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Strom sparen: Die Top 13 Tipps

17.07.2019

Stromsparen im Alltag ist nicht schwer und schont Klima und Geldbeutel. Es gibt vielfältige Möglichkeiten, den Stromverbrauch zu senken und den CO2 Ausstoß zu reduzieren. Dabei ist es wichtig auf das eigene Nutzungsverhalten zu achten, es gegebenenfalls zu ändern und den tatsächlichen Stromverbrauch von Haushaltsgeräten zu kennen. Tun Sie dies nicht, können Sie für Ihre Geräte ganz leicht den Stromverbrauch berechnen. Wir zeigen Ihnen ein paar simple Tipps und Tricks, mit denen Sie eine Menge Strom und Geld sparen können. Dabei ist es wichtig auf das eigene Nutzungsverhalten zu achten, es gegebenenfalls zu ändern und den tatsächlichen Stromverbrauch von Haushaltsgeräten zu kennen. Tun Sie dies nicht, können Sie für Ihre Geräte ganz leicht den Stromverbrauch berechnen. Wir zeigen Ihnen ein paar simple Tipps und Tricks, mit denen Sie eine Menge Strom und Geld sparen können. 

Wie spare ich Energie?

  1. Aufladekabel aus der Steckdose ziehen, wenn kein Smartphone oder anderes Gerät aufgeladen wird, sonst wird auch weiter Strom verbraucht.
  2. Geräte nicht im Stand-by-Modus lassen, denn sie verbrauchen immer weiter Strom.
  3. Von Waschmaschine und Trockner nach dem Gebrauch den Stecker aus der Steckdose abziehen, denn auch hier steht die Maschine minimal unter Spannung, was sich an der Stromuhr bemerkbar macht.
  4. Kleine Geräte verwenden, wenn man in einem Singlehaushalt lebt. Diese verbrauchen meistens deutlich weniger Strom.
  5. Kochen mit Deckel: Mit einem passenden Deckel lassen sich bis zu 75 % der Energie bei Elektroherden einsparen.
  6. Tiefkühl-Pizzen vorher auftauen lassen: Die verkürzte Backzeit spart Energie.
  7. Wasser im Wasserkocher zum Kochen bringen. Hier liegt der Wirkungsgrad bei über 90 %. Der Topf bringt es dagegen gerade Mal auf 40 %. 
  8. Beim Wäschewaschen Temperatur verringern: Wäscht man anstatt bei 60 °C bei 40 °C, wird etwa die Hälfte an Strom eingespart.
  9. Wäsche an der Luft trocknen. So muss der Trockner gar nicht erst angestellt werden.
  10. Warme Lebensmittel erst abkühlen, bevor sie in den Kühlschrank oder ins Gefrierfach kommen. Auch eine gute Übersicht im Kühlschrank hilft dabei, die Tür nur kurz offen zu lassen, so muss nicht stark nachgekühlt werden.
  11. Kühlschränke und Gefriergeräte optimal einstellen und nicht direkt neben die Heizung oder in starke Sonneneinstrahlung stellen. Die optimale Temperatur liegt laut dem Deutschen Mieterbund für Kühlschrank bei 7 °C und für Gefriergeräte bei -18 °C.
  12. Die maximale Füllmenge bei Waschmaschine, Trockner und Geschirrspüler ausnutzen. Spar- oder Ökoprogramme nutzen.
  13. Beim Ofen lässt sich mit Umluft meistens die Temperatur um etwa 20 °C senken. Auch wird die Garzeit häufig kürzer. Beim Backen und Garen auch die Nachwärme nutzen.

Strom sparen im Haushalt

Nahezu alle Geräte, die wir im Haushalt nutzen, benötigen Strom. Am leichtesten ist es daher, mit dem Strom sparen im eigenen Zuhause zu beginnen. In jedem Zimmer verstecken sich Stromfresser, die durch ein paar einfache Regeln stromsparender und effektiver genutzt werden können. Obwohl die Energieeffizienz von Elektrogeräten stetig verbessert wird, ist dennoch das Nutzungsverhalten entscheidend. Auch manche Angewohnheit kann die Stromrechnung unnötig in die Höhe treiben. In diesem Ratgeber haben wir die besten Stromspartipps für sie zusammengefasst.

Strom sparen im Haushalt

So sparen Sie im Haushalt Strom

Viele Elektrogeräte lassen den Stromverbrauch im Haushalt in die Höhe schnellen. Das wollen wir ändern: Welche Geräte in unserem Zuhause die größten Stromfresser sind und wie Sie den Stromverbrauch senken können, zeigen wir Ihnen hier. Wer unsere Tipps beherzigt, spart Energie, tut etwas für die Umwelt und freut sich über eine weniger hohe Stromrechnung. Prinzipiell gilt: Wenn Sie sich ein neues Gerät anschaffen, achten Sie auf die Energieeffizienzklasse. So gehen Sie sicher, dass Sie sich keinen „Stromfresser“ anschaffen.

Der Computer ist ein Stromfresser

Computer / Büro

Wir verbringen zunehmend mehr Zeit vor dem PC – das macht sich natürlich auch bei unserem Stromverbrauch bemerkbar. Mittlerweile gehören Computer, Laptop, Tablets sowie Drucker und weiteres Zubehör zu den größten Stromfressern im Haushalt. Wer hier sparen will, sollte vor allem auf die Größe seines Monitors achten: Je größer der Bildschirm, desto höher der Energieverbrauch. Auch die Helligkeit des Bildschirms zu reduzieren, spart Strom. Und bei Drucker und Co. gilt wie für alle anderen Geräte: Standby-Modus vermeiden!

TV und Audio-Anlagen können Stromfresser sein

TV und Audio

Nur geringfügig weniger Strom als für PC und Co. geh auf das Konto von TV- und Audiogeräten: Fernseher, DVD-Player, HiFi-Anlage und Radio haben einen Anteil von fast 13 Prozent am Gesamtstromverbrauch eines Privathaushalts. Wer Fernseher und Co. hingegen immer ausschaltet, anstatt sie im Standby-Modus laufen zu lassen, kann sehr viel Strom sparen. Der Fernseher sollte außerdem nicht zu groß sein, sondern zur Zimmergröße und dem Abstand zum Sofa passen. Auch hier hängt der Stromverbrauch nämlich von der Bildschirmgröße ab.

der Kühlschrank als versteckter Stromfresser im Haushalt

Kühlschrank

Auf Platz 3 der größten Stromfresser im Haushalt folgt der Kühlschrank. Da er in Dauerbetrieb ist, lohnt sich der Austausch eines alten Geräts durch ein neues mit hoher Energieeffizienzklasse besonders. Dabei gilt: Die Größe der Haushaltsgröße anpassen – ein Singlehaushalt benötig keinen Riesen-Kühlschrank. Er sollte zudem an einem schattigen, kühlen Ort stehen, damit er nicht zusätzlich gegen die Raumluft ankühlen muss. Wer das Gerät dann nicht überfüllt und regelmäßig abtaut, spart zusätzlich Strom und Geld.

das Kochen verbraucht 11% des Haushaltsstroms

Kochen

Rund 11 Prozent des Haushaltsstroms werden beim Kochen „verbraten“. Dabei können Sie auch beim Zubereiten von Mahlzeiten mit ein paar Tricks ganz leicht Strom sparen: Verwenden Sie einen Wasserkocher, anstatt einer Herdplatte, nutzen Sie beim Kochen Topfdeckel oder gleich einen Dampfkochtopf. Achten Sie zudem immer darauf, dass Herdplatte und Kochtopf die gleiche Größe haben. Auch beim Backen kann viel Energie gespart werden, wenn auf das Vorheizen verzichtet wird. Dies ist bei neuen Geräten nicht mehr nötig.

Licht als versteckter Stromfresser

Licht

Dank LEDs und Co. verbrauchen wir für die Beleuchtung unserer vier Wände deutlich weniger Strom als noch in den vergangenen Jahren. Wer noch alte Leuchten nutzt, sollte diese schleunigst austauschen. Energiesparlampen gibt es in mehreren Lichtabstufungen und auch als dimmbare Version. Beim Kauf muss jedoch darauf geachtet werden, ob sich die Lampe für den Dimmer eignet. Außerdem sollten auch dimmbare Energiesparlampen die ersten hundert Stunden mit voller Helligkeit betrieben werden.

Stromfresser Heizungspumpe

Heizungspumpe

Rund 11 Prozent des Haushaltsstroms werden beim Kochen „verbraten“. Dabei können Sie auch beim Zubereiten von Mahlzeiten mit ein paar Tricks ganz leicht Strom sparen: Verwenden Sie einen Wasserkocher, anstatt einer Herdplatte, nutzen Sie beim Kochen Topfdeckel oder gleich einen Dampfkochtopf. Achten Sie zudem immer darauf, dass Herdplatte und Kochtopf die gleiche Größe haben. Auch beim Backen kann viel Energie gespart werden, wenn auf das Vorheizen verzichtet wird. Dies ist bei neuen Geräten nicht mehr nötig.

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Wäschetrockner

Durchschnittlich 7 Prozent unseres insgesamt verbrauchten Stroms benötigt allein der Wäschetrockner. Natürlich ist er äußerst praktisch, doch wer Strom sparen und seine Energiekosten reduzieren möchte, sollte die Wäsche nach Möglichkeit lufttrocknen. Vor allem im Sommer kann auf den Wäschetrockner gut verzichtet werden. Wenn die Wäsche zudem ordentlich geschleudert ist, trocknet sie schneller. Wer auf den Trockner absolut nicht verzichten möchte, sollte den Platz in der Trommel zumindest gut ausnutzen.

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Spülen

Sie ist bequem und stromsparend: die Spülmaschine. Das Geschirr, Gläser und Besteck in der Spülmaschine zu reinigen, verbraucht außerdem deutlich weniger Wasser und Energie als das Spülen per Hand. Folgende Tipps optimieren den Verbrauch noch weiter: Nutzen Sie das sparsame eko-Programm, wenn das Geschirr normal verschmutzt ist, spülen Sie nur, wenn die Maschine voll beladen ist und lassen Sie die Vorwäsche per Hand weg. Lediglich stark verschmutzte Töpfe und Pfannen sollten vorher eingeweicht werden.

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Waschmaschine

Die Waschmaschine verbraucht gut 5 Prozent unseres Stroms. Auch hier gilt: Wer ein paar Tricks beachtet, vermeidet beim Wäsche waschen unnötigen Stromverbrauch. In der Regel reicht eine Waschtemperatur von bis zu 40 Grad völlig aus und ist auch in puncto Hygiene  absolut unbedenklich. Mit einer Fleckenvorbehandlung wird die Wäsche auch bei niedrigen Temperaturen sauber. Dass die Maschine nicht nur wegen des Lieblings-T-Shirts, sondern ausschließlich voll befüllt gestartet werden sollte, versteht sich von selbst.

Herd und Backofen

11% des gesamten Haushaltsstroms werden beim Kochen verbraucht. Wer beim Kochen und Backen nicht zu viel Strom „verbraten“ möchte, sollte diese einfachen Hinweise beachten:

  • Wasserkocher statt Herd
  • Mit Topfdeckel kochen
  • Topf und Herdplatte sollten die gleiche Größe haben
  • Wärmeisoliertes Kochgeschirr verwenden
  • Zum Aufwärmen Mikrowelle benutzen
  • Vorheizen von Backöfen vermeiden
Spülmaschine

Die Spülmaschine benötigt 6 % des Haushaltsstroms. Und obschon die landläufige Meinung anders ist: Von Hand zu spülen verbraucht deutlich mehr Wasser und Strom. Mit dem richtigen Gerät und den passenden Programmen lässt sich viel Wasser und Energie sparen. 

Stromspar-Tipps:

  • Spülmaschine statt Handwäsche
  • Spülmaschine nur voll beladen anstellen
  • In der Regel reicht eine Spültemperatur von 50°C
  • Sparprogramm nutzen
  • Keine Vorwäsche mit der Hand
  • Stark verschmutztes Geschirr einweichen
     
Kühlschrank

Kühlen und Gefrieren haben einen Anteil von 17 % am Stromverbrauch eines durchschnittlichen Haushalts. 

Stromspar-Tipps:

  • Kühler Standort für den Kühlschrank
  • Mindestens 10 cm Abstand zur Wand
  • Richtige Größe: Kleiner Haushalt - kleines Gerät
  • Nicht überladen – 70 % Befüllung ist optimal
  • Gefrierschrank bzw. –fach Regelmäßig abtauen
  • Kühlschrank vor dem Urlaub ausräumen und abstellen
     
Fernseher / Multimedia-Geräte

13 % unseres Stroms verbrauchen Fernseher und Multimedia-Geräte – Tendenz steigend.

Stromspar-Tipps:

  • Je kleiner der Bildschirm, desto kleiner der Verbrauch
  • Helligkeit des  Bildschirms verringern
  • TV-Gerät mit Ausschalttaste wählen
  • Generell Stand-by vermeiden, etwa durch Steckdosenleisten mit Ausschalter
     
Beleuchtung

Der Anteil der Beleuchtung an unserem Gesamtstromverbrauch geht dank Energiesparlampen zurück. Er beträgt heute im Schnitt 11 %.

Stromspar-Tipps:

  • Alte Glühbirnen durch Energiesparlampen tauschen
  • Auf die Lichtfarbe achten: Energiesparlampen gibt es auch in weichen Lichtabstufungen
  • Energiesparlampen gibt es auch in Birnenform
  • Helligkeit ist am Lumen-Wert erkennbar
  • Auch Weihnachts- oder Gartenbeleuchtung mit LEDs wählen
     
Computer / Büro

Bürogeräte wie PC und Drucker verbrauchen 14 % unseres Haushaltsstroms. Anders als bei anderen Geräten gibt es für Computer und Laptop noch keine einheitlichen Energieeffizienzklassen. Dennoch gibt es auch im Büro viel Potenzial zum Strom sparen.

Stromspar-Tipps:

  • Beim Kauf auf die Label „Blauer Engel“, „Epeat Gold“ oder „TCO“ achten
  • Laptop statt Desktop-Rechner
  • Bei Desktop-Rechnern kleineren Monitor wählen
  • Helligkeit reduzieren
  • Bei Computer, Scanner, Drucker und Co. Stand-by vermeiden
     
Heizung

Auch wer mit Gas oder Öl heizt, benötigt Strom fürs Heizen. Denn die Umwälzpumpen, die für die Heizung benötigt werden, verbrauchen auch Strom – und das oftmals nicht zu knapp. An unserem Gesamtstromverbrauch haben sie im Schnitt einen Anteil von 7%.

Energiespar-Tipps:

  • Alte Heizungspumpen erneuern
  • Raumtemperatur um ein Grad senken
  • Heizkörper nicht mit Möbeln verstellen
  • Stoßlüften statt Fenster kippen
  • Programmierbare Thermostate verwenden
Heizung

Auch wer mit Gas oder Öl heizt, benötigt Strom fürs Heizen. Denn die Umwälzpumpen, die für die Heizung benötigt werden, verbrauchen auch Strom – und das oftmals nicht zu knapp. An unserem Gesamtstromverbrauch haben sie im Schnitt einen Anteil von 7%.

Energiespar-Tipps:

  • Alte Heizungspumpen erneuern
  • Raumtemperatur um ein Grad senken
  • Heizkörper nicht mit Möbeln verstellen
  • Stoßlüften statt Fenster kippen
  • Programmierbare Thermostate verwenden
Waschmaschine

Ein durchschnittlicher Haushalt verbraucht 5 % des Gesamtstroms beim Waschen. Viel Einsparen kann hier, wer mit niedrigen Temperaturen wäscht und einige weitere Tipps beachtet.

Stromspar-Tipps:

  • Waschmaschine nur voll befüllt anschalten
  • Auf Vorwäsche verzichten
  • Waschtemperatur von 20 bis 40°C reicht in der Regel aus
  • Flecken vorbehandeln
  • Stark verschmutzte Wäsche gleich in die Maschine
Wäschetrockner

Ein Wäschetrockner ist ein wahrer Stromfresser. Im Schnitt benötigt der Trockner 7 % unseres insgesamt verbrauchten Stroms.

Stromspar-Tipps: 

  • Wäsche gut schleudern 
  • Wenn möglich Wäsche lufttrocknen lassen
  • Trockner immer voll befüllt starten

Stromverbrauch in Deutschland

2018 wurden in Deutschland 556 Milliarden Kilowattstunden Strom verbraucht. Damit liegt Deutschland zwar noch hinter den Spitzenreitern China, USA und Russland. Doch in der Europäischen Union sind wir die größten Stromverbraucher, weltweit belegen wir Platz 6.

CO2-Ausstoß pro Person in Deutschland nach AlltagsbereichenDies macht sich auch beim CO2-Ausstoß bemerkbar: Jeder Deutsche produziert jährlich durch Alltagsaktivitäten wie Autofahren, Essen, Einkaufen und Kochen etwa 11 Tonnen Treibhausgase. Um dem Klimawandel wirklich entgegenzuwirken, muss der Kohlendioxidausstoß in Deutschland deutlich gesenkt werden.

Wer die eigene CO2-Bilanz verbessern möchte, sollte Ökostrom beziehen und versuchen, so wenig Strom wie möglich zu verbrauchen. Ein erster Schritt ist beispielsweise das Vermeiden des Stand-by-Modus. Überprüfen Sie außerdem Ihre Geräte, indem Sie einfach und schnell deren Stromverbrauch berechnen und finden Sie so heraus, wo es sich richtig lohnt Strom zu sparen. Oft lohnt sich auch ein Austausch von Elektrogeräten. Denn in die Jahre gekommene Geräte sind zum Teil wahre Stromfresser. 

Energieverbrauch pro Person (in kWh)

Energieverbrauch in ausgewählten Ländern

Betrachtet man den Energieverbrauch pro Person, so heißt ein sehr hoher Energieverbrauch nicht unbedingt, dass die Bewohner viel Strom, Gas und Öl verbrauchen. Ein Extremfall ist Island: Das bevölkerungsarme Land in Nordeuropa sticht durch seinen Energieverbrauch unter allen betrachteten Ländern hervor. Dies liegt daran, dass sich in Island viele Unternehmen der sehr energieintensiven Siliziummetall- und Aluminimindustrie niedergelassen haben. Island kann aufgrund seiner natürlichen Ressourcen günstig große Mengen Strom aus Wasserkraft und Erdwärme gewinnen und diesen günstig an die Unternehmen weitergeben.

Dennoch tragen Privathaushalte auch einen beträchtlichen Anteil am Energieverbrauch eines Landes. In den USA und auch Deutschland ist dieser Anteil deutlich höher als etwa in China, obwohl das Land weltweit den höchsten Gesamtenergieverbrauch hat. Somit ist es wichtig, dass auch Privathaushalte Energie einsparen.

Goodbye Stand-by

Strom sparen durch Vermeidung von Stand byEs gibt zwei Arten von Leerlaufverlusten: den Stand-by-Modus und das sogenannte Schein-Aus. Während das Gerät im Stand-by jederzeit ohne längere Wartezeit wieder aktiviert werden kann, hält das Schein-Aus keine Nutzfunktion bereit. So sind viele Geräte nur scheinbar ausgeschaltet, verbrauchen aber dennoch Strom. Unter anderem taucht dieser Effekt bei Anrufbeantwortern, Netzteilen, DSL-Routern und schnurlosen Telefonen auf. Auch hier gilt: Nur wenn die Elektrogeräte tatsächlich vom Stromnetz getrennt werden, verbrauchen sie keine Energie.

Um Stand-by und Schein-Aus zu vermeiden, gibt es mehrere Arten von Steckdosenleisten. Die einfachste und günstigste Variante ist eine manuell schaltbare Mehrfachsteckdose. Hier können Verbraucher alle Geräte einstecken, die sie häufig miteinander nutzen (zum Beispiel Computer, Scanner, externe Festplatte). Mit einem gemeinsamen Ausschaltknopf können dann alle Apparate gleichzeitig vom Stromnetz genommen werden.

Eine etwas kostspieligere, aber raffiniertere Variante ist die automatische Steckdosenleiste. Sie funktioniert nach dem Master-Slave-Prinzip. Es gibt eine Steckdose für ein übergeordnetes Gerät (Master = „Meister“) und mehrere Steckdosen für untergeordnete Apparate (Slaves = „Sklaven“). Eine Schaltung misst, ob der Master ausgeschaltet wird oder in den Stand-by-Betrieb fällt. Sobald dies geschieht, werden automatisch die verbundenen Slave-Geräte vom Stromnetz getrennt. Wird der Master wieder eingeschaltet, werden auch die anderen Geräte wieder in Betrieb genommen. Aufgrund der eingebauten Messfunktion haben Master-Slave-Leisten einen Eigenstromverbrauch. Dieser sollte möglichst gering sein (maximal 0,9 Watt), damit der Einspareffekt nicht verloren geht.

 

Tipp

Stand-by vermeiden: Wer bei Fernseher, Computer oder Stereoanlage den Stecker zieht, spart rund 100 Euro und 220 Kilogramm CO2 ein (Jahreswert bei fünf Geräten mit je 10 Watt Stand-By-Leistung).

 

 Wie kann man Strom sparen?

  • Netzteile (zum Beispiel Smartphone-Ladekabel) ausstecken, wenn der Akku nicht geladen wird
  • Steckdosenleiste mit Ausschalter nutzen
  • Master-Slave-Steckleisten für zusammen genutzte Apparate verwenden

Strom sparen mit energieeffizienten Geräten

Bei fast allen Geräten gilt: Weniger ist mehr. Ob Kühlschrank, Fernseher oder PC: Die Größe sollte immer auf den Haushalt abgestimmt sein. Ein Single-Haushalt braucht keinen Riesenkühlschrank und der Fernseher muss nicht die ganze Wand bedecken. Gerade bei Haushaltsgeräten, die einen lange begleiten, wie etwa Wasch- oder Spülmaschinen, lohnt es sich, auf Qualität und Energieeffizienz zu achten.

 

EU-Effizienzlabel

Um ein möglichst effizientes Gerät zu finden, helfen die EU-Energielabel. Auf den Etiketten finden Verbraucher neben den Effizienzklassen und dem jährlichen Stromverbrauch auch wichtige zusätzliche Eigenschaften. So wird etwa bei Kühlschränken, Spül- und Waschmaschinen die Geräuschentwicklung angegeben. Wenn ein Gerät im Betrieb sehr laut ist, kann das im Alltag extrem stören. Moderne Waschmaschinen beispielsweise können sehr leise sein. So gibt es mittlerweile Geräte, die im Waschbetrieb nur einen Geräuschpegel von etwa 45 Dezibel entwickeln. Somit liegen sie in etwa im Lautstärkebereich eines normalen Zimmergesprächs, das zwischen 40 und 60 Dezibel angesetzt wird. Ein Blick auf das Energie-Label lohnt sich also auch, um möglichst leise Elektrogeräte zu finden.

Sich neue Apparate anzuschaffen ist zwar nicht ganz billig, aber die Betriebskosten einer alten, energiefressenden Maschine summieren sich über die Jahre. Die Anschaffung eines stromsparenden Neugeräts zahlt sich meist schon nach dem ersten Jahr aus. Die folgende Grafik zeigt, wie viel Geld sich sparen lässt, wenn die jeweils beste Energieeffizienzklasse gewählt wird:

Strom sparen durch bessere Energieeffizienzklassen

Trotz der Weisheit, dass neue Geräte effizienter sind, als alte, sollte darauf geachtet werden, dass auch bei der Herstellung von Haushaltsgeräten und Elektrogeräten Strom verbraucht wird, wenn diese hergestellt werden. Smartphones erscheinen fast jedes Jahr neu, doch sind viele Funktionen nicht notwendigerweise auf einen jährlichen Wechsel des Gerätes ausgelegt. So lässt sich neben Strom auch Geld sparen.

Stromkosten senken, Klima schonen

Um die größten Stromfresser im Haushalt aufzuspüren und die Stromkosten zu senken, eignen sich Strommessgeräte. Hier sollte darauf geachtet werden, wie groß der Messbereich ist. Manche Messgeräte können erst eine Leistung ab fünf Watt erkennen. Alles was darunter liegt, wird nicht angezeigt. Um Stand-by-Verluste aufzuspüren, eignen sich deshalb nur präzise Apparate, die auch kleine Energiemengen wahrnehmen. Wer sich nicht extra ein Strommessgerät kaufen möchte, kann bei vielen Stromanbietern oder Energieberatungsstellen eines ausleihen. Wer alle Energiespar-Tipps beherzigt, kann seine jährlichen Stromkosten um bis zu 478 Euro senken. Dabei wird nicht nur die Haushaltskasse entlastet, sondern auch mit einer jährlichen CO2–Ersparnis von 929 Kilogramm das Klima geschont.

So viel Geld und CO2 ersparen Sie sich mit diesen Maßnahmen im Haushalt
Sparmöglichkeit jährliche Ersparnis CO2-Ersparnis
Wasserkocher statt Herd 10 € 20 kg
Schnellkochtopf 17 € 34 kg
Öko-Spülprogramm 31 € 62 kg
richtige Kühlschrank-Größe 38 € 52 kg
Kühlschrank-Temperatur senken 10 € 20 kg
kleine PC- und TV-Monitore 33 € 65 kg
Stand-by vermeiden 100 € 200 kg
Energiesparlampe 19 € 36 kg
niedrige Waschtemperaturen 110 € 220 kg
Heizungspumpe austauschen 110 € 220 kg
Ersparnis 478 €* 929 kg*
Kundenbewertungen
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