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Oldtimer: Zulassung, H-Kennzeichen, Kfz-Steuer

Deutschland gilt dank Erfindern wie Carl Benz, Gottlieb Daimler und Ferdinand Porsche als Geburtsland des Automobiles. Wir hegen und pflegen alte Autos, die Schrottpresse ist tabu.

Die Zahl der zugelassenen Oldtimer steigt seit Jahren. Anfang 2016 waren laut dem Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) rund 500.000 Pkw über 30 Jahre registriert. Gut 42 Prozent der historischen Autos wurden erstmals in den 70er Jahren zugelassen. Halb so viele sind aus den 60er Jahren.

Viele Klassiker fahren noch

Von den beliebten Klassikern fahren auch heute noch viele herum. Vom VW Käfer sind beispielsweise noch fast 50.000 Exemplare quicklebendig. Vom Trabi tuckern gut 25.000 Stück durch die Lande. Die Mercedes-Freunde halten fast 14.000 Strich-8er am Laufen. Nicht viel weniger "Enten" sind ebenfalls registriert.

Der Rest der Oldtimer-Fraktion ist entweder noch deutlich älter – und gehört damit nicht selten zu den kostbaren Raritäten der Automobilgeschichte. Oder es handelt sich um Alltagsklassiker aus der ersten Hälfte der 80er Jahre. Diese Fahrzeuge sind erst seit Kurzem in die Riege der Oldtimer aufgestiegen.

Nicht berücksichtigt werden historische Autos, die Teile von Sammlungen sind, in Museen stehen oder sich in der Restauration befinden und damit nicht zugelassen und damit auch nicht vom KBA erfasst sind.

Pkw im gepflegten Originalzustand, die nicht mehr gebaut werden und in der Regel zwischen 20 und 30 Jahre alt sind, werden dagegen als Youngtimer bezeichnet.

H-Kennzeichen für Oldtimer

Rund 63 Prozent der "Oldies" sind mit H-Kennzeichen zugelassen. Dieses Nummernschild gibt es erst seit 18 Jahren – und kann sich für den Halter finanziell rechnen. Die Kfz-Steuer Berechnung weist pro Pkw einheitlich 191,70 Euro im Jahr aus. Für Motorräder werden 46 Euro fällig (Stand 2015).

H-Nummernschilder gibt die zuständige Zulassungsstelle aus. Voraussetzung: Ihr betagtes Vehikel:

  • ist 30 Jahre oder älter
  • und befindet sich in einem straßentauglichen und möglichst originalgetreuen, erhaltenswerten Zustand

Die Verkehrstauglichkeit können Sie sich bei einer Prüforganisation (beispielsweise DEKRA oder TÜV) bestätigen lassen. Spielraum haben die Prüfer bei der Frage des Ursprungszustandes. Bei der Begutachtung eines Oldtimers achten diese darauf, wie originalgetreu der Wagen restauriert wurde.

Die Verkehrsbestimmungen müssen eingehalten werden. So sind etwa funktionierende Brems-, Licht- und Blinkanlagen vorgeschrieben.

Sonderrechte historischer Fahrzeuge

Bestimmte Sicherheits- und Umweltaspekte müssen Oldtimer nicht zwangsläufig einhalten.

  • Ein Katalysator (KAT) muss nicht nachgerüstet werden. Für einige Modelle gibt es auch gar keine Nachrüstsätze
  • Hat der Wagen ab Werk oder bis Baujahr 1970 keine Sicherheitsgurte, müssen diese nicht nachgerüstet werden.
  • Mit H-Kennzeichen können Oldtimer ohne Umweltplakette in Umweltzonen gefahren werden.

Alternative Saisonkennzeichen

Fahren Sie Ihr Schmuckstück nur gelegentlich bei schönem Wetter, können Sie den Veteranen auch mit einem Saisonkennzeichen anmelden. Sie zahlen dann nur Kfz-Steuer und Kfz-Versicherung für die Monate im Jahr, die der Wagen zugelassen ist. Für die restliche Zeit besteht eine Ruheversicherung.

Oldtimer privat unterstellen

Der Oldtimer darf in der Ruhephase nicht im öffentlichen Verkehrsraum abgestellt werden. Sie müssen ihn stattdessen auf einem geschützten Privatgelände parken.

Selbstverständlich können Sie Ihren Oldtimer auch wie jedes andere Auto mit einem ganz normalen Ganzjahreskennzeichen zulassen.

Gutachten: Zustand des Oldies ermitteln

Vor allem für den Verkauf ist die Frage entscheidend, in welchem Zustand sich Ihr "altes Eisen" befindet. Von Top bis Flop ist alles möglich. Objektiv lassen sich Zustand und Wert des Wagens in einem Gutachten festhalten.

Classic Data teilt Oldtimer in ein fünfstufiges Notensystem ein:

Note Zustand Beschreibung
Note 1 Makelloser Zustand keine technischen und optischen Mängel, lückenlose Historie
Note 2 Guter Zustand leichte Gebrauchsspuren, original und fachgerecht restauriert

Note 3

Gebrauchter Zustand kleinere Mängel, voll fahrbereit, ohne Durchrostungen
Note 4 Verbrauchter Zustand bedingt fahrbereit, bis zu mittleren Durchrostungen, Teile fehlen oder sind defekt, teilrestauriert oder leicht zu restaurieren
Note 5 Restaurationsbedürftiger Zustand nicht fahrbereit, schlecht restauriert, teilweise oder komplett zerlegt, hoher finanzieller Reparaturbedarf

 

Die Fédération Internationale des Véhicules Anciens (FIVA) teilt Fahrzeuge dagegen in vier Gruppen ein.

Gruppe Zustand Beschreibung
Gruppe 1

Original

Fahrzeug in Ursprungszustand mit geringen Gebrauchsspuren
Gruppe 2 Authentisch unrestauriertes Fahrzeug mit Historie, mit lediglich ausgetauschten Verschleißteilen und kleinen Ausbesserungen bei Lack, anderen Oberflächen und Polstern
Gruppe 3 Restauriert Fahrzeug wurde originaltreu restauriert
Gruppe 4 Wiederaufgebaut aus Fahrzeugteilen des gleichen Typs zusammengesetztes Fahrzeug, möglichst nach an den Vorgaben des Herstellers orientiert

Patina schlägt Hochglanz

Bei historischen Autos geht der Trend zum Originalzustand. Auf den renommierten Auktionen erzielen nicht fahrbereite seltene Oldtimer mit Patina Höchstpreise. Teilweise liegen die Gebote für solche Fahrzeuge über den Summen, die für vergleichbare vollrestaurierte Modelle bezahlt werden.

Ersatzteile für Auto-Klassiker

Die Ersatzteilversorgung ist je nach Hersteller und Modell unterschiedlich gut. Teilweise bieten die bekannten Automarken selbst neuwertige Ersatzteile für ihre historischen Klassiker an. Bei Volumenmodellen, die in großer Stückzahl vom Band liefen, lassen sich ebenfalls so gut wie alle Einzelteile gebraucht für relativ wenig Geld auftreiben.

Gute Anlaufstellen bei der Suche nach Oldtimer-Ersatzteilen sind die entsprechenden Oldtimer-Clubs, spezielle Internetplattformen sowie die großen Oldtimer-Ersatzteilmärkte wie die jährlich in Mannheim im Oktober stattfindende Veterama. Auf den Messen Techno-Classica und Retro Classics werden dagegen vor allem restaurierte Oldtimer gezeigt und zum Kauf angeboten.

Spezialfirmen und -werkstätten haben sich auf den Erhalt und Nachbau seltener Fahrzeuge und Ersatzteile spezialisiert.

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