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Zahnarztangst

Am 6. März ist Tag des Zahnarztes. Allerdings ist der Besuch beim Zahnarzt für viele nicht gerade angenehm. Kritisch wird es, wenn die Angst einen daran hindert, überhaupt zum Zahnarzt zu gehen.

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Sobald der nächste Zahnarzttermin näher rückt, wird es vielen Menschen mulmig. Wird der Zahnarzt Schäden am Zahn feststellen? Muss vielleicht sogar gebohrt werden? Etwa zwei Drittel der Bevölkerung haben Angst vor dem Zahnarzt. Rund zehn Prozent meiden den Gang zum Zahnarzt aus Furcht ganz.

Aber woher kommt diese spezielle Zahnbehandlungsangst? Was können Angstpatienten tun? Und wann wird eine Angst gar zur Phobie? Wir haben den Tag des Zahnarztes zum Anlass genommen, um die wichtigsten Fragen zum Thema Zahnarztangst zu klären.

Was genau ist Zahnarztangst?

Allgemein unterscheidet man zwischen „nur“ einer Angst vor dem Zahnarzt und einer Dentalphobie oder Oralophobie, der extremen Form von Zahnarztangst. Die Übergänge können fließend sein.

Eine Zahnarztangst oder Dentalphobie kann viele Ursachen haben. Oft geht sie auf traumatische Erlebnisse in der Kindheit zurück. Dies können etwa frühe, besonders schmerzhafte Erinnerungen an eine Zahnbehandlung sein oder negative Einflüsse, die das Umfeld an einen heranträgt.

Schmerzfreie Behandlungen

Eine Angst vor dem Zahnarzt lässt sich zwar generell nachvollziehen, ist heutzutage aber meist unbegründet. Dank neuester Technologien laufen auch größere Eingriffe in der Regel weitgehend schmerzfrei ab.

Die Symptome einer Zahnarztangst können sehr verschieden sein. Patienten können etwa Panik vor Schmerzen, Spritzen oder dem Bohrer haben. Auch ein Gefühl der Atemnot, der Hilflosigkeit oder des Kontrollverlustes kann sich einstellen. Andere wiederum fürchten sich womöglich vor hohen Zahnarztkosten, da gerade Zahnersatz für Kassenpatienten sehr teuer sein kann.

Zahnzusatzversicherung als Schutz vor hohen Kosten

Wer den Gang zum Zahnarzt aus Angst vor hohen Kosten meidet, kann mit einer Zahnzusatzversicherung Abhilfe schaffen. Diese übernimmt je nach gewähltem Tarif einen bestimmten Teil der Kosten für Zahnersatz, Zahnbehandlungen oder eine professionelle Zahnreinigung.

Wann wird eine Angst zur Zahnarztphobie?

Wer unter Zahnarztangst leidet, geht meist unregelmäßig oder nur unter großer Überwindung zum Zahnarzt. Wenn die Angst allerdings zur Panik wird, wird der Gang zum Zahnarzt teilweise über Jahre oder sogar Jahrzehnte vermieden. Bei einer Zahnbehandlungsphobie ist schon das Betreten der Zahnarztpraxis – wenn es denn überhaupt so weit kommt – von Angstattacken, Herzrasen oder Ähnlichem begleitet. Der typische Geruch einer Praxis oder das Geräusch eines Bohrers können ausreichen, um eine Panik entstehen zu lassen.

Bei einer solchen akuten Zahnarztangst ist ein normaler Zahnarztbesuch nicht mehr möglich. Dadurch verschlimmert sich die Situation und es kommt meist zu einem Teufelskreis: Der Zustand der Zähne wird immer schlechter, während die Scham darüber sowie die Angst vor einer Behandlung immer größer werden.

Was unterscheidet spezielle Zahnärzte für Angstpatienten von regulären Zahnärzten?

Besonders für Angstpatienten gibt es speziell geschulte Zahnärzte. Sie gehen besonders sensibel auf die Patienten ein, nehmen sich Zeit und suchen zunächst das persönliche Gespräch. Der Angstpatient wird dabei in einem ersten Termin ausführlich zur Behandlung beraten. Eine solche Beratung findet häufig in einem separaten Raum ohne zahnärztliche Instrumente statt.

Erst, wenn eine Vertrauensbasis zum Zahnarzt geschaffen wurde und der Patient dazu bereit ist, beginnt die eigentliche Behandlung. Sollte eine Zahnbehandlung für den Patienten nur im Dämmerschlaf oder unter Vollnarkose möglich sein, wird der Zahnarzt auch dies ermöglichen.

Was kann ich als Angstpatient tun?

Reden Sie über Ihre Angst und vertrauen Sie sich Angehörigen oder Freunden an. Auch das offene Gespräch mit anderen Angstpatienten oder deren Rat kann helfen – es gibt viele Betroffene, denen es genauso geht wie Ihnen. Ein solcher Austausch ist auch anonym im Internet möglich.

Erkundigen Sie sich nach einem Zahnarzt, der Erfahrung im richtigen Umgang mit Angstpatienten hat. Auch das Personal des Zahnarztes sollte bestenfalls speziell geschult sein. Sprechen Sie Ihre Angst beim ersten Kontakt an – in einer Zahnarztpraxis mit der richtigen Qualifikation wird man Verständnis haben und auf Ihre individuellen Ängste eingehen.

Gehen Sie, falls möglich, nicht alleine zum Zahnarzt, sondern nehmen Sie eine vertraute Person mit, die Ihnen im Ernstfall beistehen kann.

Wenn es nicht anders geht, ist eine Behandlung auch unter Vollnarkose möglich. Nicht für jeden ist dies geeignet. Bei manchen Angstpatienten verstärkt die Vorstellung, nichts von der Behandlung mitzubekommen, nur die Ängste. Außerdem übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für eine solche Behandlung nur, wenn Sie auch wirklich an einer Dentalphobie leiden. Dies muss von einem Psychologen bestätigt werden.

Werden Sie aktiv!

Hilft Ihnen das offene Gespräch mit vertrauten Personen nicht weiter? Vielleicht klappt es mit Entspannungstechniken, einer Hypnose oder der Aussicht auf eine schmerzfreie Behandlung unter Vollnarkose. Auch eine Verhaltenstherapie könnte für Sie die richtige Herangehensweise sein. Probieren Sie aus, welche Handlungen Ihnen bei der Überwindung Ihrer Zahnarztangst hilfreich erscheinen – denn jeder Schritt in die richtige Richtung ist besser als gar kein Schritt.

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