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Elementarschäden: Anzahl der versicherten Hausbesitzer nimmt zu

München, 5.4.2017 | 11:52 | che

Die Anzahl der Hausbesitzer, die sich gegen Elementarschäden versichern, hat sich in den letzten 15 Jahren verdoppelt. Das teilte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) am Mittwoch in Berlin mit. Demnach liegt die Quote der Versicherten nun bei 40 Prozent – rund drei Prozent höher als noch im Vorjahr.

Ein Haus wird durch Hochwasser beschädigt.Die Zahl der Hausbesitzer, die sich gegen Hochwasser versichern, steigt kontinuierlich.
Im Bundesdurchschnitt ist die Zahl der Wohngebäudeversicherungen, die Elementarschäden miteinschließen, insgesamt angestiegen. 40 Prozent der Hausbesitzer sind nun ausreichend versichert. Der Versicherungsschutz gegen Überschwemmungen infolge von Starkregen ist sogar noch höher und liegt bei 43 Prozent.

Einer der Geschäftsführer des GDV, Bernhard Gause, zeigt sich erfreut: „Der Anstieg der Versicherungsdichte gegen Elementargefahren zeigt, dass die Verbraucher zunehmend für die Gefahr Starkregen sensibilisiert sind und die Informationskampagnen in zahlreichen Bundesländern wirken“. Insgesamt neun Bundesländer haben solche Aufklärungskampagnen inzwischen gestartet, weitere werden folgen.

Gerade die Hochwassergefahr wird von vielen Hausbesitzern nach wie vor unterschätzt. Trotz der ansteigenden Versicherungsdichte sind immer noch rund elf Millionen Hausbesitzer in Deutschland nicht ausreichend abgesichert. Viele unterlägen dem Irrglauben, so der GDV, dass die Wohngebäudeversicherung allein ausreiche, um das Haus gegen sämtliche Gefahren zu versichern. Dabei gehörten Elementargefahren nicht zum Standardschutz und müssten zusätzlich versichert werden.

Ohne den entsprechenden Versicherungsschutz können Schäden durch Elementargefahren für Hausbesitzer existenzbedrohend sein. Zukünftig könnte das für nicht ausreichend Versicherte noch brenzliger werden: Als erstes Bundesland hat Bayern angekündigt, keine Staatshilfen mehr an Hochwasseropfer zu zahlen, deren Häuser versicherbar gewesen wären.
 

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