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Strompreisrekord in Deutschland


Die Strompreise befinden sich aktuell auf einem Rekordhoch, kurzfristig ist nicht mit einer Entspannung zu rechnen.

Die Gründe für diesen starken Anstieg sind vielfältig:

  1. Der Energieverbrauch ist im Zuge der weltweiten wirtschaftlichen Erholung stark gestiegen.

  2. Mit der steigender Nachfrage zogen Großhandelspreise für Öl, Gas und Kohle deutlich an, welche zur Stromerzeugung notwendig sind.

  3. Hinzu kommen erhöhte CO2-Abgaben, welche auf diese Energieträger fällig werden.

  4. In Folge bewegt sich der Börsenstrompreis auf einem Rekordniveau (+ 323 % im Vergleich zum November 2020).

  5. Viele Stromanbieter geben diese Kosten an die Verbraucher weiter (Ø +12,9 % in der Grundversorgung).

Weitere Informationen zu den Rekordpreisen bei Strom finden sie hier.

Sollten Sie eine Strompreiserhöhung erhalten, können Sie von Ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen und den Anbieter wechseln. Vergleichen Sie jetzt Stromtarife und schützen Sie sich mit einer Preisgarantie vor weiter steigenden Strompreisen: Von CHECK24 empfohlene Tarife haben immer eine Preisgarantie von mindestens 12 Monaten.


Sollten Sie sich nach der Preiserhöhung eines Alternativanbieters für die lokale Grundversorgung entscheiden, müssen Sie nach dem Gebrauch des Sonderkündigungsrechts nichts weiter unternehmen – Ihr Grundversorger meldet sich automatisch bei Ihnen. Beachten Sie, dass Grundversorgungstarife in der Regel keine Preisgarantie bieten und Preise kurzfristig angepasst werden können.

Alles rund um das Elektroauto

27.05.2021
 

Elektroautos werden oft als Lösung angeführt für die Klimaprobleme, die durch den Autoverkehr entstehen. Auch die Politik sieht in der zunehmenden Integration von Elektroautos in den Straßenverkehr eine Möglichkeit, die CO2-Emissionen und die Belastung durch Feinstaub zu reduzieren. Die E-Mobilität ist in Deutschland auf dem Vormarsch. Im Jahr 2020 machten Fahrzeuge mit alternativen Antrieben bereits ein Viertel aller Neuzulassungen aus. Die Anzahl der neu zugelassenen Fahrzeige mit Elektroantrieb legte im Vergleich zum Vorjahr deutlich zu. Bei einem anhaltenden Trend von 22 Prozent Neuzulassungen bei E-Autos wie im letzten Quartal 2020, kann das von der Bundesregierung formulierte Ziel von 7 bis 10 Millionen zugelassenen Elektrofahrzeugen in Deutschland bis zum Jahr 2030 erreicht werden.

Der Ruf, der Elektroautos vorauseilt, ist dabei meist kaufentscheidend: Während Dieselautos als größte Verschmutzer im Straßenverkehr zählen, gelten Elektroautos, die mit Autostrom aus ökologischer Herkunft betrieben werden, als saubere und vor allem umweltschonende Alternative. Um Aussagen über die Ökobilanz eines Elektroautos treffen zu können, müssen mehrere Faktoren berücksichtigt werden, wie die Produktion und die Strombereitstellung. Wie sieht es zudem mit den Stromkosten aus? Lohnt sich der Umstieg auf ein Elektroauto finanziell langfristig gesehen?

Welche Vorteile sprechen für die Anschaffung eines E-Autos?

Autofahren ohne Emissionen: Betrachtet man ausschließlich die Nutzungsphase von Elektroautos scheinen diese unseren Straßenverkehr zu revolutionieren. So werden sie sogar vom Kraftfahrtbundesamt als durchweg saubere und schadstofffreie Möglichkeit eingestuft, sich mit dem Pkw fortzubewegen – ganz ohne dabei klimaschädliche Treibhausgase oder giftige Stickstoffoxide in die Luft abzugeben. Zudem sind sie im Betriebszustand äußerst leise, sodass sie die innerstädtische Geräuschbelastung nicht noch zusätzlich steigern. Auf der Straße stoßen Elektroautos zwar keine Abgase aus, Kohlendioxid entsteht aber trotzdem bei ihrem Betrieb: Der Strom, der die E-Autos antreibt stammt wiederrum aus Atom-, Wasser- und Kohlekraftwerken und wird nur teilweise durch erneuerbare Energien gewonnen.

Ein aktueller Vorteil, der sich bei dem Kauf eines E-Autos ergibt, besteht darin, dass diese im Straßenverkehr teils bevorzugt behandelt werden. So gibt es mancherorts Bus- und Taxispuren, die auch von Elektroautos genutzt werden dürfen. Auf zahlreichen kostenpflichtigen Parkplätzen in deutschen Städten ist zudem das Parken umsonst, wenn Sie ein E-Auto fahren.

Wo kann ich unterwegs mein Elektroauto aufladen?

Ladestation Elektroauto

In vielen Fällen ist es immer noch am günstigsten, wenn Sie Ihr Elektroauto an einer öffentlichen Ladestation tanken. Wir haben Ihnen zusammengefasst, wie Sie Stromtankstellen finden und welche Ladekarten am besten sind. Immer mehr Anbieter bieten eine Smartphone-App an inklusive Ladekarte, die den Lade- und Bezahlvorgang vereinfachen sollen. In der App wird teilweise auch bereits vor der Ladung der mögliche Preis angezeigt. Aktuell ist der Markt rund um die Ladekarten für Elektroautos sehr unübersichtlich. Die unterschiedlichen Anbieter haben individuelle Vorgehensweisen und es fehlt nach wie vor eine einheitliche Preispolitik.

 

Wo finde ich die nächste öffentliche Ladesäule?

Um die nächste Ladesäule zu finden, können Sie sich Ladesäulenkarten verschiedener Anbieter herunterladen. Bekannte Apps sind unter anderem: Lemnet, Plugsurfing.com, lade.info oder Plugfinder. Viele Übersichtskarten können Sie direkt in das Navigationssystem Ihres Elektroautos importieren. Das interaktive Stromtankstellenverzeichnis goingelectric.de ermittelt noch zusätzlich, wo Sie zum Beispiel gratis tanken oder kostenlos parken können.

 

Wie viele Ladesäulen gibt es?

Laut Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) gibt es in Deutschland bereits 20.700 Ladesäulen, mit denen über 430.000 Elektroautos geladen werden könnten. Die Stromnetze könnten bis zu 13 Millionen Elektroautos bundesweit mit Autostrom versorgen. Obwohl die Infrastruktur für die Elektromobilität schon gut ausgebaut ist, sind aktuell nur etwa 215.000 Elektroautos in Deutschland gemeldet.

 

Wie schalte ich eine Ladesäule frei, um mein Elektroauto zu laden?

Um eine öffentliche Ladesäule freizuschalten, brauchen Sie in den meisten Fällen eine Ladekarte. Es gibt verschiedene Anbieter von Ladekarten. Immer mehr Anbieter bieten auch digitale Lösungen wie Smartphone-Apps an, um den Lade- und Bezahlvorgang zu erleichtern. Flatrate-Angebote und Pauschalpreise sind mittlerweile fast ganz vom Markt verschwunden, da die Anbieter von Ladesäulen seit April 2019 dazu verpflichtet sind, dass die genaue Strommenge, die getankt wurde, einsehbar sein muss.

 

Welche Ladekarte brauche ich?

Es gibt sehr viele verschiedene Anbieter von Ladekarten für Ladestationen von Elektroautos. Es ist nicht auf den ersten Blick erkennbar, für welche Stromtankstellen die Ladekarte gültig ist und ob man auch deutschland- oder sogar europaweit tanken kann. In der folgenden Tabelle finden Sie wichtige Tipps für Ladekarten zusammengefasst.

Ladekarten-Systeme in der Übersicht
Art der Ladekarte Anbieter und Funktionsweise Vorteile
Kostenlose Ladekarte Beim örtlichen Stromanbieter/ Geltungsbereich: Stadtgebiet oder Region

Günstige Preise für Kunden des örtlichen Versorgers

Ladekarte eines Ladeverbund-Netzwerks Netzwerk von Stadtwerken oder Netzbetreibern Große Reichweite der Ladekarte/ Zugang zu über 100.000 Ladesäulen europaweit
Smartphone-App statt Ladekarte Ladesäule wird über App und QR-Code freigeschalten Zugang ohne Ladekarte/ bargeldloses Bezahlen

Verbrauch und Reichweite von Elektroautos

Größere und schwerere Fahrzeuge haben tendenziell natürlich einen höheren Stromverbrauch. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Elektromodellen was Reichweite und Verbrauch anbelangt, sind aktuell noch sehr groß. Die höchste Reichweite hat zurzeit noch nicht unbedingt das energieeffizientes Fahrzeug sondern wird vor allem durch große Batteriekapazitä̈t erreicht. Deshalb schneiden die Tesla-Modelle mit einer Reichweite von 451 Kilometer laut dem ADAC Ecotest im Vergleich zur Konkurrenz am besten ab. Die von ADAC ermittelten Reichweiten variieren bei den verschiedenen Modellen zwischen 112 und 451 Kilometer. Die Fahrezeuge verbrauchen dabei zwischen 14,7 kWh und 28,1 kWh pro 100 Kilometer.

Umweltschädliche Lithium-Batterien im Elektroauto

Die Batterien für E-Autos sind aus mehreren Gründen äußerst bedenklich. Neben dem wasserintensiven Abbau von Lithium wird bei ihrer Produktion zudem auf den Rohstoff Cobalt zurückgegriffen. Auch diese Ressource ist nur begrenzt verfügbar, sodass ihr Abbau sich äußerst aufwendig gestaltet – auf Kosten der Natur. Viele der Rohstoffe stammen zudem aus China oder der Demokratischen Republik Kongo, wo bei der Förderung nicht nur Menschenrechte verletzt werden, sondern auch die Umwelt durch die Verschmutzung von Flüssen und Böden zunehmend zerstört wird.

Ein weiteres Problem, das Sie bedenken müssen, wenn Sie mit dem Gedanken spielen, sich ein E-Auto anzuschaffen, ist die Frage, wohin im Anschluss mit der Batterie? Lithium kann bisher nicht recycelt werden. Viele Wissenschaftler und Experten arbeiten zwar an einer Möglichkeit, die Akkus von Elektroautos wiederzuverwenden, doch so weit ist die Forschung bisher noch nicht. Es muss sich zukünftig also noch einiges in der Batterietechnik ändern, damit ein umweltfreundliches Recyclingverfahren umgesetzt werden kann.

Strom-Mix beim E-Auto Betrieb: Ökostrom ist Bedingung

Während ihrer Nutzungsdauer gelten Elektroautos zwar als schadstofffrei, Kohlendioxid wird aber indirekt dennoch bei ihrem Betrieb produziert: So stammt der Strom, der die E-Autos antreibt, teilweise aus Atom-, Wasser- und Kohlekraftwerken, die Energie weder ressourcenschonend noch klimaneutral gewinnen und zudem teils durchaus gefährlich für unsere Gesundheit sind. Vor allem das für die Energieerzeugung genutzte Schwermetall Uran ist aufgrund seiner Strahlung hierbei mehr als bedenklich und wirft immer wieder die Frage nach geeigneten Lagerorten für den anfallenden Atommüll auf.

Wie viel geringer der Emissionsausstoß eines Elektroautos gegenüber einem Auto mit Verbrennungsmotor ausfällt, richtet sich nach dem Strommix eines jeweiligen Landes. Steigt der Anteil erneuerbarer Energien in Zukunft an und nimmt im Gegenzug die klimabelastende Energiegewinnung in Atom-, Wasser- sowie Kohlekraftwerken ab, wird auch der Betrieb der Elektroautos bald schon deutlich umweltfreundlicher. Je mehr Ökostrom von Elektroautos genutzt wird, umso besser ist schließlich auch deren Ökobilanz.

 

Stromkosten vs. Benzinkosten

Laut einer Umfrage im Auftrag des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) wollen knapp zwei Drittel der Verbraucher ihr E-Auto zu Hause mit Strom betanken. Im Mai 2021 kostet Haushaltsstrom in Deutschland durchschnittlich 30,37 Cent pro kWh. Nimmt man den durchschnittlichen Stromverbrauch aktueller E-Autos laut dem ADAC Ecotest als Grundlage, ergeben sich Kosten von rund 6,30 Euro pro 100 Kilometer. Rechnet man mit dem durchschnittlichen Benzinverbrauch in Deutschland und dem aktuellen Preis für Superbenzin (Mineralölwirtschaftsverband e. V.), ergibt das Kosten von 11,88 Euro pro 100 Kilometer – Benzinkosten sind demnach durchschnittlich 89 Prozent höher als die Stromkosten für ein E-Auto. Eine repräsentative YouGov-Umfrage im Auftrag von CHECK24 ergab, dass 23 Prozent der Befragten die Stromkosten für höher halten im Vergleich zu Benzin. 21 Prozent schätzen, die Kosten liegen etwa gleich hoch. 29 Prozent beurteilen das Verhältnis korrekt und halten Autostrom für günstiger als Benzin. Das bedeutet, dass 44 Prozent der Verbraucher die Stromkosten für E-Autos falsch einschätzen. Für alle diejenigen, die ihr Fahrzeug zu Hause aufladen, lassen sich die Kosten durch einen günstigen Stromanbieter enorm reduzieren.

Vor- und Nachteile von Elektrofahrzeugen im Überblick

Vorteile

  • Elektrofahrzeuge fahren emissionsfrei
  • Geringe Lautstärke
  • Energieeffizientes Fahren
  • Teilweise bevorzugte Behandlung im Straßenverkehr und mancherorts gebührenfreies Parken

Nachteile

  • Umweltbelastende und knappe Rohstoffe beim Herstellungsprozess notwendig
  • Das Lithium in den Akkus kann bisher nicht recycelt werden
  • Begrenzte Reichweite

Fazit: E-Motoren können zur Zukunft der Mobilität werden

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass bei Elektrofahrzeugen insbesondere während der Nutzungsdauer ihr umweltfreundliches Potenzial zur Geltung kommt. Im Stadtverkehr sind E-Autos aus Klimasicht bereits heute die deutlich überlegenere Alternative aufgrund ihrer hohen Energieeffizienz, da beim Bremsen Energie in die Batterie zurückfließt. Damit elektrobetriebene Fahrzeuge in Zukunft im gesamten Straßenverkehr umweltfreundlicher im Vergleich zu Autos mit Verbrennungsmotoren sind, benötigen wir deutlich mehr Ökostrom aus regenerativen Quellen, wie zum Beispiel durch Wasser- und Windkraftanlagen.

Beim Produktionsprozess von Elektrofahrzeugen zeigt sich dagegen eher eine negative Bilanz im Vergleich zu Autos mit Verbrennungsmotoren. Besonders der Einsatz von umweltbelastenden Materialien in der Herstellungsphase ist hier mit ein Hauptproblem. Die Politik und die Autohersteller müssen sich um Alternativen zu Cobalt und Lithium sowie um neue Methoden des Recyclings bemühen.
Findet die Energiewende wie geplant statt und läuft die Produktion von E-Autos in Zukunft mit erneuerbaren Energien und mit rohstoffeffizienten Produktionsweisen, können die Elektromodelle zu der umweltfreundlichen Alternative im gesamten Straßenverkehr werden, für die sie jetzt schon gehalten werden.

Falls Sie nicht dazu bereit sind auf ein Elektroauto umzusteigen, können Sie auch von Zuhause aus etwas für die Umwelt tun und beispielsweise zu einem Ökostromanbieter wechseln.


CHECK24 Energieexpertin Johanna Röttig Johanna Röttig
CHECK24 Energieexpertin
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