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Zahnwurzelbehandlung

Wenn das Innere eines Zahns entzündet ist, hilft meistens nur noch eine Zahnwurzelbehandlung. Dieser Eingriff rettet den infizierten Zahn fast immer und lindert Schmerzen. In diesem Ratgeber erfahren Sie die wichtigsten Punkte zu den Ursachen, dem Ablauf und mögliche Alternativen.

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Das Wichtigste zusammengefasst

  • Bei unzureichender Mundhygiene oder durch Schäden am Zahn können Bakterien in das Zahninnere gelangen und dort Entzündungen auslösen.
  • Diese Entzündungen sind meistens mit starken Schmerzen verbunden und können ohne Behandlung zum Zahnverlust führen.
  • Mit einer Zahnwurzelbehandlung lässt sich die Entzündung in den meisten Fällen vollständig beheben.
  • Die herkömmliche Wurzelbehandlung ist Bestandteil des Leistungskataloges der gesetzlichen Krankenversicherung und wird für erhaltungsfähige Zähne in der Regel von der Krankenkasse übernommen.
Dirk Hilmer, CHECK24-Experte für Zahnzusatzversicherungen

Dieser Inhalt wird regelmäßig geprüft von:

Dirk Hilmer, CHECK24-Experte für Zahnzusatz­versicherungen

Artikel zuletzt überarbeitet am 26.06.2024

Inhaltsverzeichnis

  1. Ursachen für eine Wurzelbehandlung
  2. Ablauf einer Wurzelbehandlung
  3. Risiken und Komplikationen
  4. Alternativen zur Wurzelbehandlung
  5. Häufige Fragen

Ursachen für eine Wurzelbehandlung

Eine Wurzelbehandlung wird erst dann nötig, wenn bereits eine Entzündung des Zahns vorliegt. Gesunde Zähne haben normalerweise kein Risiko, Entzündungen zu entwickeln. Bei geschädigten Zähnen können allerdings Bakterien in das Zahninnere gelangen und Entzündungen auslösen. Das kann folgende Ursachen haben:

  • Unzureichende Mundhygiene
  • Traumata und Schäden am Zahn
  • Fehlerhafte Füllungen
  • Abnutzung des Zahns
  • Karies
  • Erkrankungen des Zahnfleisches

In den meisten Fällen löst eine Infektion des Zahnes starke Schmerzen aus, da die Gefäße im Zahnmark anschwellen und auf den Nerv drücken. In extremen Fällen kann der Nerv sogar absterben.

Weitere mögliche Symptome für einen entzündeten Zahn sind:

  • Dauerhafte Zahnschmerzen
  • Schmerzen bei Hitze oder Kälte am Zahn
  • Druckschmerzen
  • Geschwollenes und/oder empfindliches Zahnfleisch
  • Wölbungen am Zahn, aus denen Eiter austreten kann
  • Dunkle Verfärbung des Zahns
  • Lockerung des Zahns

Anatomie des Zahns

Der menschliche Zahn besteht aus verschiedenen Schichten und Substanzen. Die äußerste Schicht ist der Zahnschmelz, welcher die Zähne vor äußeren Einflüssen schützt. Darunter befindet sich das Dentin, das feine Wurzelkanäle enthält. Diese sind wiederum mit dem Zahnmark gefüllt. Durch das Zahnmark verlaufen weitere Nerven und Blutgefäße.

Ablauf einer Wurzelbehandlung

Vor Ablauf der Zahnwurzelbehandlung wird zunächst eine Diagnose gestellt. Mithilfe von Röntgenaufnahmen kann das Ausmaß der Entzündung festgestellt werden. Sofern die Infektion nicht zu weit fortgeschritten ist, stellt die Wurzelkanalbehandlung die beste Option dar. Der Ablauf ist dabei wie folgt:

  1. Der betroffene Zahn wird von den anderen Zähnen isoliert, damit er trocken und steril bleibt. Dies geschieht mithilfe eines Spanngummis, auch Kofferdam genannt. Die Isolation schützt den Zahn vor Speichel und Bakterien während der Behandlung.
  2. Ist der Zahn freigestellt, wird der Zahnschmelz aufgebohrt, damit der Zahnarzt an das Nervengewebe gelangt. Dies erfolgt unter lokaler Betäubung.
  3. Das entzündete Gewebe im Zahninneren wird sorgfältig entfernt und die leeren Kanäle gereinigt sowie desinfiziert.
  4. Die entstandenen Hohlräume werden mit einem flexiblen Material gefüllt und der Zahnschmelz wird versiegelt. Das verwendete Material dichtet die Kanäle ab, um erneute Infektionen zu verhindern.
  5. Anschließend wird der Zahn mit einem speziellen Füllmaterial verschlossen, um die natürliche Zahnstruktur wiederherzustellen.
  6. Um den behandelten Zahn weiterhin zu schützen, wird dieser am Ende der Behandlung überkront, da er durch die entstandenen Hohlräume brüchiger ist als die gesunden Zähne.

Die Wurzelkanalbehandlung wird oftmals in mehrere Termine zu je 30 bis 60 Minuten aufgeteilt. Grund dafür ist, dass die Wurzelkanäle mehrfach durchgespült und desinfiziert werden müssen, damit alle Bakterien abgetötet werden.

Der gesamte Heilungsprozess kann mehrere Monate benötigen. Die genaue Dauer hängt jedoch vom allgemeinen Zustand des Zahns ab. Es ist wichtig, regelmäßige Kontrolltermine wahrzunehmen, um den Heilungsfortschritt zu überwachen und einen Rückfall der Infektion zu verhindern.

Risiken und Komplikationen

Ob eine Wurzelkanalbehandlung durchgeführt werden kann, hängt vom Ausmaß der Entzündung ab. Ist die Infektion zu weit fortgeschritten, wird der Zahn gezogen, was einen Zahnersatz erforderlich macht.

Eine frühzeitige Wurzelkanalbehandlung kann den Zahn retten. Weitere Behandlungen sind dann nicht nötig. Sie sollten die Behandlung niemals hinauszögern, denn schwere Entzündungen können unter Umständen den Kieferknochen befallen und sich in andere Körperregionen ausbreiten.

Nach der Behandlung kommt es nur selten zu Komplikationen. In seltenen Fällen gelingt die vollständige Beseitigung der Entzündung nicht, weil die Wurzelkanäle sehr verzweigt sind und einige Bakterien zurückbleiben können. In diesem Fall wird eine Nachbehandlung, also eine Wurzelkanalrevision, notwendig.

An den ersten Tagen nach der Behandlung kann es zu leichten Schwellungen und Druckschmerzen kommen. Da sich mit der Entfernung der Infektion die Zahnschmerzen meistens direkt auflösen und der Zahnarzt für die ersten paar Tage Schmerzmittel verschreibt, kommen stärkere Druckschmerzen nur in Ausnahmefällen vor. Sollten über einen längeren Zeitraum Schmerzen bestehen, kontaktieren Sie unbedingt Ihren Zahnarzt, um mögliche Ursachen abzuklären.

Alternativen zur Wurzelbehandlung

Adäquate Alternativen zur Wurzelbehandlung, welche auf einen chirurgischen Eingriff verzichten, gibt es nicht.

Anstelle der Wurzelkanalbehandlung gibt es die Möglichkeit den Zahn ziehen zu lassen, allerdings wird in diesem Fall Zahnersatz notwendig. Ohne eine Zahnzusatzversicherung können dabei Kosten von mehreren tausend Euro entstehen. Ohne ein gepflegtes Bonusheft übernehmen die Krankenkassen nur 60 Prozent der Regelversorgung.

Wenn die Entzündung bereits zu weit fortgeschritten, der Zahn aber noch zu retten ist, kann eine Wurzelspitzenresektion durchgeführt werden. Dabei wird das Zahnfleisch bis zu den Wurzelspitzen gelöst, damit das entzündete Gewebe sowie die Wurzelspitzen entfernt werden können. Von dort aus wird das Innere der Wurzelspitzen gereinigt und anschließend gefüllt. Dieser Eingriff ist aufwendiger als die anderen Methoden und der Knochen sowie das Zahnfleisch benötigen mehr Zeit, um vollständig zu verheilen. 

Häufige Fragen

  • Wie lange kann ein Zahn nach einer Wurzelbehandlung schmerzen?

    Ziehende, drückende und pochende Schmerzen sind für eine Dauer von bis zu maximal zwei Wochen normal. Sollten die Schmerzen besonders stark sein oder länger andauern, kontaktieren Sie bitte Ihren Zahnarzt.

  • Warum werden entzündete Zähne dunkel?

    Ein Zahn kann sich dunkel verfärben, wenn dieser bereits abgestorben ist. Ist dies der Fall, zerfällt das Gewebe im Zahn, worauf dieser sich dunkel färbt.

  • Wie viel kostet eine Wurzelbehandlung?

    Die herkömmliche Wurzelbehandlung ist Bestandteil des Leistungskataloges der gesetzlichen Krankenversicherung. Wenn der Zahnarzt den Zahn als erhaltungsfähig einschätzt, werden die Kosten von der Krankenkasse übernommen. Andernfalls sollten Sie mit Kosten zwischen 200 und 1.000 Euro rechnen. Die genauen Kosten sind dabei abhängig vom Ausmaß der Entzündung und der Anzahl benötigter Sitzungen für die Behandlung.

    Wird die Behandlung nicht von Ihrer gesetzlichen Krankenkasse übernommen, können Sie sich mit einer Zahnzusatzversicherung vor den Kosten schützen. Die meisten Tarife erstatten Ihnen die Kosten einer Wurzelbehandlung auch dann, wenn Ihr Zahnarzt den Zahn nicht als erhaltungswürdig einstuft oder die Erfolgsaussichten der Behandlung unklar sind.

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