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Oldtimer: Kfz-Steuer - Kennzeichen - Wertgutachten

Das Wichtigste in Kürze

  • Aktuell sind rund 800.000 Fahrzeuge mit Oldtimer-Kennzeichen beim Kraftfahrt-Bundesamt registriert.
  • Für eine Zulassung als Oldtimer muss ein Auto mindestens 30 Jahre alt und möglichst im originalen Zustand erhalten sein.
  • Für Autos mit H-Kennzeichen gilt ein einheitlicher Steuersatz; auch dürfen sie ohne grüne Plakette in eine Umweltzone.

Wie viele Oldtimer gibt es?

In Deutschland steigt die Zahl der zugelassenen Oldtimer seit Jahren.

Zum Stichtag 1. Januar 2023 waren laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) 793.589 Fahrzeuge mit Oldtimer-Status registriert. Gegenüber 2022 ist das ein Plus von 8,4 Prozent.

Was sind die häufigsten Oldtimer-Modelle?

Oldtimer in Deutschland

In der Oldtimer-Zulassungsstatistik sind diese Autos am häufigsten vertreten:

  1. VW Käfer
  2. Trabant
  3. Mercedes W 114 und W 115 („Strich 8”)
  4. Citroën 2CV („Ente”)

Unterschied Youngtimer

Pkw im gepflegten Originalzustand, die nicht mehr gebaut werden und in der Regel zwischen 20 und 30 Jahre alt sind, werden dagegen als Youngtimer bezeichnet.

Welche Vorteile hat ein H-Kennzeichen?

Bei einem H-Kennzeichen gilt eine einheitliche Kfz-Steuer von 191,70 Euro (Pkw) beziehungsweise 46 Euro (Motorrad) im Jahr.

Außerdem dürfen Sie Ihren Oldtimer ohne Umweltplakette in Umweltzonen fahren.

Wie bekomme ich das H-Kennzeichen?

H-Nummernschilder gibt die zuständige Zulassungsstelle aus. Voraussetzungen sind:

  • Erstzulassung 30 Jahre oder älter
  • Straßentauglicher und möglichst originalgetreuer, erhaltenswerter Zustand

Die Verkehrstauglichkeit bestätigt Ihnen eine Prüforganisation (beispielsweise DEKRA oder TÜV) mit einem Oldtimer-Gutachten nach §23.

Lohnt sich ein Saisonkennzeichen?

Seit 2018 gibt es ein spezialles H-Saisonkennzeichen. Es ist optimal für Oldtimerbesitzer geeignet, die Ihr Fahrzeug lediglich einige Monate im Jahr fahren.

Sie zahlen nur anteilig für die Monate Versicherung und Steuer, die das klassische Fahrzeug für den öffentlichen Straßenverkehr angemeldet ist.

Wie bei einem normalen Saisonkennzeichen muss der Klassiker in der restlichen Zeit auf Privatgelände abgestellt sein. Für diese Zeitspanne gilt der Kfz-Versicherungsschutz in eingeschränkter Form im Rahmen einer Ruheversicherung.

Wie funktioniert ein Wertgutachten?

Für den Verkauf und bei einem Versicherungsschaden (Ermittlung des Wiederbeschaffungswertes nach Unfall oder Diebstahl) ist ein Wertgutachten für Ihren Oldtimer empfehlenswert.

Classic Data teilt Oldtimer in ein fünfstufiges Notensystem ein:

Note Zustand Beschreib­ung
Note 1 Makelloser Zustand Keine technischen und optischen Mängel, lückenlose Historie
Note 2 Guter Zustand Leichte Gebrauchsspuren, original und fachgerecht restauriert
Note 3 Gebrauchter Zustand Kleinere Mängel, voll fahrbereit, ohne Durchrostungen
Note 4 Verbrauchter Zustand Bedingt fahrbereit, bis zu mittleren Durchrostungen, Teile fehlen oder sind defekt, teilrestauriert oder leicht zu restaurieren
Note 5 Restaurationsbedürftiger Zustand Nicht fahrbereit, schlecht restauriert, teilweise oder komplett zerlegt, hoher finanzieller Reparaturbedarf

Die Fédération Internationale des Véhicules Anciens (FIVA) teilt Fahrzeuge dagegen in vier Gruppen ein.

Gruppe Zustand Beschreib­ung
Gruppe 1 Original Fahrzeug in Ursprungszustand mit geringen Gebrauchsspuren
Gruppe 2 Authentisch Unrestauriertes Fahrzeug mit Historie, mit lediglich ausgetauschten Verschleißteilen und kleinen Ausbesserungen bei Lack, anderen Oberflächen und Polstern
Gruppe 3 Restauriert Fahrzeug wurde originaltreu restauriert
Gruppe 4 Wiederaufgebaut Aus Fahrzeugteilen des gleichen Typs zusammengesetztes Fahrzeug, möglichst nach an den Vorgaben des Herstellers orientiert
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