Jetzt Punkteteilnehmer werden: 5 € sichern
Ihr Browser wird nicht mehr unterstützt.
Damit Sie auch weiterhin schnell und sicher auf CHECK24 vergleichen
können, empfehlen wir Ihnen einen der folgenden Browser zu nutzen.
Trotzdem fortfahren
Sie sind hier:

Unfallversicherung im Homeoffice

Der gesetzliche Unfallschutz im Homeoffice hat seine Tücken und Lücken. Wenn man sich in den eigenen vier Wänden verletzt, kann es von Details abhängen, ob die gesetzliche Unfallversicherung zahlt. Wir erklären, wann Arbeitnehmer abgesichert sind – und wann nicht.

CHECK24 Bewertungen
CHECK24 Versicherungen
4,9 / 5
32046 Bewertungen
(letzte 12 Monate)
Sie möchten beraten werden?

Unsere Experten stehen Ihnen telefonisch täglich von 8:00 - 20:00 Uhr zur Verfügung.

089 - 24 24 12 58unfallversicherung@check24.de
Zu teuer versichert?

Mit unserem kostenlosen Vertrags-Check überprüfen wir Ihre bestehenden Versicherungen und zeigen Ihnen Sparpotenzial und Optimierungsmöglichkeiten.

mehr erfahren

Wann schützt die gesetzliche Unfallversicherung im Homeoffice?

Die gesetzliche Unfallversicherung sichert Arbeitnehmer bei der Ausübung ihrer Tätigkeit ab. Das gilt grundsätzlich auch für das Arbeiten im Homeoffice. Ob es zu einem Unfall auf dem Firmengelände oder in den eigenen vier Wänden kommt, spielt zunächst einmal keine Rolle.

Ob der gesetzliche Unfallschutz greift, hängt vielmehr von der Frage ab, ob es zum Zeitpunkt des Unfalls einen direkten Bezug zur beruflichen Tätigkeit gab. Juristen sprechen hier von einer Handlungstendenz. Besteht ein solcher direkter Bezug, ist der Unfall über die gesetzliche Unfallversicherung abgesichert.

Junge Frau mit Headset und Laptop - Unfallversicherung im HomeofficeHier greift der gesetzliche Unfallschutz im Homeoffice:

  • Sturz auf dem Weg zum Diensthandy
    Sie halten sich in der Küche auf, als das Diensthandy im Flur klingelt. Auf dem Weg dorthin stolpern Sie und ziehen sich eine Verletzung zu.
  • Sturz auf dem Weg zum Paketboten
    Sie erwarten eine Lieferung von Unterlagen aus der Firma und möchten dem Paketboten die Tür aufmachen. Auf der Treppe nach unten stürzen Sie.
  • Fahrradunfall auf dem Weg zum Meeting
    Sie arbeiten im Homeoffice und fahren einmal pro Woche zum Team-Meeting in die Firma. Auf dem Weg dorthin haben Sie einen Unfall mit dem Fahrrad.

Wann greift der gesetzliche Unfallschutz nicht?

Der gesetzliche Unfallschutz greift nicht, wenn es zum Zeitpunkt des Unfalls keinen direkten Bezug zur beruflichen Tätigkeit gab und Sie private Dinge erledigt haben. Juristisch bezeichnet man solche privaten Erledigungen als eigenwirtschaftliche Tätigkeiten.

Hier gibt es keinen gesetzlichen Unfallschutz:

  • Sturz auf dem Weg zur Küche
    Sie möchten eine Pause einlegen und gehen vom Arbeitszimmer in die Küche.
    Auf dem Weg dorthin stolpern Sie und fallen hin.
  • Sturz auf dem Weg zum Paketboten
    Sie haben privat etwas im Internet bestellt.
    Der Paketbote klingelt und Sie stürzen auf der Treppe zur Tür.
  • Fahrradunfall auf dem Weg zur Kita
    Sie fahren morgens vor der Arbeit im Homeoffice zur Kita, um Ihr Kind abzugeben.
    Auf dem Weg dorthin haben Sie einen Radunfall.

Gesetzlicher Unfallschutz im Homeoffice ist lückenhaft

Was den Unfallschutz angeht, sind Beschäftigte im Homeoffice in einigen Punkten schlechter gestellt als auf dem Firmengelände. Das gilt vor allem bei Wegen innerhalb der eigenen vier Wände oder zwischen Homeoffice und Kita.

Sucht man während der Arbeit im Homeoffice etwa die Toilette auf oder will in der Küche eine Pause machen, so ist man dabei nach aktueller Rechtslage nicht versichert. Wer Kinder hat, ist auf den Wegen zwischen Homeoffice und dem Ort der Kinderbetreuung ebenfalls nicht abgesichert. Das hatte das Bundessozialgericht in einem Urteil bestätigt (Aktenzeichen: B 2 U 19/18 R).

Angestellte im Betrieb besser geschützt

Hat man dagegen im Betrieb einen Unfall auf dem Weg zur Toilette oder zur Kantine, greift der gesetzliche Unfallschutz. Das gilt sogar, wenn man in der Mittagspause ein Restaurant außerhalb des Firmengeländes besucht.

Auch die Fahrten zwischen Arbeitsstelle und Kita oder Kindergarten, wo die Kinder wegen der beruflichen Tätigkeit betreut werden, fallen unter den Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Der Versicherungsschutz für solche Wegeunfälle beginnt allerdings erst an der Außentür des Hauses. Sollte man vorher stürzen – etwa im Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses – ist man nicht versichert. Zudem ist in der Regel nur der direkte Weg zur Arbeitsstelle abgesichert. Private Umwege – beispielsweise zu einem Supermarkt oder zur Tankstelle – fallen nicht unter den gesetzlichen Schutz.

Toilettengang und Essen sind Privatsache

Beim Aufenthalt auf der Toilette oder in der Kantine selbst haben Beschäftigte im Betrieb keinen Vorteil in Sachen Unfallschutz. Hier gilt ebenso wie im Homeoffice: Beides ist für den Gesetzgeber Privatsache und fällt nicht unter den gesetzlichen Unfallschutz.

Abgrenzung zwischen „beruflich“ und „privat“ ist schwierig

Mutter mit Kind im HomeofficeSchon die Beispiele, wann der gesetzliche Unfallschutz greift und wann nicht, zeigen, dass die genaue Unterscheidung zwischen beruflichen und privaten Tätigkeiten häufig schwierig ist und immer vom Einzelfall abhängt. So kann der Sturz im Homeoffice auf dem Weg zum Paketboten einmal abgesichert sein (bei einer Lieferung von der Firma), ein anderes Mal hingegen nicht (Lieferung einer privaten Bestellung).

Bei jedem Unfall – besonders im Homeoffice – prüfen die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung daher genau, wie es dazu gekommen ist. Führt ein Arbeitsunfall zu einer Arbeitsunfähigkeit von mehr als drei Kalendertagen, muss er der Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse gemeldet werden.

Der jeweilige Träger entscheidet dann, ob der Unfall unter den gesetzlichen Schutz fällt und ein Anspruch auf Leistungen besteht – etwa auf eine Reha oder bei bleibenden Behinderungen auf eine Unfallrente.

Private Unfallversicherung schützt auch im Homeoffice

Wer sich rundum vor den finanziellen Folgen eines Unfalls schützen möchte, sollte eine private Unfallversicherung abschließen. Sie sichert Arbeitnehmer – anders als der gesetzliche Schutz – rund um die Uhr und sowohl bei beruflichen als auch privaten Tätigkeiten ab.

Privater Schutz gilt unabhängig vom gesetzlichen

Die Leistung einer privaten Unfallversicherung wird unabhängig vom gesetzlichen Schutz ausgezahlt. Sollten Sie nach einem Arbeitsunfall Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung erhalten, wird die Versicherungssumme einer privaten Police dadurch nicht gekürzt.

Ob der Sturz auf der Treppe im Homeoffice bei einer privaten Erledigung passiert oder einen direkten Bezug zur beruflichen Tätigkeit hat – beim privaten Unfallschutz spielt dies keine Rolle. Mit einer Police sind Sie in jedem Fall abgesichert.

Online-Vergleich von CHECK24

Möchten Sie mit einer privaten Unfall­versicherung für den Fall eines schweren Unfalls vorsorgen – im Homeoffice ebenso wie in der Freizeit? Mit dem Online-Vergleich von CHECK24 finden Sie schnell und komfortabel die passende Versicherung. Bei uns vergleichen Sie insgesamt 240 verschiedene Tarife von zahlreichen Anbietern und können bis zu 95 Prozent bei den Beiträgen sparen.

Persönliche Beratung durch unsere Experten

Haben Sie eine Frage zur privaten Unfallversicherung? Unsere Experten beraten Sie gerne persönlich – rufen Sie uns ganz einfach an oder schreiben Sie uns eine E-Mail!

Unfallversicherung Vergleich

Über 240 Tarife unverbindlich und kostenlos vergleichen

    Wen möchten Sie versichern?