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Besteht die Möglichkeit, die Unfallversicherung beitragsfrei zu stellen?

Bei einer privaten Unfallversicherung handelt es sich um eine sogenannte Risikoversicherung. Diese lassen sich grundsätzlich nicht beitragsfrei stellen. Es gibt jedoch Ausnahmen von dieser Regel. Manche Tarife bieten die Möglichkeit einer Beitragsfreistellung bei Arbeitslosigkeit.

Grundvoraussetzung, um diese Spezialleistung in Anspruch zu nehmen, ist, dass der Versicherungsnehmer unverschuldet arbeitslos wurde. Das heißt: Wenn der Arbeitgeber dem Versicherungsnehmer kündigt und dieser

  • keiner bezahlten Vollbeschäftigung mehr nachgeht,
  • bei der Bundesagentur für Arbeit als arbeitslos gemeldet ist,
  • Anspruch auf Arbeitslosengeld I oder II hat und
  • sich aktiv um Arbeit bemüht,

kann er bei seinem Unfallversicherer eine Beitragsfreistellung beantragen. Dadurch kann der Versicherungsschutz ohne Beitragszahlung für bis zu zwölf Monate erhalten bleiben. Sobald der Versicherungsnehmer eine neue Beschäftigung aufnimmt, entfällt die Beitragsbefreiung.

Wichtig: Die Bedingungen und Leistungen bei einer Freistellung hängen vom Versicherer ab. Manche Versicherer erheben für die Möglichkeit der Beitragsfreistellung bei Arbeitslosigkeit auch einen Beitragszuschlag.

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