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Veneers – Zahnverblendung und die Kosten

Veneers sind Keramikschalen und werden oft aus rein ästhetischen Gründen eingesetzt, damit Patienten wieder unbeschwert lächeln können. Die Behandlung ist mit hohen Kosten verbunden und wird aufgrund der oft mangelnden medizinischen Notwendigkeit in den meisten Fällen nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) übernommen.

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Das Wichtigste zusammengefasst

  • Veneers verblenden die Zähne im sichtbaren Bereich und sind oft eine rein ästhetische Behandlung
  • Wenn für die Anbringung Zahnsubstanz entfernt werden muss, sind künftig immer Keramikschalen oder andere Verblendungen notwendig um das Zahnbein zu schützen
  • Veneers unterscheiden sich durch ihre Behandlung in drei Arten. Prep-, Non-Prep- und Sofort-Veneers
  • Die GKV bezahlt nur bei medizinischer Notwendigkeit einen Teil der Kosten
  • Veneers eignen sich nicht für jeden Patienten
  • Eine Zahnzusatzversicherung kann dabei helfen die Kosten für Veneers gering zu halten

In diesem Ratgeber

  1. Was sind Veneers?
  2. Die drei Arten von Veneers
  3. Wie viel kosten Veneers?
  4. Kostenübernahme durch die GKV
  5. Wann eignen sich Veneers nicht?
  6. Vor- und Nachteile
  7. Mit einer Zahnzusatzversicherung Kosten sparen

Was sind Veneers?

Veneers sind dünne Schalen, mit denen die Zähne verblendet werden können um etwa Verfärbungen oder Risse in den Frontzähnen zu verdecken. Auch leichte Zahnfehlstellungen können durch Veneers ausgeglichen werden.

Zwar gibt es provisorische Veneers aus Komposit, aber das fertige Produkt besteht in der Regel aus Keramik. Bei guter Mundhygiene hält ein Veneer etwa 10 bis 15 Jahre. Streng genommen handelt es sich dabei nicht um Zahnersatz, da Veneers keine verlorengegangene Zahnsubstanz ersetzen. Das zeigt allein der englische Begriff „Veneer“, der übersetzt Furnier oder Fassade bedeutet.

Da Veneers sehr dünn sind, kann bei stark verfärbten Zähnen ein Bleaching notwendig sein, damit die Verfärbung nicht durch die Verblendschale schimmert. Um ein fertiges Veneer anzubringen, benötigt der Zahnarzt etwa 30 Minuten pro Zahn. Vom Beratungsgespräch bis zum Einsetzen der fertigen Verblendschale vergehen in der Regel etwa zwei Wochen.

Die drei Arten von Veneers

Veneers unterscheiden sich darin, wie die Behandlung abläuft. Es gibt sogenannte Prep-Veneers, für die die Zahnoberfläche vorab präpariert werden muss und Non-Prep-Veneers, die keine Vorbereitung des Zahnes erfordern. Veneers-to-go (Sofort-Veneers) sind die schnellste Variante, können aber nicht bei allen Patienten verwendet werden.

Prep-Veneers

Veneers - Infografik
Ein Veneer verblendet den Zahn.

Diese Variante besteht aus Keramik ist etwa 1 Millimeter dick und wird in einem Zahnlabor angefertigt. Damit sich ein solches Veneer sauber in die natürliche Zahnreihe einfügen kann, muss der Zahnarzt vorher eine Schicht des Zahnschmelzes entfernen. Auf Wunsch des Patienten kann dies unter örtlicher Betäubung stattfinden.

Anschließend wird ein Abdruck des beschliffenen Zahns vorgenommen, der im Labor weiterverarbeitet wird. Bis zur Fertigstellung erhält der Patient ein provisorisches Veneer aus Kunststoff. In einem zweiten Termin wird das fertiggestellte Veneer am vorbereiteten Zahn mittels Spezialkleber befestigt.

Da in der Präparation für diese Veneers eine Schicht des Zahnschmelzes entfernt werden muss, ist es nach der Behandlung zwingend notwendig die Zähne von nun an dauerhaft zu verblenden.

 

Non-Prep-Veneers

Die zweite Variante benötigt keine Vorbereitung der vorhandenen Zähne. Dennoch muss ein Abdruck des Zahns angefertigt werden, damit ein Zahnlabor die entsprechende Verblendschale anfertigen kann. Die verwendeten Veneers sind etwa 0,3 Millimeter dick, weswegen für sie kein Zahnschmelz entfernt werden muss. Daher kann bei dieser Art von Veneers auf eine Betäubung verzichtet werden. Wie auch bei Prep-Veneers wird zur Befestigung ein Spezialkleber verwendet. Non-Prep-Veneers sind zwar nicht ganz so lange haltbar wie Prep-Veneers, schonen jedoch den Zahn und können bei Bedarf rückstandslos entfernt werden.

Interessierte hören oftmals den Begriff „Lumineers“. Dabei handelt es sich um patentierte Veneers aus Amerika, die aus einer speziellen Keramik (Cerinate) bestehen. Sie zählen zu den Non-Prep-Veneers, sind aufgrund des Patents aber meist die teuerste Variante.

Veneers-to-go (Sofort-Veneers)

Diese Veneers sind genormt und bereits beim Zahnarzt vorhanden. Sie werden in einer Sitzung angebracht und eignen sich beispielsweise für die Behandlung kleiner Zahnfehlstellungen oder leichter Verfärbungen der Zahnsubstanz. Aufgrund der Normung, können sie jedoch nicht bei jedem Patienten verwendet werden. Um ein solches Veneer zu befestigen, muss der zu behandelnde Zahn oftmals abgeschliffen werden. Sollte dies der Fall sein, muss der Zahn von nun an immer mit einer Verblendschale versehen werden.

Was kosten Veneers?

In Deutschland zahlen Patienten pro Veneer zwischen 200 Euro und 1.500 Euro.

Veneers sind in der Regel kein Zahnersatz und gelten daher als optische Verschönerung. Daher übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung die Kosten hierfür nur in wenigen Ausnahmefällen. Wünscht sich ein Kassenpatient Veneers, muss er sie meist komplett selbst bezahlen. Wie viel ein Veneer kostet, hängt vom jeweiligen Aufwand der Behandlung und dem Zahnlabor ab.

Kosten können je nach Form, Anwendungsbereich und Zahnlabor abweichen
Veneer Kosten pro Veneer
Prep-Veneer 600 bis 1.200 €
Non-Prep-Veneer 500 bis 800 €
Lumineers 700 bis 1.500 €
Komposit Veneer 200 bis 300 €
Veneer-to-go 350 bis 550 €

Kostenübernahme durch die GKV

Allgemein übernimmt die Krankenkasse keine Behandlungen, die ausschließlich einen ästhetischen Zweck haben. Sollten Sie keinen medizinischen Grund vorweisen können bei Ihnen Veneers einsetzen zu lassen, wird die Krankenkasse nicht dafür aufkommen. Jedoch besteht die Möglichkeit, dass Ihr Zahnarzt der gesetzlichen Krankenversicherung eine Behandlung mit Veneers empfiehlt. Dies kann etwa der Fall sein, wenn ein Stück eines Schneidezahns abgebrochen ist oder der vorhandene Zahnschmelz keinen ausreichenden Schutz mehr darstellt. In diesem Fall bezuschuss die GKV in Ausnahmefällen Veneers.

Allerdings kann es pasieren, dass die gesetzliche Krankenversicherung eine Behandlung mit Veneers auch dann ablehnt, wenn Ihr Zahnarzt sie empfiehlt. Die GKV kann dann zu einer preiswerteren Regelversorgung raten und anhand dieser den Festzuschuss bestimmen. Jedoch haben Sie dann die Möglichkeit die Veneers als andersartige Versorgung zu wählen und dennoch den Festzuschuss der Regelversorgung zu beziehen. Da dieser jedoch nur 60% der ohnehin schon günstigeren Behandlung beträgt, müssen Sie auch in diesem Fall mit Kosten von mehreren Hundert Euro pro Veneer rechnen.

Wann besteht die Möglichkeit zur Kostenübernahme durch die GKV?
Medizinisch Ästhetisch
  • Verlorenen Zahnschmelz ersetzen
  • Abgesplitterte Ecken ersetzen
  • Abgebrochene Zähne reparieren
  • Reparatur von Rissen im Zahn
  • Empfindliche Zähne schützen
  • Behandlung eines Zahnschmelzdefekts
  • Zahnlücken korrigieren
  • Schiefe Zähne ausgleichen
  • Zahnverfärbung überdecken
  • Schmale Zähne verblenden
  • Verfärbte Füllungen überdecken

 

Wann eignen sich Veneers nicht?

Auch wenn Veneers für manche Patienten die optimale Lösung zu einem unbeschwerten Lächeln darstellen, eignen sie sich nicht für alle. Weil die Behandlung recht kostenintensiv ist und die Zahnoberfläche durch die Präparation dauerhaft beschädigt wird, sollten Veneers möglichst lange halten. So gibt es Faktoren, die ihre Haltbarkeit massiv beeinflussen können. Daher gibt es Patienten für die eine Behandlung mit Veneers besser keine Option darstellen sollte.

Sie sollten auf Veneers verzichten, wenn Sie:

  • Unter Bruxismus (Zähneknirschen) leiden
  • Beim Kauen zu starkem Pressen neigen
  • Dazu neigen auf Fingernägeln oder Stiften zu kauen
  • Regelmäßig Kampf- oder Ballsport betreiben

Vor- und Nachteile

Da die Bezahlung von Veneers oft zu einem Großteil beim Patienten liegt, sollten Sie sich in Ihrer Entscheidung sicher sein. Eine Abwägung der Punkte für und gegen Veneers kann möglicherweise eine Hilfe sein.

Vorteile

  • Unter guten Bedingungen lange haltbar
  • Ästhetisches Ergebnis
  • Können an natürliche Zahnfarbe angepasst werden
  • Verfärben sich nicht
  • Durch die Keramik gut verträglich
  • Stressfreie Behandlung für den Patienten
  • Beschädigter Zahnschmelz kann ersetzt werden

Nachteile

  • Hohe Kosten
  • Teilweise erhöhte Temperaturempfindlichkeit des Zahns nach der Behandlung
  • Abtragen von Zahnsubstanz
  • Dauerhafte Beschädigung des Zahnschmelzes bei Präparation
  • Gefahr des Abplatzens
  • Auf harte Lebensmittel sollte nach der Behandlung möglichst verzichtet werden
  • Zwischen Veneer und Zahn kann sich bei schlechter Zahnhygiene Karies bilden

Mit einer Zahnzusatzversicherung Kosten sparen

Eine private Zahnzusatzversicherung schützt Sie vor hohen Kosten. Durch einen Vergleich unter den verschiedenen Versicherungen können Sie dabei zusätzlich sparen. Gute Tarife erstatten 90 oder sogar 100% der Kosten. Dies gilt jedoch nur, wenn die Behandlung medizinisch notwendig ist. Sollen Veneers aus rein kosmetischen Gründen eingesetzt werden, zahlt auch eine private Versicherung nichts für die Kosten der Behandlung.

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