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Ökostrom Zertifikate: Gütesiegel für Ökostrom

Als Ökostrom wird die elektrische Energie bezeichnet, die aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen wird. In Deutschland wird Ökostrom hauptsächlich aus Wasser- und Windkraft gewonnen, aber auch Sonnenenergie, Biomasse und Geothermie werden zur Stromerzeugung genutzt.

Für Ökostrom gibt es verschiedene Zertifikate, die die Herkunft des Stromes transparenter machen sollen:



OK-Power-Label

Das OK-Power-Label wird von Energie Vision e.V. vergeben, einem gemeinnützigen Verein, der im Jahr 2000 von WWF Deutschland, Ökoinstitut e.V. und der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen gegründet wurde. Stromprodukte, die mit dem OK-Power-Label ausgezeichnet wurden, garantieren einen „zusätzlichen Umweltnutzen“. Das heißt der Bezug des zertifizierten Ökostromtarifes führt zum Ausbau erneuerbarer Energien. Der Ökostromanbieter muss den Neubau von Kraftwerken auf der Basis erneuerbarer Energien oder effizienter gasbetriebener Kraft-Wärme-Kopplung aktiv fördern. Mindestens ein Drittel des Ökostroms muss in Anlagen erzeugt werden, die nicht älter als sechs Jahre sind. Ein weiteres Drittel der Kraftwerke darf nicht älter als zwölf Jahre sein. Das Zertifikat ist darauf ausgelegt, dass nur Anlagen finanziert werden, die nicht bereits durch das EEG gefördert sind. So werden Doppelförderungen vermieden und der Ausbau neuer Anlagen wird vorangetrieben. Darüber hinaus gelten weitere Anforderungen an die Umweltverträglichkeit der regenerativen Kraftwerke. So dürfen beispielsweise Windkraftanlagen nicht in Naturschutzgebieten liegen. Auch Strom aus Deponiegas wird ausgeschlossen, da hier Schadstoffe freigesetzt werden. OK-Power-Label


Grüner Strom Label

Der Grüner Strom Label e.V. zertifiziert grüne Energieprodukte. Durch die Vergabe seiner Label will der Verein eine ökologische Energieversorgung fördern und mehr Glaubwürdigkeit und Transparenz auf dem Energiemarkt schaffen. Der Verein vergibt zu diesem Zweck zwei Gütesiegel: Das Label Grüner Strom für Ökostrom mit Mehrwert und das Label Grünes Gas für umweltverträgliches Biogas. Die Label des GSL e.V. sind in Deutschland die einzigen Gütesiegel für Ökostrom und Biogas, die von führenden Umweltverbänden getragen werden. Das Grüner Strom Label existiert bereits seit 1998 und garantiert für hundert Prozent Ökostrom aus erneuerbaren Energiequellen sowie für Investitionen in neue Anlagen und innovative Energieprojekte. Seit Januar 2015 legt der Grüne Strom Label e.V. bei den Investitionen besonderen Wert auf Bürgerenergieprojekte. Dem Verein ist zudem wichtig, dass alle Förderprojekte vorrangig in Deutschland realisiert werden, damit die Energiewende vor Ort vorangetrieben wird. Das Label wird nicht an Unternehmen vergeben, die direkt oder über Kapitalanlagen an Atomkraftwerken beteiligt sind.

Das Biogaslabel steht für echtes Biogas aus umweltverträglicher Produktion. Zudem sollen regionale und dezentrale Wirtschaftskreisläufe gefördert werden. Das grüne Gas muss zu mindestens zehn Prozent aus umweltverträglichem Biogas bestehen.

Grüner Strom Label


TÜV Süd

Der TÜV Süd bietet zwei verschiedene Ökostrom-Zertifikate:

TÜV Süd Ökostrom-Zertifikat EE01: Der Strom muss zu hundert Prozent aus erneuerbaren Energien gewonnen werden. Mindestens 30 Prozent der Stromliefermenge muss aus neuen Kraftwerken stammen. Alternativ können die Stromanbieter eine Fondsabgabe zum Bau neuer Anlagen tätigen. Etwaige Preisaufschläge müssen dem Ausbau regenerativer Energiequellen dienen.

TÜV Süd Ökostrom-Zertifikat EE02: Auch hier muss der Strom zu hundert Prozent aus regenerierbaren Energieträgern erzeugt werden und Preisaufschläge müssen dem Ausbau grüner Anlagen dienen. Zusätzlich soll zwischen Stromerzeugung und Stromverbrauch eine Zeitgleichheit im Viertelstunden-Raster bestehen. Das heißt die Kraftwerke produzieren in einer Viertelstunde mindestens so viel Strom, wie die Endkunden in dieser Zeit verbrauchen.

TÜV Süd


TÜV Nord

Für das Zertifikat „Geprüfter Ökostrom“ des TÜV Nord müssen Stromanbieter verschiedene Kriterien erfüllen. Der Strom muss zu hundert Prozent aus erneuerbaren Energiequellen stammen. Zudem muss mindestens ein Drittel des Ökostroms aus Anlagen stammen, die nicht älter als sechs Jahre sind. Alternativ können die Stromversorger einen Festbetrag in den Bau neuer Anlagen zur Ökostromerzeugung investieren. Beschaffung und Lieferung der Ökostrommengen müssen für den Verbraucher nachvollziehbar und transparent sein. TÜV Nord


TÜV Rheinland

Um das Siegel des TÜV Rheinland zu führen, müssen Stromanbieter Strom vertreiben, der zu hundert Prozent aus regenerativen Erzeugungsanlagen stammt. Zusätzlich müssen die Versorger bei der Stromgewinnung sowie der Belieferung CO2-Neutralität garantieren. Deshalb ist die Nutzung von Kraft-Wärme-Kopplung- Anlagen zur Stromerzeugung ausgeschlossen. TÜV Rheinland


Klimainvest

Klimainvest ist eine Nachhaltigkeitsagentur, die Unternehmen dabei unterstützt klimaneutral zu wirtschaften. Deshalb unterschützt Klimainvest weltweit Klimaschutzprojekte. Indem Unternehmen und Energieanbieter anschließend von Klimainvest CO2-Minderungszertifikate erwerben, fördern sie die Projekte sozusagen aus zweiter Hand.

Für Strom- und Gasanbieter bietet Klimainvest zusätzlich Ökostrom-Herkunftsnachweise, die den Prüfkriterien des TÜV Nord und Süd, des TÜV Rheinland, des OK-Power-Labels entsprechen. Zudem erfüllen die Nachweise die europäischen und deutschen gesetzlichen Vorschriften (wie z.B. die Vorgaben zur Stromkennzeichnung des Umweltbundesamtes). Darüber hinaus vergibt Klimainvest drei eigene Prüfsiegel gemäß TÜV Nord-Richtlinien.

Klimainvest


Renewable Plus

Das Renewable Plus- Zertifikat wird vom dem Energiedienstleister Bischoff & Ditze Energy GmbH vergeben und jährlich vom TÜV-Rheinland überprüft. Das Label basiert auf Herkunftsnachweisen, die im Herkunftsnachweisregister (HKNR) des Umweltbundesamtes (UBA) geführt werden. Die Nachweise müssen zeitgleich zum Stromverbrauch monatlich erstellt werden.

Mit dem Label verpflichten sich die Kraftwerksbetreiber entweder in neue Ökostrom-Anlagen zu investieren, den Ausbau bestehender Anlagen zu unterstützen oder andere ökologische Maßnahmen zu fördern. Investitionen der Betreiber müssen in dem Jahr erfolgen, in der der Strom erzeugt wird. Seit 2012 garantiert das Renewable Plus zudem, dass die CO2-Emissionen, die bei Bau und Betrieb der Anlagen freigesetzt werden an anderer Stelle ausgeglichen werden. Der Ausgleich erfolgt über den Erwerb von Emissionsminderungszertifikaten.

Renewable Plus


RECS Deutschland e.V.

Die Abkürzung RECS steht für "Renewable Energy Certificate System". RECS ist eine Internationale Organisation, die zum einen die Förderung regenerativer Energie zum Ziel hat, wobei eine Trennung zwischen physisch geliefertem Strom und den Umweltvorteilen vorgenommen wird, und zum anderen eine Harmonisierung auf europäischer Ebene anstrebt. Ein RECS-Zertifikat dient als Nachweis für eine bestimmte Menge (1 MWh) an umweltfreundlich erzeugtem Strom. Erzeuger, die Strom aus regenerativen Energien gewinnen, erhalten RECS-Zertifikate und können diese an andere Stromerzeuger verkaufen. Das bedeutet, ein Anbieter kann seine aus z.B. Kernenergie gewonnene Energie mithilfe von RECS-Zertifikaten zu Ökostrom „umetikettieren“, während der Ökostrom-Erzeuger seinen umweltfreundlichen Strom als konventionellen Strom vermarktet. Zu einem tatsächlichen Anstieg von erneuerbaren Energien in Europa kommt es also erst dann, wenn die Nachfrage an RECS-zertifiziertem Ökostrom größer ist als die derzeit produzierte, frei verfügbare Menge. Das REC-System wird bis 2016 eingestellt und durch das bereits heute existierende EECS-GoO-System (European Energy Certificate System – Guarantee of Origin) ersetzt. Dieses neue Zertifikat ist ein Herkunftsnachweis, der sicherstellen soll, dass es sich um Strom aus regenerativen nicht-fossilen Brennstoffen handelt, der direkt und als Ökostrom gekennzeichnet ins europäische Stromnetz eingespeist wird. Die Doppelvermarktung soll damit ausgehebelt werden. RECS Deutschland


Landesgewerbeanstalt Bayern

Die LGA Bayern vergibt Ökostrom-Zertifikate in zwei Ausführungen:

„Öko-Strom (regenerativ)“: Der Strom muss nachweislich zu 100% aus erneuerbaren Energiequellen stammen. Es muss in Neuanlagen investiert werden auf Basis einer Marktprognose. Öko-Strom (regenerativ)

„Öko-Strom (effektiv)“: Mindestens 25% der Strommenge muss aus regenerativen Quellen stammen. Die restliche Energie wird aus umweltfreundlichen Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung gewonnen. Auch hier muss in neue Anlagen investiert werden. Öko-Strom (effektiv)

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