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Studie: Deutsche unterschätzen Hochwassergefahr

München, 14.9.2016 | 15:25 | kro

Viele Hausbesitzer in Deutschland unterschätzen das Risiko, Opfer von Hochwasser oder Überschwemmungen zu werden. Das zeigt eine am Mittwoch veröffentlichte Studie des Marktforschungsunternehmens GfK im Auftrag des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).
 

Tastatur mit Taste UmfrageLaut der GfK-Umfrage unterschätzen viele Hausbesitzer die Hochwassergefahr.
Demnach sind zwei Drittel der Eigenheimbesitzer davon überzeugt, dass sie nie von Hochwasser betroffen sein werden. Überschwemmungen halten zudem nur zwölf Prozent der Befragten für gefährlich. Dies ist ein großer Unterschied zur Einschätzung anderer Gefahren – Feuer etwa stufen ganze 90 Prozent als gefährlich ein.

Zudem glauben 93 Prozent der Hausbesitzer, gegen Naturgefahren jeglicher Art versichert zu sein. Dies stimmt in den meisten Fällen nicht. „Vielen ist nicht bewusst, dass ihre Gebäudeversicherung zwar Schäden durch Feuer, Sturm oder Hagel abdeckt, nicht aber Schäden durch Starkregen oder Hochwasser“, erläutert GDV-Präsident Alexander Erdland.

Für diesen Schutz ist eine zusätzliche Elementarschadenversicherung erforderlich. 51 Prozent der Umfrageteilnehmer haben keine solche Versicherung abgeschlossen, weil sie diese für zu teuer halten.

Ein weiteres Ergebnis der Studie: Bei 96 Prozent der Befragten mit Elementarversicherung war der Abschluss sofort möglich, bei den restlichen vier Prozent unter Auflagen – zum Beispiel nach individueller Prüfung oder mit Zuschlägen. Die Anzahl der Interessierten, die überhaupt keine Elementarschadenversicherung bekommen haben, ist der Studie zufolge statistisch kaum messbar.
 

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