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Private Rentenversicherung Ratgeber

Altersvorsorge in Rentenfonds

Die Einzahlungen werden in Wertpapieren angelegt. Das bedeutet auf der einen Seite ein größeres Risiko, bietet aber auf der anderen Seite die Möglichkeit höherer Renditen. Der Aktienmarkt ist großen Schwankungen unterworfen. Die Fondsmanager achten bei Rentenfonds besonders auf sichere Anlagen, trotzdem sind Verluste möglich. Auch auf die Kosten einer Anlage muss geachtet werden. Deshalb sollten Sie sich vor Abschluss einer solchen privaten Altersvorsorge gründlich informieren.

Der richtige Zeitpunkt

Auch wenn man als junger Mensch am Anfang der beruflichen Laufbahn den Gedanken an das Rentenalter gerne verdrängt: Je früher eine private Renten-Versicherung abgeschlossen wird, desto vorteilhafter ist es für den Versicherten. Grund: im Rahmen der privaten Rentenversicherung müssen im jungen Alter des Versicherungsnehmers wesentlich geringere monatliche Beiträge geleistet werden, um auf die gleiche Zielrente zu kommen wie ein älterer Versicherungsnehmer. So zahlt ein Versicherungsnehmer, der 20 Jahre jünger ist als eine Vergleichsperson, einen Bruchteil des Beitrags des älteren Versicherungsnehmers ein, um später auf den gleichen Rentenversicherungsbetrag zu kommen.

Es empfiehlt sich daher, schon früh an eine private Altersvorsorge zu denken und entsprechende Schritte einzuleiten. Warten Sie damit nicht unnötig lange, damit Sie in den Genuss relativ geringer Beiträge kommen können.

Die klassische private Rente

Im Grunde genommen handelt es sich hierbei um ein Sparbuch. Der Versicherte leistet seinen Beitrag, bekommt eventuelle Zulagen (Riester-Rente). Von diesen Zahlungen werden Bearbeitungsgebühren abgezogen, der Rest des Geldes wird verzinst. Die Versorgung wächst stetig.

Ein solcher Sparplan ist eine sichere Angelegenheit. Die Grundverzinsung ist garantiert, die Höhe der Mindestrente ist von vornherein bekannt. Gibt es Überschüsse, wird die Rente aufgestockt.

Die richtige Höhe der Sparrate für eine private Rentenversicherung

Die Höhe der Sparrate hängt von individuellen Faktoren des Kunden ab. So spielt beispielsweise das Alter des Kunden eine Rolle und ebenfalls das bisherige Einkommen.

Grundsätzlich sollten Sie die Höhe der Sparrate so wählen, dass die spätere Versicherungsleistung, die private Rente, die vorhandene Versorgungslücke schließt. Die Versorgungslücke ist die Differenz zwischen dem letzten Nettoeinkommen und der später zu erwartenden Zahlung aus der gesetzlichen Rentenversicherung. Wie hoch die monatlichen Einzahlungen sein müssen, kann man unter Angabe der Vertragslaufzeit und der "Zielrente" berechnen.

Die Sofortrente

Die Sofortrente bietet eine gute Möglichkeit, sich kurz vor Erreichen des Rentenalters noch Rentenansprüche zu sichern. Auch wer bereits als Rentner durch Erbschaft oder Abfindung zu einer größeren Geldsumme kommt, kann den Betrag anlegen und eine lebenslange, sofortige Rente erzielen. Sinnvoll ist diese Rentenform auch für Menschen, die nicht langfristig abgesichert sind.

Steuerliche Behandlung

Selbstständige, die nicht der Rentenversicherungspflicht unterliegen, können mit der Rürup-Rente oder der flexiblen privaten Rentenversicherung vorsorgen. Im Bereich der Rürup-Rente bietet sich die Möglichkeit, bereits in der Ansparphase der Rentenversicherung Steuern einzusparen, während bei der flexiblen privaten Rentenversicherung die monatlich gezahlten Renten der günstigen Ertragsanteilbesteuerung unterliegen.

Die Unterschiede die sich heute aus der privaten und betrieblichen Altersvorsorge ergeben, liegen vor allem innerhalb der steuerlichen und sozialversicherungsrechtlichen Behandlung der Rentenversicherungsverträge. Im Bereich der privaten Altersvorsorge muss der Versicherungsnehmer die Beiträge für die private Rente aus dem Nettoeinkommen aufbringen, während die Beiträge zur betrieblichen Altersvorsorge steuer- und sozialversicherungsbefreit sind.

Was Sie vor Abschluss einer Privaten Rentenversicherung bedenken sollten

Die gesetzliche Rente wird für ein sorgenfreies Leben im Alter nicht ausreichen. Gründe dafür, dass die gesetzlichen Rentenleistungen immer mehr sinken, sind die heutige hohe Arbeitslosigkeit, Rentner, die aufgrund gestiegener Lebenserwartung über einen immer längeren Zeitraum Rente beziehen und nicht zuletzt der Geburtenrückgang. Daher hat kaum jemand noch ernsthafte Zweifel an der Notwendigkeit einer privaten Rentenvorsorge.

Wenn Sie sich mit dem Gedanken tragen, eine private Rentenversicherung abzuschließen, sollten Sie folgende Faktoren in Ihre Überlegungen mit einbeziehen.

Je früher man mit der Vorsorge beginnt, desto niedriger sind einerseits die monatlichen Beiträge. Ein weiterer positiver Effekt ist, dass über einen längeren Zeitraum mehr Kapital angesammelt werden kann, was dazu führt, dass die spätere Rente umso höher ausfällt. Zinsen und Zinseszinsen sorgen dafür, dass die Beiträge niedrig bleiben und die Erträge wachsen.

Des Weiteren müssen Sie die Inflation mit einkalkulieren. So sind bspw. in 30 Jahren 1.000.- Euro vielleicht nur noch die Hälfte wert, denn die Kaufkraft ist in den letzten Jahren ständig gesunken. Bedenken Sie, die Rentenhöhe und damit die Beitragshöhe an diesem Gesichtspunkt auszurichten.