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Vorschlag zu Mietpreisbremse: Mieter sollen Höhe der Vormiete erfahren

München, 8.9.2016 | 11:11 | kro

Vermieter von Wohnungen sollten verpflichtet werden, Nachmietern die Höhe der Vormiete mitzuteilen. So lautet ein Vorschlag der SPD zur Nachbesserung der Mietpreisbremse. Wie Süddeutsche Online berichtet, zeigt sich die CDU offen dafür.

Hände über Vertrag bei SchlüsselübergabeDie SPD fordert eine Offenlegungspflicht der Vormiete.
„Wir wollen die Mietpreisbremse nicht verschärfen – aber auch die Union will, dass sie funktioniert“, sagte demnach Jan-Marco Luczak, der wohnungspolitische Sprecher der CDU. Für den Vermieter sei es kein besonderer Aufwand, die Vormiete zu nennen. Deshalb könne sich Luczak vorstellen, der SPD bei diesem Anliegen entgegenzukommen. Eine Entscheidung der Unionsfraktion wurde noch nicht getroffen.

Auch der Deutsche Mieterbund (DMB) fordert bereits seit längerer Zeit eine Pflicht zur Offenlegung der Vormiete. „Mieter können ohne diese Informationen nicht beurteilen, ob die Mietpreisbremsen-Grenze greift oder einer der vielen Ausnahme-Tatbestände“, erläuterte DMB-Bundesdirektor Lukas Siebenkotten.

Die SPD fordert zudem weitere Verschärfungen des Gesetzes – unter anderem die Einschränkung von Mieterhöhungen nach Modernisierungen sowie die Verlängerung des Bezugszeitraums von Mietspiegeln. Diese Forderungen lehnt die Union bislang ab.
 

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