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Kfz-Steuer Rechner 2020

Lesezeit 5 Min.
aktualisiert am 02.07.2020

Kfz-Steuer Rechner von CHECK24

Mit dem kostenlosen Kfz-Steuer Rechner von CHECK24 können Sie die Kfz-Steuer für jedes beliebige Auto und Motorrad selbst berechnen!

Was sind die Berechnungsgrundlagen?

  1. Berechnung ab Erstzulassung 01. Juli 2009

Neben der Motorart (Benzin oder Diesel) ist der CO2-Ausstoß für die Berechnung wichtig.

Kfz-Steuer Berechnung

Pro angefangene 100 Kubikzentimeter Hubraum (ccm) wird je nach Motor ein unterschiedlicher Betrag fällig.

Motorart Betrag je 100 ccm
Benziner (Otto) 2,00 Euro
Diesel 9,50 Euro

Zu diesem „Sockelbetrag” kommt zusätzlich noch ein CO2-Anteil, wenn das Auto mehr als 95 Gramm Kohlendioxid je Kilometer in die Luft bläst. Jedes Gramm mehr kostet zusätzlich zwei Euro Kfz-Steuer. Der Emissionswert des Fahrzeugs ist in den Fahrzeugpapieren verzeichnet.

Pkw-Erstzulassung CO2-Freibetrag
Vor 2012 120 g/km
Ab 2012 110 g/km
Ab 2014 95 g/km

Für Fahrzeuge mit Dieselmotor, die bis zu 3,6 Liter auf 100 Kilometer verbrauchen, und Benziner, die bis 4,1 Liter pro 100 Kilometer verbrauchen, wird bei der Kfz-Steuer also allein der Grundbetrag fällig. Alle anderen zahlen drauf.

Bei einem Hybridauto wird lediglich der entsprechende Verbrennungsmotor besteuert. Fahrzeuge mit alternativen Antrieben (etwa Erdgas, Autogas) werden steuerlich wie Benzin- oder Dieselfahrzeuge behandelt.

  1. Berechnung bis Erstzulassung 30. Juni 2009

Für Pkw mit Erstzulassungsdatum bis zum 30. Juni 2009 wird die Kfz-Steuer anhand folgender Parameter berechnet:

  • Antriebsart (Otto-, Diesel)
  • Hubraum (in ccm)
  • Emissionsschlüssel bzw. Emissionsklasse (Euro-Norm)
    Die Schlüsselnummer befindet sich bei Fahrzeugscheinen im Feld 1. In der Zulassungsbescheinigung Teil I steht sie im Feld 14.1. Jeweils die letzten beiden Ziffern sind notwendig.)

Für Pkw beträgt die Steuer je nach Schadstoffausstoß pro angefangene 100 ccm Hubraum:

Schadstoffausstoß nach Klassen Benziner Diesel
Euro-3 und besser
(Grenzwerte bis 2,5 t)
6,75 Euro 15,44 Euro
Euro-2 7,36 Euro 16,05 Euro
Euro-1 15,13 Euro 27,35 Euro
Euro-0 (ehemals ohne Ozonfahrverbot) 21,07 Euro 33,29 Euro
Euro-0 (übrige) 25,36 Euro 37,58 Euro

„Günstiger-Prüfung”

Bei Pkw, die zwischen dem 5. November 2008 und dem 30. Juni 2009 zugelassen worden sind, gibt es die „Günstiger-Prüfung”. Dabei wird die günstigere Steuerhöhe von beiden oben genannten Berechnungsarten ermittelt.

Fragen und Antworten

Wann beginnt und wann endet die Steuerpflicht?

Ihre Steuerpflicht beginnt mit dem Tag der Anmeldung bei der Zulassungsbehörde und endet mit dem Tag, an dem das Auto abgemeldet wird.

Da die Kfz-Steuer für zwölf Monate im Voraus eingezogen wird, bleibt nach der Abmeldung in der Regel ein Guthaben übrig. Dieses wird auf den Tag genau berechnet.

Der Betrag wird laut Zollverwaltung dann in der Regel innerhalb von drei Wochen zurückgezahlt, sofern dem zuständigen Hauptzollamt eine Bankverbindung für die Erstattung vorliegt.

Wer ist steuerpflichtig?

Steuerpflichtig ist immer der Halter des Pkw. Das ist jene Person (oder Firma), die in der Zulassungsbescheinigung Teil II (ehemals Fahrzeugbrief) eingetragen ist.

Die Kfz-Steuer ist einmal im Jahr im Voraus zu zahlen und muss entrichtet werden, solange das Auto zugelassen ist.

Beachten Sie: Bei einem Pkw müssen Halter und Kfz-Versicherungsnehmer nicht identisch sein.

Wer ist von der Kfz-Steuer befreit?

Von der Kfz-Steuer sind aktuell nur Elektroautos befreit – und zwar befristet für die ersten Jahre nach ihrer Erstzulassung.

Bei Erstzulassung zwischen dem 18. Mai 2011 und dem 31. Dezember 2020 beträgt die Steuerbefreiung zehn Jahre.

Danach wird die Kfz-Steuer für E-Autos um 50 Prozent reduziert. 

Wie wird die Kfz-Steuer gezahlt?

Die Kfz-Steuer wird von der Bundeskasse per SEPA-Lastschriftverfahren eingezogen. Eine Zahlungserinnerung/Mahnung gibt es nicht.

Deshalb müssen Sie bei der Anmeldung des Pkw bei der Zulassungsbehörde eine ausgefüllte und unterschriebene Einzugsermächtigung abgeben.

Dieser Vordruck muss sowohl vom Girokontoinhaber als auch vom eventuell abweichenden Fahrzeughalter unterschrieben sein.

Übrigens: Die Zulassungsstellen prüfen inzwischen vor der Anmeldung eines Fahrzeuges, ob der Halter mit der Kfz-Steuer im Rückstand ist. Ist das der Fall, kann kein Auto zugelassen werden. Zuerst müssen die Steuerschulden beglichen werden.

An wen wird die Kfz-Steuer gezahlt?

Welches Hauptzollamt für Sie zuständig ist, hängt von Ihrem Wohnort und damit vom Zulassungsbezirk ab.

Auf dem Steuerbescheid finden Sie auch das Kassenzeichen (damit kann die Behörde den Vorgang zuordnen) sowie die Bankverbindung bei der Bundeskasse.

Kann ich eine Ratenzahlung beantragen?

Ja, sofern die Jahressteuerhöhe im Jahr mindestens 500 Euro beträgt. Bei einer Steuerhöhe von bis zu 1.000 Euro kann gegen Aufschlag eine halbjährliche Abbuchung beantragt werden. Ab 1.000 Euro ist auf Wunsch eine vierteljährliche Abbuchung möglich – ebenfalls mit Zuschlag.

Was passiert, wenn das Konto nicht gedeckt ist?

Kann der Betrag nicht abgebucht werden, können Sie Ihr Auto nicht zulassen.

Ist bei einer Folgeabbuchung das Konto nicht gedeckt, erhalten Sie vom Zoll zunächst eine Ankündigung der Vollstreckung. Ist das Konto dann immer noch nicht gedeckt, droht eine Zwangsstilllegung des Pkw.

Was tue ich, wenn ich die Kontoverbindung ändern will?

Eine Änderung des Kontos muss dem zuständigen Hauptzollamt über einen ausgefüllten Vordruck mitgeteilt werden. Diesen können Sie hier herunterladen.

Kann ich die Kfz-Steuer steuerlich absetzen?

Als Arbeitnehmer, nein.

Setzen Sie Ihr Auto im Rahmen einer selbstständigen Tätigkeit ein, gelten die Beiträge zur Kfz-Steuer als Betriebsausgaben - möglicherweise nur anteilig.

Wie oft erhalte ich einen Bescheid zur Kfz-Steuer?

Der Kfz-Steuerbescheid, den Sie nach der Anmeldung eines Pkw erhalten, bleibt bis auf Widerruf gültig. Das bedeutet: Solange sich die Kfz-Steuer für Ihr Auto nicht ändert, erhalten Sie nach dem ersten Bescheid in den Folgejahren keinen neuen.

Melden Sie den Pkw ab, erhalten Sie eine Abmeldebestätigung.

Was ist bei Oldtimern?

Ist ein Fahrzeug mit einem H-Kennzeichen für Oldtimer ausgestattet, wird für dieses Auto eine pauschale Kfz-Steuer in Höhe von aktuell 191 Euro pro Jahr fällig.

Was ist die Kfz-Steuer?

Die Kfz-Steuer ist eine Verkehrsteuer, deren Erträge laut den Artikeln 106 und 108 des Grundgesetzes dem Bund zufließt. Sie ist nicht zweckgebunden – wird also nicht nur für den Erhalt und Ausbau der Verkehrsinfrastruktur genutzt.

Laut der Zollverwaltung, die seit 2014 für die Bearbeitung der Kfz-Steuer zuständig ist, beträgt das jährliche Steueraufkommen aus der Kfz-Steuer etwa neun Milliarden Euro.

Was bezahlen Schwerbehinderte?

Schwerbehinderte erhalten Kfz-Steuervergünstigungen.

Eine Befreiung von der Kfz-Steuer können Personen beantragen, die:

  • hilflos, blind oder außergewöhnlich gehbenindert sind (Merkmale H, BL oder aG im Ausweis).

Eine Vergünstigung der Kfz-Steuer um 50 Prozent könen Personen beantragen, die:

  • gehbehindert sind (Merkmal G im Ausweis) und ansonsten auf eine kostenlose Beförderung verzichten.

Die Erleichterungen bei der Kfz-Steuer gelten:

  • für ein Fahrzeug
  • der Behinderte ist der Halter
Sascha Rhode

Redakteur Sascha Rhode

Experte für Kfz-Versicherung sowie automobilen Entwicklungen im Pkw- und Motorradbereich.

Hinweis: CHECK24 übernimmt keine Garantie für die Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit der bereitgestellten Informationen. Die Inhalte unserer Artikel sind sorgfältig und nach bestem Wissen ausgesucht und zusammengestellt. Sie dienen als Inspiration für unsere Leser, stellen Empfehlungen der Redaktion und in keinem Fall eine Rechtsberatung dar.