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Weitere Sicherheitstipps gegen Fahrraddiebstahl

Neben der Nutzung eines qualitativ hochwertigen Fahrradschlosses gibt es weitere Sicherheitsmaßnahmen, um einen Fahrraddiebstahl bestmöglich zu verhindern. Erhalten Sie hier zusätzliche Sicherheitstipps zum Schutz Ihres Fahrrads.

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Damit können Sie Ihr Fahrrad sichern:

Fahrrad-Alarm-App

Das Sicherheitssystem einer Fahrrad-Alarm-App besteht aus einem Sender und einem Empfänger. Der Sender reagiert auf Erschütterungen und wird am Fahrrad an einem sicheren Platz angebracht (zum Beispiel in der Satteltasche oder am oder im Rahmen fest verschraubt). Den Empfänger trägt der Fahrradbesitzer mit sich. Sollte das Fahrrad nun bewegt oder gar entfernt werden, überträgt der Sender ein Alarmsignal.

Das Sendesignal funktioniert meist stufenweise. Zum Beispiel wird eine leichte Bewegung durch Leuchtdioden angezeigt. Sollte das Fahrrad jedoch von seinem Stellplatz entfernt werden, ertönt ein akustisches Signal. Ein solches Alarmsystem kann auch über ein Smartphone eingerichtet werden. Hierfür gibt es eigens entwickelte Sender, die mit der auf dem Mobiltelefon installierten App kommunizieren. Unter Umständen können auch Fahrräder, die mit einem solchen Sicherheitssystem ausgestattet sind, über GPS geortet werden.

Sicherung von Fahrradteilen

Sollten Sie einen Fahrraddieb mit der richtigen Sicherungstechnik zur Verzweiflung bringen, könnte sich dieser dennoch über etwas freuen, was Sie vergessen haben zu sichern – hochwertige Fahrradteile. Oftmals lassen sich Teile eines Fahrrads schnell und einfach mit einem Schnellspanner oder einem einfachen Schraubenschlüssel abmontieren. Die Sicherung einzelner Fahrradteile sollte daher nicht vernachlässigt werden, da es viele Diebe ausschließlich auf teure Einzelteile abgesehen haben.

Achten Sie deshalb bereits beim Fahrradkauf darauf, wie die einzelnen Teile des Fahrrads gesichert sind – das gilt vor allem dann, wenn Sie ein hochwertiges Fahrrad und Zubehör kaufen. Sollten Sie diesen Sicherheitsaspekt vernachlässigt haben oder Ihr Fahrrad „tunen“ und gegen Diebstahl schützen wollen, können Sie die Teile auch im Nachhinein mit codierten Verschraubungen sichern.

Codierte Schraubsysteme werden meist in mehr als zweihundert verschiedenen Schraubsatzvarianten angeboten. Selbst ein professioneller Fahrraddieb hat mit Sicherheit nicht alle Schraubenschlüssel zur Hand. Falls doch, wird er am Tatort kaum die Zeit haben, alle Möglichkeiten durchzuprobieren. Die nachfolgende Darstellung zeigt Ihnen, an welchen Stellen ein codiertes Schraubsystem angebracht werden kann.

 

 

Checkliste

  • Wählen Sie den Abstellort mit Bedacht: gut beleuchtet, gut einsehbar, mehrere Fahrräder, sichere Abstellanlage – diese Faktoren erschweren einen Diebstahl enorm.
  • Sind Sie mit Freunden unterwegs, sollten Sie Ihre Fahrräder am besten zusammenschließen und mit einem festen Gegenstand verbinden.
  • Wenn möglich, könnten Sie auch Teile wie zum Beispiel einen Fahrradsattel abmontieren und mitnehmen, sodass er nicht entwendet werden kann.

Selbst wenn Sie sich sämtliche Tipps zu Herzen nehmen und die beiden wichtigsten Sicherheitsregeln – richtig ab- und anschließen – eingehalten haben, sind Sie noch einen Schritt zur bestmöglichen Prävention gegen Fahrraddiebstahl entfernt: der individuellen Kennzeichnung Ihres Rades durch eine Fahrradcodierung. Diese Präventivmaßnahme stellt einen wesentlichen Aspekt beim Diebstahlschutz für Fahrräder dar und komplettiert die bisher vorgestellten Sicherheitsvorkehrungen.

Fahrradcodierung

Der Nutzen einer Fahrradcodierung begründet sich in zwei wesentlichen Punkten:

  1. Codierte Fahrräder lassen sich relativ schnell und einfach identifizieren. Die Codierung erleichtert somit die Aufklärung eines Diebstahls und die Rückgabe des Fahrrads an den rechtmäßigen Besitzer enorm.
  2. Ein Fahrrad, das offensichtlich codiert ist, kann bereits im Vorfeld Fahrraddiebe abschrecken. Ein Dieb weiß genau, dass es schwierig ist, ein registriertes Zweirad zu Geld zu machen.

Eine individuelle und dokumentierte Kennzeichnung durch einen Aufkleber oder eine Kerbe kann bei der Identifizierung ebenfalls hilfreich sein. Sie stellt jedoch keinen eindeutigen Eigentumsnachweis dar und sollte daher als Identifikationsmerkmal nur zusätzlich zu einer Codierung verwendet werden.

Ebenso sollten Sie sich nicht auf die individuelle Rahmen- oder Herstellernummer verlassen. Solche Nummern sind oft nicht einzigartig und lassen sich meist leicht unkenntlich machen, sodass ein Fahrrad dem tatsächlichen Eigentümer nicht mehr zugeordnet werden kann.

Eigentümer-Identifizierungsnummer (EIN)

Eine professionell durchgeführte Kennzeichnung durch einen Code bietet eine große Sicherheit und erlaubt eine eindeutige Identifizierung des Eigentümers. Äußerst effektiv ist die sogenannte EIN-Codierung (Eigentümer-Identifizierungsnummer). Die EIN-Kennzeichnung wird bundesweit verwendet und kann in der Regel bei folgenden Stellen durchgeführt werden:

  • ADFC-Stellen
  • Reparaturwerkstätten
  • Fahrradhändler

Die Eigentümer-Identifizierungsnummer ist eine personalisierte Kennzeichnung und kann von den meisten Fundämtern und Polizeidienststellen in ganz Deutschland problemlos ausgelesen werden. Einige Code-Merkmale erlauben sogar einen sofortigen Rückschluss, ob die Codierung zum angeblichen Besitzer passt oder nicht – ein großes Ärgernis für Gelegenheitsdiebe! Eine Codierung verläuft in
der Regel wie folgt: 

  1. Der Antragsteller weist sich mit seinem Personalausweis aus und belegt mittels Quittung, dass das Fahrrad sein Eigentum ist.
  2. Anhand der Personal- und Fahrraddaten wird ein individueller Code erstellt. Aus dem Code lassen sich die individuellen Daten des Eigentümers auslesen.
  3. Der Code wird rechts oben in das Sattelrohr eingraviert (etwa 0,15 mm tief). Manche speziellen Rahmenformen sind für die Codierung jedoch ungeeignet. Dies gilt beispielsweise für sehr dünne Rahmen und Carbonrahmen.
  4. Abschließend wird die Gravur mit einer Klarsichtfolie gegen Rost geschützt und ist somit auch besser sichtbar.

Die folgende Abbildung zeigt, an welcher Stelle eine Gravur meist durchgeführt wird und wie ein EIN-Code entschlüsselt wird. 

Beispiel für einen EIN-CODE gemäß ADFC

FFB = Fürstenfeldbruck
Landkreisangabe bzw. Kfz-Kennzeichen des Landkreises (auch Umlaute werden verwendet).

123 = Endziffern des amtlichen Gemeindeschlüssels von Germering
Der Gemeindeschlüssel kann bei der Gemeinde-/Stadtverwaltung oder örtlichen Polizeidienstelle erfragt werden. Bei kreisfreien Städten wird die Ziffernfolge „000“ verwendet.
VOG = Vogelweg
Straßenname als Abkürzung; in der Regel 3-8 Stellen
10 = Hausnummer
Hausnummer (maximal dreistellig)
MM = Max Mustermann
Die Initialen des Eigentümers; bei Doppelnamen wird jeweils nur der erste Buchstabe verwendet
13 = 2013
Codierugsjahr

Inzwischen bieten manche Fahrradhändler auch eine elektronische Kennzeichnung an. Dabei wird ein Mikrochip fest im Fahrradrahmen verbaut. Der Chip enthält alle wesentlichen Daten des Fahrrads und Eigentümers. Eine professionelle Codierung in Form einer Gravur hat jedoch gegenüber dem Chip den Vorteil, dass sie sich notfalls mithilfe moderner Kriminaltechniken wieder sichtbar machen lässt, wenn sie zerstört wurde. Zudem lässt sich ein Rad auch dann sehr einfach dem Eigentümer zuordnen, wenn dieser den Diebstahl noch gar nicht bemerkt haben sollte.

Finger weg! - Mein Rad ist codiert!

Es hat sich gezeigt, dass in Gebieten, in denen eine Codierung stark verbreitet ist, die Fahrraddiebstahlquote sinkt und die Aufklärungsquote stark zunimmt. Ein weiteres Mittel, das abschreckend wirken kann, ist ein von der Polizei kostenlos angebotener Aufkleber mit der Aufschrift „Finger weg! – Mein Rad ist codiert!“. Ein solches Zeichen macht Dieben unmissverständlich klar, dass der Eigentümer für den Fall eines Diebstahls vorgesorgt hat.

Eine Fahrradcodierung sollte nicht mit dem Fahrradpass verwechselt werden. Ein Pass fürs Fahrrad dient in erster Linie als Datenquelle und stellt keinen eindeutigen Eigentumsnachweis dar.

Fahrradpass

Der Fahrradpass ist ein weiteres probates Mittel, um der Polizei die Fahndung nach einem gestohlenen Fahrrad zu erleichtern. Zudem lässt sich im Falle eines versicherten Fahrrads der Versicherungsgesellschaft eindeutig und einfach belegen, um welches Fahrrad es sich handelt. Ein guter Fahrradpass enthält mindestens die Rahmennummer, Namen und Anschrift des Fahrradeigentümers, den Fahrradcode sowie ein Bild und eine Beschreibung des Fahrrads.

Die Rahmen- beziehungsweise Herstellernummer finden Sie in der Regel an einer der folgenden Stellen:

A) Steuerkopf
B) vorderes Rahmenrohr
C) Rahmen des Sattels
D) Rahmensitzrohr
E) Tretlagerunterseite
F) Gepäckträgerhalterung
G) Radaufhängung der Hinterradgabel

Checkliste

  • Auf vielen Fahrrädern finden sich diverse Bestell-, Artikel- oder Teilenummern, die nicht individuell vergeben werden und deshalb auch keine eindeutige Identifikation des Fahrradeigentümers erlauben. Dennoch kann die Hersteller- oder Rahmennummer im Falle eines Diebstahls für die Polizei und die Versicherung nützlich sein. Sie sollten daher die Nummer am besten gleich beim Fahrradkauf in Ihren Pass eintragen.
  • Bei der polizeilichen Fahndung und eindeutigen Identifizierung spielt die Codiernummer die entscheidende Rolle.
  • Neuerdings gibt es den Fahrradpass auch als App für das Smartphone.

Um die Sicherheitsvorkehrungen abzurunden, besteht die Möglichkeit, für den schlimmsten aller Fälle vorzusorgen: Ihr Fahrrad wird gestohlen und die Fahndung bleibt erfolglos. Um den materiellen Schaden zu kompensieren, können Sie Ihr Fahrrad versichern.

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