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Invaliditätsgrad

Die Schwere einer dauerhaften, unfallbedingten körperlichen Beeinträchtigung und somit die Höhe der Entschädigungssumme wird bei der privaten Unfallversicherung anhand des Invaliditätsgrads bemessen. Dabei geht es um die prozentuale Funktionsminderung oder den vollständigen Verlust von Körperteilen und Sinnesorganen.

In der Gliedertaxe ist für jedes Körperteil und jedes Sinnesorgan ein bestimmter Invaliditätsgrad aufgeführt. Stellt ein Arzt nach einer bestimmten Frist – meist liegt diese Frist zwischen 12 und 15 Monaten, je nach Versicherungsanbieter – einen dauerhaften Personenschaden fest, der aus einem Unfall resultiert, erhält der Versicherte entsprechend der körperlichen Funktionsunfähigkeit eine bestimmte Kapitalzahlung.

Beispiel: Die Gliedertaxe weist für einen großen Zeh einen Invaliditätsgrad von 5 % aus. Wurde die Versicherungssumme auf 500.000 Euro festgelegt, erhält der Versicherungsnehmer beim Verlust seines großen Zehs eine Entschädigung von 25.000 Euro. Hat er nicht nur einen großen Zeh, sondern auch einen weiteren Zeh (Invaliditätsgrad 2%) verloren, erhält der Versicherte 7 Prozent der Versicherungssumme.

Sollte die ärztliche Untersuchung eine Gebrauchsminderung eines Körperteils ergeben, erhält der geschädigte Versicherungsnehmer ebenfalls einen bestimmten Prozentsatz der Versicherungssumme. Der Prozentsatz ist abhängig vom betroffenen Körperteil und richtet sich nach dem Grad der körperlichen Beeinträchtigung.

Tipp: Es besteht die Möglichkeit, eine Unfallrente in die Versicherung zu integrieren. Liegt sodann ein Invaliditätsgrad von 50 % vor, leistet die Assekuranz die vereinbarte Rentenzahlung zusätzlich zur üblichen Einmalzahlung.

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