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Bedingungen, Kfz-Steuer, Kosten & Versicherung

H-Kennzeichen für Oldtimer

aktualisiert am 05.07.2021

Ab wann gibt es ein H-Kennzeichen?

H-Kennzeichen erhalten Fahrzeuge, die mindestens 30 Jahre alt sind und damit den Status als Oldtimer beziehungsweise historisches Fahrzeug bekommen können.

Dafür ist ein entsprechendes Gutachten nach § 23 StVZO von einem anerkannten Gutachter (unter anderem TÜV und DEKRA) vorzulegen.

Erstzulassung

Gerechnet wird ab dem Datum der Erstzulassung. Das Baujahr ist unwichtig.

Wie hoch ist die Kfz-Steuer?

Die Kfz-Steuer wird für Oldtimer mit H-Kennzeichen pro Jahr pauschal berechnet.

Krafträder Andere Fahrzeuge (Pkw)
46 € 191 €

Versicherung – welche ist sinnvoll?

Gesetzlich reicht eine normale Kfz-Haftpflichtversicherung aus.

Gerade bei Oldtimern empfiehlt sich aufgrund der Seltenheit und teurer Reparaturen im Schadensfall eine zusätzliche Teil- oder Vollkaskoversicherung.

Einige Gesellschaften haben spezielle Versicherungen für historische Fahrzeuge im Angebot. Eine Anbieterliste für Oldtimerversicherungen finden Sie hier.

Die Versicherungsbedingungen schreiben aber unter Umständen eine Reihe von Bedingungen vor, die Fahrzeug und Besitzer erfüllen müssen. Diese können sein:

  • weiteres Alltagsfahrzeug vorhanden (Zweitwagenversicherung Oldtimer)
  • Beschränkungen beim Fahrerkreis (zum Beispiel keine Fahranfänger)
  • geringe Jahreskilometer (zum Beispiel maximal 5.000 Kilometer)
  • Abstellort in abschließbarer Einzelgarage
  • Wertgutachten

Was kosten H-Kennzeichen?

Vorgang Kosten
Oldtimer-Gutachten 80 € bis 200 €
(abhängig vom Umfang)
Hauptuntersuchung 50 € bis 100 €
(je nach Fahrzeugklasse)
An-/Ummeldung 28 €
H-Kennzeichen 20 € bis 40 €
(zusätzlich 10,20 € bei Wunsch­kennzeichen)

H-Kennzeichen – wie beantragen?

Mit dem Oldtimer-Gutachten und dem Kfz-Versicherungsnachweis (eVB-Nummer beziehungsweise Kfz-Versicherungspolice) gehen Sie zu Ihrer Kfz-Zulassungsstelle.

Folgende Papiere legen Sie dort zusätzlich vor:

  • Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein) und Teil II (Fahrzeugbrief)
  • gültiger Bericht der letzten Hauptuntersuchung
  • Kennzeichen (wenn das Fahrzeug zugelassen ist)
  • SEPA-Lastschriftmandat für die Kfz-Steuer
  • Ausweis/Reisepass mit Meldebestätigung
  • gegebenenfalls Reservierungsbestätigung für das Wunschkennzeichen

Welche Vorteile gibt es?

H-Kennzeichen bringen Besitzern von Oldtimern einige Vorteile, unter anderem:

  • pauschale Kfz-Steuer
  • preiswerter Kfz-Versicherungsschutz
  • fahren in Umweltzonen ohne Feinstaub-Plakette und Katalysator erlaubt
  • kein Fahrverbot für Diesel (Stand 1.2021)

Antworten auf weitere Fragen

Gilt das H-Kennzeichen im Ausland?

Ja, H-Kennzeichen sind auch im Ausland gültig.

Gibt es Saisonkennzeichen für Oldtimer?

Ja, Sie können Ihren Oldtimer auch mit einem kombinierten H-Saisonkennzeichen fahren. Damit zahlen Sie noch weniger Kfz-Versicherung und Kfz-Steuer, da die Kosten nur anteilig für die Saison berechnet werden.

Was ist der Unterschied zum 07-Kennzeichen?

07-Kennzeichen sind spezielle Nummernschilder für Oldtimer-Sammlungen. Ein 07-Nummernschild kann für mehrere historische Fahrzeuge des Halters verwendet werden.

Um ein 07-Nummernschild zu bekommen, müssen Sie bei der Zulassungsstelle ein einwandfreies polizeiliches Führungszeugnis vorlegen. Alle damit bewegten historischen Fahrzeuge müssen zum Zeitpunkt der Kennzeichen-Zuteilung zudem:

  • ein Oldtimer-Gutachten haben
  • eine gültige Hauptuntersuchung (HU) haben
  • versichert sein

In einem gesonderten Fahrzeugschein werden alle dem Kennzeichen zuzuordnenden Oldtimer mit der Fahrgestellnummer eingetragen.

Vorteile

  • nur ein Fahrzeug wird besteuert, alle anderen sind steuerfrei
  • regelmäßige HU entfällt
  • freie Fahrt in Umweltzonen
  • geltenden Zulassungsvorschriften müssen nicht erfüllt werden (etwa keine Blinkerpflicht)

Nachteile

  • Nutzung nur für Probe-, Messe-, Rally- und Showfahrten
  • Kennzeichen müssen umgesteckt werden
  • Fahrtenbuchführung ist Pflicht

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Sascha Rhode

Autor: Sascha Rhode

Schreibt, seit er lesen kann. Seit 2012 ist er für CHECK24 auf Mission Kfz unterwegs. Privat steht er auf altes Eisen – auf vier wie zwei Rädern.

Hinweis: Trotz gewissenhafter Recherche kann die Richtigkeit und Aktualität der Angaben nicht garantiert werden.