Sie sind hier:

Zahnkrone

Eine Zahnkrone ummantelt einen Teil oder den gesamten sichtbaren Bereich des Zahnes. Man unterscheidet Vollmetallkronen, Verblendkronen sowie Vollkeramikkronen. Wir erklären die Varianten und sagen, mit welchen Kosten Sie rechnen müssen.

Eine Zahnkrone ummantelt einen Teil oder den gesamten sichtbaren Bereich des Zahnes. Man unterscheidet Vollmetallkronen, Verblendkronen sowie Vollkeramikkronen. Wir erklären die einzelnen Varianten und nennen die Kosten, mit denen Sie jeweils rechnen müssen.

Eine Zahnkrone gehört wie eine Zahnbrücke, ein Implantat oder eine Prothese zum Zahnersatz. Die Krone kann aus verschiedenen Materialien gefertigt werden, zudem gibt es einige besondere Varianten.

  1. Wann benötigt man eine Zahnkrone?
  2. Die drei Kronenarten
  3. Besondere Varianten von Kronen
  4. Was kostet eine Zahnkrone?
  5. Die Behandlung beim Zahnarzt
  6. Mögliche Komplikationen

Wann benötigt man eine Zahnkrone?

Alle Zähne haben von Natur aus eine eigene Zahnkrone. Wenn diese durch Karies oder einen Unfall so stark geschädigt oder zerstört ist, dass sich eine Füllung nicht mehr sicher verankern lässt, wird in der Regel eine künstliche Krone - auch „klinische Krone” genannt - eingesetzt.

Die Bezeichnung „Zahnkrone”

Die Zahnkrone verdankt ihren Namen ihrer besonderen Form mitsamt der Zahnhöcker. Von oben betrachtet sieht ein Backenzahn wie eine Krone aus.

Durch eine Krone erhält der Zahn wieder seine ursprüngliche Form und wird stabilisiert.

Wird nur ein Teil des Zahns von der Krone ummantelt, spricht man von einer Teilkrone. Umfasst sie hingegen den kompletten sichtbaren Zahn, handelt es sich um eine Vollkrone.

Die drei Kronenarten

Bei Zahnkronen gibt es grundsätzlich drei Varianten, die sich hauptsächlich durch das verwendete Material unterscheiden: Es gibt Vollmetallkronen, Verblendkronen und Vollkeramikkronen.

Zahnkrone: Illustration mit Beschriftung

 

Vollmetallkrone
Diese Kronenart besteht aus einer Nichtedelmetall- oder Goldlegierung. Sie wird auch als Vollgusskrone bezeichnet, ist sehr kostengünstig und hält von allen Varianten am längsten. Metallkronen können zwei Jahrzehnte oder länger im Mund verbleiben. Allerdings ist die auffällige Farbgebung nachteilig, es kann zudem zu Temperaturempfindlichkeiten kommen.

Verblendkrone
Bei dieser Variante wird ein Metallgerüst mit Keramik oder Kunststoff überzogen. Damit kann die Farbgebung der natürlichen Zahnfarbe angepasst werden. Eine Beschichtung aus Keramik ist in der Regel gut verträglich, allerdings kann sie in Einzelfällen leichter abplatzen als Kunststoff.

Vollkeramikkrone
Eine Keramikkrone ist vom ästhetischen Anspruch her die beste Lösung, denn sie lässt sich sehr gut an die natürliche Färbung der Zähne anpassen. Sie bietet sich daher vor allem für die Zähne im Frontzahnbereich an. Allerdings eignen sich nicht alle Keramikarten für die Seitenzähne, da hier ein besonders hoher Druck beim Kauen entsteht.

Darüber hinaus gibt es Kronen aus Kunststoff. Da Kunststoff nicht sehr lange haltbar ist, werden solche Kunststoffkronen jedoch in der Regel nur für einen provisorischen Zahnersatz verwendet – etwa bei einer Parodontalbehandlung oder bis die dauerhafte Krone fertig ist.

Besondere Varianten von Kronen

Eine Stiftkrone ist keine Kronenart im engeren Sinne. Sie bezeichnet eine spezielle Art, wie die Krone im Wurzelkanal des Zahnes verankert wird. Sie wird auch als Stiftzahn bezeichnet und ist oftmals der letzte Versuch, einen geschädigten Zahn zu retten.

Unter einer Teleskopkrone versteht man eine bestimmte Verankerung für eine Prothese. Sie besteht aus einer Primärkrone (Innenteleskop) sowie einer herausnehmbaren Sekundärkrone (Außenteleskop). Diese wird mit der Teilprothese verbunden und sitzt wie eine Art Hut auf der Primärkrone.

Was kostet eine Zahnkrone?

Wie viel eine Zahnkrone kostet, hängt vor allem vom Befund und der Art der Krone ab. Die gesetzliche Krankenversicherung zahlt für eine Zahnkrone einen Festzuschuss. Dieser Zuschuss richtet sich nach den durchschnittlichen Kosten einer medizinisch sinnvollen und möglichst kostengünstigen Versorgung. Der Festzuschuss deckt in etwa die Hälfte der Kosten einer solchen Regelversorgung ab.

Beispiel – Verblendkrone mit Keramikbeschichtung

Die natürliche Krone eines Zahns im Backenzahnbereich ist weitgehend zerstört. Er gilt aber als erhaltungswürdig. Als Regelversorgung erstattet die Krankenkasse hier eine Vollkrone aus Metall. Der Zahnarzt schlägt eine Verblendkrone mit einer zahnfarbenen Beschichtung aus Keramik vor.

Beispielhafte Werte, gerundet.

Gesamtkosten
Material, Laborkosten und Honorar

739 Euro

Festzuschuss für Regelversorgung
inklusive Bonus von 20 Prozent

171 Euro

Eigenanteil Patient

568 Euro

Der Patient muss 568 Euro aus eigener Tasche bezahlen. Den Eigenanteil kann er mit einer privaten Zahnzusatzversicherung senken. Sehr gute Tarife erstatten 90 Prozent der Kosten für eine Krone: Als Eigenanteil müsste er dann nur noch 74 Euro selbst aufbringen.

Mehrere Angebote vergleichen

Wie viel eine Zahnkrone kostet, hängt auch vom Zahnarzt und dem Labor ab. Die Preise für die gleiche Versorgung unterscheiden sich teilweise erheblich. Bei einer teuren Versorgung sollten Sie sich mehrere Angebote einholen – beispielsweise über eine Auktionsseite im Internet oder den Besuch eines anderen Zahnmediziners. Selbst wenn Sie den Zahnarzt nicht wechseln möchten, können Sie die Angebote nutzen, um über den Preis zu verhandeln.

Die Behandlung beim Zahnarzt

Damit eine Zahnkrone eingesetzt werden kann, muss der Zahn fest im Kieferknochen verankert sein. Außerdem muss das Zahnfleisch gesund sein und es darf keine Entzündungen an der Wurzelspitze geben. Eine Wurzelbehandlung muss vorher erfolgreich abgeschlossen worden sein. Um eine Entzündung auszuschließen, wird der Zahnarzt vorab eine Röntgenaufnahme anfertigen.

Der Zahnarzt wird zunächst eine Aufbaufüllung vornehmen, um den Zahn zu stabilisieren. Anschließend wird er den Zahnstumpf abschleifen und einen Abdruck des Gebisses für den Zahntechniker im Labor nehmen.

Herstellung einer Keramik-Zahnkrone im LaborIm Labor wird dann die Zahnkrone angefertigt. Bis die Krone eingesetzt werden kann, wird der Zahn durch eine provisorische Krone – meist aus Kunststoff – geschützt.

In der Regel wird die fertige Krone nach ein bis zwei Wochen eingesetzt. Der Zahnarzt wird die Krone noch anpassen, damit sie sich genau in das Gebiss einfügt. Sie darf weder zu hoch noch zu niedrig sein. Auch der Abstand zu den benachbarten Zähnen sollte optimal sein.

Eine kritische Stelle ist der Übergang zwischen Krone und Zahnstumpf – der Kronenrand. Der Randspalt sollte nur wenige Zehntelmillimeter dick sein. Ist er zu groß, können Kariesbakterien eindringen und den Zahn schädigen, ohne dass dies zunächst sichtbar wäre. Patienten sollten den Kronenrand zudem stets gut säubern, da sich hier leicht Karies bilden kann.

Funktionsanalyse

Bei einer Funktionsanalyse wird das Zusammenspiel von Ober- und Unterkiefer untersucht. Zahnersatz wie eine Krone soll damit besser in das Gebiss eingepasst werden können. Bei einer klinischen Funktionsanalyse wird der Patient manuell untersucht. Umstritten in der Zahnmedizin ist der Nutzen einer instrumentellen Funktionsanalyse, bei welcher der Kiefer elektronisch vermessen wird.

Die Funktionsanalyse ist eine Privatleistung und wird von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen.

Mögliche Komplikationen

Nach dem Einsetzen einer Krone muss man sich zunächst an den Zahnersatz gewöhnen. Es kann daher in den ersten Tagen zu einem Fremdkörper-Gefühl kommen. Dies ist in der Regel unbedenklich. Sollte das Kauen jedoch nach einigen Tagen immer noch unangenehm sein, sollte man seinen Zahnarzt aufsuchen. Er wird die Zahnkrone überprüfen und gegebenenfalls anpassen.

Auch falls sich die Krone lockert, sollte man zum Zahnarzt. Es kann sein, dass der Zahnstumpf nicht richtig beschliffen wurde oder die Zahnkrone nicht ganz passgenau ist.

Bei Verblendkronen oder Vollkeramikkronen kann ein Teil der Keramik abplatzen. Oft können solche Schäden im Mund repariert werden. In Einzelfällen muss die Zahnkrone jedoch neu angefertigt und ersetzt werden.

In seltenen Fällen reagieren Patienten auf das Material allergisch. Zudem ist eine erhöhte Schmerzempfindlichkeit auf kalte oder heiße Reize möglich – vor allem bei Vollmetallkronen.

Eine Zahnzusatzversicherung schützt vor hohen Kosten

Der Festzuschuss der gesetzlichen Krankenversicherung wird in der Regel nicht ausreichen, um die Kosten einer hochwertigen Zahnkrone zu decken. Eine private Zahnzusatzversicherung schützt Sie hier vor hohen Kosten. Vor allem, wenn Sie eine Verblendkrone oder eine Krone aus Vollkeramik wünschen, kommt schnell ein Eigenanteil von einigen Hundert Euro zusammen. Haben Sie noch Fragen zu einer passenden Absicherung? Unsere Experten der Zahnzusatzversicherung beraten Sie gerne – per E-Mail oder persönlich am Telefon.

Zahnzusatz-Versicherung

  • Über 150 Tarife im Vergleich
  • Die Testsieger von Stiftung Warentest 2019

 

    Wen möchten Sie versichern?