Badezimmer: Luxus-Spa statt Nasszelle
Kosten: 10.000 – 15.000 Euro

Erneuerte Wanddämmung: Damit drinbleibt, was nach drinnen gehört
Kosten: 20.000 – 30.000 Euro

Anbau einer Garage: Nie wieder kratzen
Kosten: 10.000 – 15.000 Euro

Neue Einbauküche: Stauraum statt Platzmangel
Kosten: 5.000 – 15.000 Euro

Austausch der Heizungsanlage: Heizen ohne Gewissensbisse
Kosten: 6.000 – 25.000 Euro

Neue Elektroinstallation: Keine Angst vor Kabelbrand
Kosten: 10.000 – 15.000 Euro

Bausteine der Finanzierung: Eigenmittel, Darlehen, Förderung

Das CHECK24-Beispielhaus macht deutlich: Eine Modernisierung kann schnell zum kostspieligen Unterfangen werden. Umso mehr drängt sich die Frage auf, woher das Geld für die Sanierung und den Umbau des Eigenheims kommen soll. Wer nicht genügend Rücklagen gebildet hat, der kann sich mit einem Darlehen von der Bank behelfen und auf staatliche Unterstützung hoffen.

Tipp: Denken Sie schon beim Kauf oder Bau an die spätere Modernisierung

Die Sanierung des Eigenheims oder der Eigentumswohnung steht früher oder später unweigerlich an. Im Vorteil sind hier alle, die schon frühzeitig beginnen, Geld für die spätere Modernisierung ihrer Immobilie zurückzulegen. Eine Option: der Bausparvertrag, in den Wohneigentümer jeden Monat einen individuell festgelegten Betrag einzahlen. Am Ende der vereinbarten Laufzeit steht ihnen dann nicht nur der angesparte Betrag zur Verfügung – je nach Bedarf können sie auch ein zinsgünstiges Darlehen in Anspruch nehmen, um die restlichen Kosten ihrer Modernisierung zu decken.

Je nach Höhe der Kosten: Ratenkredit oder Baufinanzierung

Auf finanzielle Unterstützung von der Bank angewiesen, haben Wohneigentümer prinzipiell die Wahl zwischen einem klassischen Konsumentenkredit und einer Baufinanzierung – beide haben ihre ganz eigenen Rahmenbedingungen sowie Vor- und Nachteile.

Der klassische Ratenkredit bietet sich vor allem dann an, wenn die geplante Modernisierung Kosten von etwa 50.000 Euro nicht übersteigt. Der Vorteil dieser Finanzierung: Anders als beim Immobilienkredit ist beim Konsumentenkredit keine Eintragung im Grundbuch erforderlich, die mit zusätzlichen Kosten verbunden wäre.

Wird der Umbau der Immobilie allerdings teurer, empfiehlt sich durchaus eine Baufinanzierung – trotz oder gerade wegen des Grundbucheintrags. Der nämlich bedeutet für die Bank eine erhöhte Sicherheit. Kann der Darlehensnehmer seine Raten einmal nicht mehr begleichen, hat sie aufgrund des Grundbucheintrags das Recht, Haus oder Wohnung zu verkaufen und aus dem Erlös den Kredit zu tilgen. Und der Immobilienbesitzer? Der darf sich wegen der höheren Sicherheit für die Bank über deutlich günstigere Zinsen freuen. Das macht sich gerade bei hohen fünf- oder gar sechsstelligen Beträgen schnell bemerkbar.

86.742 Euro: Das ist der durchschnittliche Betrag, den Immobilieneigentümer in den Jahren 2015 und 2016 zum Zwecke einer Modernisierung über den Baufinanzierungsvergleich von CHECK24 angefragt haben. Im Vergleich dazu haben alle, die in denselben Jahren bei ihrer Suche nach der passenden Finanzierung den CHECK24 Ratenkreditvergleich zu Rate gezogen haben, im Durchschnitt einen Modernisierungskredit über 11.945 Euro beantragt.

Mehr Energieeffizienz, weniger Barrieren: Unterstützung von Vater Staat

Bei bestimmten Modernisierungsmaßnahmen kommen Eigenheimbesitzer besonders günstig an das nötige Geld. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) unterstützt Wohneigentümer sowohl mit staatlich subventionierten und daher besonders zinsgünstigen Krediten als auch mit Investitionszuschüssen. Am Beispiel des Einfamilienhauses aus den 90er Jahren käme diese staatliche Förderung für eine ganze Reihe von Vorhaben in Betracht.

Dachdämmung (01), Fenster (03), Außendämmung (06) und Heizungsanlage (09): Sie alle ließen sich unter Einhaltung der vorgegebenen Mindeststandards über die Programmgruppe „Energieeffizient Bauen und Sanieren“ der KfW finanzieren. Hier stehen Verbrauchern sowohl Förderkredite als auch ein einmaliger Zuschuss zur Verfügung. Fördernummern 151, 152, 167 und 430

Das neue Badezimmer (05) und die Küche (08) werden dagegen nur bedingt von der KfW finanziert oder bezuschusst – nämlich nur dann, wenn die Modernisierung der beiden Räume Teil eines altersgerechten Umbaus sind und den Vorgaben der staatlichen Förderbank genügen. Über ihr Programm „Altersgerecht Umbauen“ vergibt die KfW ebenfalls zinsgünstige Darlehen und Investitionszuschüsse und das nicht nur für den Abbau von Barrieren, sondern auch für die Verbesserung des Einbruchschutzes. Fördernummern 159 und 455

Für den Außenanstrich (04), den Anbau einer Garage (07) oder die Erneuerung der Elektroinstallation (10) erhalten Eigenheimbesitzer keine staatliche Förderung. Anders sieht es bei der Dacheindeckung (02) aus – erfolgt sie zeitgleich mit dem Austausch der Dachdämmung, können die Kosten hierfür über unter Umständen über ein KfW-Darlehen mit abgedeckt werden.

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