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Energiepreisrekord – aktuelle Lage am Energiemarkt

21.01.2022
 
Preisexplosion Energiemarkt

** Die Beschaffungspreise für Energie befinden sich aktuell auf einem Rekordniveau **

Am 21. Dezember 2021 erreichte der Preis für eine Megawattstunde Strom um 17 Uhr mit 620,00 Euro pro MWh den Höchststand und hat sich damit innerhalb eines Tages mehr als verdoppelt. Im Januar 2022 kostet eine Megawattstunde Strom 159,65 Euro (Stand 21.01.).

Anfang Januar liegt der Großhandelspreis für Gas bei 74,40 Euro pro MWh (Stand 21.01.). Am 22. Dezember 2021 erreichte der Preis für eine Megawattstunde Gas mit 211,50 Euro pro MWh den Höchststand und verdoppelte sich somit innerhalb von nur zwei Wochen.

Die Einkaufspreise für Strom und Gas bleiben auf einem hohen Niveau. Aufgrund der extrem dynamischen Situation am Energiemarkt kalkulieren viele Energieanbieter die Tarife neu.

D ie aktuelle Lage am Energiemarkt ist angespannt. Grund für die hohen Strom- und Gaspreise sind die gestiegenen Großhandelspreise für Strom, Gas, Öl und Kohle. Viele Grundversorger und Alternativanbieter haben die gestiegenen Einkaufspreise für Strom und Gas bereits an ihre Kunden weitergegeben. Erfahren Sie mehr über die Entwicklung des Energiemarkts und was Sie bei Preiserhöhungen tun können.

Was sind die Gründe für die Preissteigerung am Strommarkt?

Die aktuelle Lage am Strommarkt und die extremen Strompreiserhöhungen haben vielfältige Gründe:

  1. Der Stromverbrauch ist im Zuge der weltweiten wirtschaftlichen Erholung stark gestiegen.
  2. Mit der steigenden Nachfrage zogen Großhandelspreise für Öl, Gas und Kohle deutlich an, welche zur Stromerzeugung notwendig sind.
  3. Hinzu kommen erhöhte CO2-Abgaben, welche auf diese Energieträger fällig werden.
  4. Deutschlands Nachbar Frankreich musste aufgrund überfälliger Wartungsarbeiten 14 Reaktoren vorübergehend schließen und muss nun Strom importieren, unter anderem auch aus Deutschland. Die Versorgungsprobleme in Frankreich haben hierzulande direkte Auswirkungen, da normalerweise der französische Atomstrom nach Deutschland exportiert wird.
  5. Die Gesamtproduktion der erneuerbaren Energien ging im November zurück.
  6. In Folge bewegt sich der Börsenstrompreis auf einem Rekordniveau. Am 21. Dezember 2021 erreichte der Preis für eine Megawattstunde Strom um 17 Uhr mit 620,00 Euro pro MWh den Höchststand und hat sich damit innerhalb eines Tages mehr als verdoppelt. Im Januar 2022 kostet eine Megawattstunde 159,65 Euro (Stand 21.01.).
  7. Viele Stromanbieter geben diese Preissteigerungen an die Verbraucher weiter. Im Durchschnitt betragen die Preiserhöhungen 58,0 Prozent in der Grundversorgung.

Großhandelspreise Strom

Was sind die Gründe für die Preissteigerung am Gasmarkt?

Die aktuelle Lage am Gasmarkt und die extremen Gaspreiserhöhungen haben vielfältige Gründe:

  1. Der Gasverbrauch ist im Zuge der weltweiten wirtschaftlichen Erholung stark gestiegen.
  2. Gleichzeitig sind in Europa durch den strengen Winter in der letzten Heizsaison die Gasspeicher ungewöhnlich leer.
  3. Zudem hat die Bundesnetzagentur im November 2021 die Genehmigung der Ostseepipeline Nord Stream 2 vorläufig ausgesetzt, was zu einer weiteren Anspannung der Großhandelspreise geführt hat.
  4. In Folge bewegt sich der Großhandelspreis für Gas auf einem Rekordniveau. Am 22. Dezember 2021 erreichte der Preis für eine Megawattstunde Gas mit 211,50 Euro pro MWh den Höchststand und verdoppelte sich somit innerhalb von nur 2 Wochen. Mitte Januar liegt der Gaspreis bei 74,40 Euro pro MWh (Stand 21.01.). Der Einkaufspreis für Gas bleibt auf einem hohen Niveau.
  5. Zusätzlich erhöht sich ab Januar 2022 der CO2-Preis.
  6. Viele Gasanbieter geben diese Preissteigerungen an die Verbraucher weiter. Im Durchschnitt betragen die Preiserhöhungen 60,3 Prozent in der Grundversorgung.

Gaspreisindex

Ist ein Energieanbieterwechsel aktuell sinnvoll?

Die Strom- und Gasanbieter kalkulieren aktuell aufgrund der dynamischen Situation am Energiemarkt die Preise ständig neu. Viele Anbieter kämpfen mit den weiter steigenden Preisen und müssen Ihr Tarifangebot für Neukunden aufgrund des schwer kalkulierbaren Risikos vorübergehend aussetzen. Daher kann auch die Tarifvielfalt im CHECK24 Stromvergleich bzw. Gasvergleich vorübergehend geringer sein, als Sie das von uns gewohnt sind.

a) Sie haben aktuell einen Grundversorgungstarif für Strom oder Gas

Aufgrund der langfristigen Beschaffungsstrategie können Grundversorgungstarife vorübergehend attraktive Konditionen bieten, die sich aber aufgrund der fehlenden Preisgarantie jederzeit ändern können. Sie können den Grundversorgungstarif mit einer Frist von zwei Wochen kündigen und später wechseln, wenn sich der Markt beruhigt hat.
Sollten Sie erst relativ neu im Grundversorgungstarif sein, beachten Sie bitte: Teilweise werden in der Grundversorgung erhöhte Neukundenpreise aufgerufen. Dabei handelt es sich rechtlich um eine Grauzone. Prüfen Sie hier genau Ihre Konditionen und vergleichen Sie die Preise in unserem CHECK24 Energievergleich.

Wir empfehlen abhängig von Ihrer Situation:

  • Jetzt wechseln und mit einer Preisgarantie gegen steigende Preise absichern.
  • Abwarten und den CHECK24 Wechselalarm aktivieren. Wir informieren Sie bei verbessertem Angebot und steigender Ersparnis. Den Wechselalarm finden Sie im Vergleichstarif auf unserer Ergebnisliste.

b) Sie haben einen Tarif eines alternativen Anbieters

Wir empfehlen Ihnen die Preise zeitnah zu vergleichen und auch eventuelle Preiserhöhungen zu berücksichtigen. Unabhängig von der Vertragslaufzeit haben Sie bei einer Preiserhöhung immer ein Sonderkündigungsrecht.

Wie entwickeln sich die Energiepreise?

  • Auch 2022 ist weiterhin mit hohen Strom- und Gaspreisen zu rechnen, da die Versorger ihre gestiegenen Einkaufspreise weitergeben.
  • Strom: Die Börsenstrompreise bleiben voraussichtlich auf relativ hohem Niveau, da die Stromnachfrage weiter wächst und die Erzeugungskapazitäten aufgrund des Kohleausstiegs geringer sind. Ab Januar 2022 sinkt die im Strompreis enthaltene EEG-Umlage von aktuell 6,50 Cent pro Kilowattstunde auf 3,72 Cent. Dies könnte ab Sommer 2022 zu leichten Strompreissenkungen führen. Die Netznutzungsentgelte für Strom steigen in den meisten Netzgebieten leicht an. In Bayern und Bremen werden die Netznutzungsentgelte hingegen sogar gesenkt.
  • Gas: Bleiben die Gasliefermengen auf ähnlich niedrigem Niveau und lässt die Nachfrage nicht nach, werden die Großhandelspreise für Gas womöglich noch steigen. Zudem erhöht sich ab Januar 2022 der CO2-Preis. Beides könnte sich auf die Verbraucherpreise auswirken.
  • Es lohnt sich nach wie vor, den aktuellen Energiemarkt zu beobachten und regelmäßig Strom- und Gastarife zu vergleichen. Tarife mit Boni und Prämien machen den Energieanbieterwechsel auch in der aktuellen Marktsituation attraktiv.

Sonderkündigungsrecht bei Energiepreiserhöhung

Sollten Sie eine Preiserhöhung erhalten haben, können Sie sowohl bei Strom als auch bei Gas Ihr gesetzliches Sonderkündigungsrecht nutzen. Mit dem gesetzlichen Sonderkündigungsrecht können Sie üblicherweise ohne Einhaltung der Frist Ihren Energievertrag kündigen. In diesem Fall müssen Sie Ihren Strom- oder Gasvertrag selbst kündigen. Beachten Sie, dass Sie Ihre Kündigung schriftlich per E-Mail, Post oder Fax an Ihren Versorger senden müssen. Verweisen Sie in Ihrem Kündigungsschreiben auf Ihr Sonderkündigungsrecht. Hierfür können Sie unseren praktischen Kündigungsassistenten für Strom sowie den Kündigungsassistenten für Gas nutzen.

 

Lohnen sich Grundversorgungstarife?

Sie können Strom- und Gastarife neu vergleichen und zu einem neuen Versorger wechseln. Sollten Sie sich für die lokale Grundversorgung entscheiden, müssen Sie nach dem Gebrauch des Sonderkündigungsrechts nichts weiter unternehmen – Ihr Grundversorger meldet sich automatisch bei Ihnen. Aufgrund der stark gestiegenen Energiekosten am Markt, kann oftmals der Grund- bzw. Ersatzversorgungstarif vorübergehend günstige Konditionen bieten. Prüfen Sie bei Ihrem Grundversorger genau, ob abweichende Neukundenpreise in der Ersatzversorgung aufgerufen werden. Diese Preise für Neukunden sind oftmals deutlich höher. Sie können Ihren Vergleichstarif bei CHECK24 entsprechend anpassen. Beachten Sie zudem, dass Grund- und Ersatzversorgungstarife keine Preisgarantie bieten und es in diesen Tarifen jederzeit zu Preiserhöhungen kommen kann. Tarife der Ersatzversorgung können Sie mit einer Frist von zwei Wochen jederzeit kündigen und dann erneut wechseln. 

Energiemarkt aktuell

** Aktuelle Preiserhöhungen für Strom und Gas 21.01.22,
1.995 Grundversorger erhöhen ihre Preise **

Strom: 824 Stromgrundversorger erhöhen ihre Preise.

Die Preiserhöhungen betragen im Schnitt 58,0 Prozent und betreffen rund 4,7 Millionen Haushalte. Bei einem Verbrauch von 5.000 kWh bedeutet das zusätzliche Kosten von durchschnittlich 953 Euro pro Jahr.

Gas: 1.171 Gasgrundversorger erhöhen ihre Preise.

Die Preiserhöhungen betragen im Schnitt 60,3 Prozent und betreffen rund 3,5 Millionen Haushalte. Bei einem Verbrauch von 20.000 kWh bedeutet das zusätzliche Kosten von durchschnittlich 916 Euro pro Jahr.
 

Was passiert, wenn ich meinen Vertrag kündige?

Da Sie bei einer Preiserhöhung bei Strom und Gas meistens sehr kurzfristig kündigen müssen, übernimmt Ihr örtlicher Grundversorger die Ersatzversorgung bis Ihr neu gewählter Anbieter mit der Energieversorgung beginnt. Sie stehen also zu keiner Zeit ohne Strom oder Gas da.

Welcher Tarif schützt mich vor Preiserhöhungen?

Wählen sie angesichts der aktuellen Preisentwicklungen am Energiemarkt einen Strom- und Gastarif mit Preisgarantie. So schützen Sie sich vor weiter steigenden Preisen. Je nachdem welche Dauer Sie für die Preisgarantie auswählen, sind Sie für diesen Zeitraum gegen eine Preiserhöhung geschützt. Von CHECK24 empfohlene Tarife haben immer eine Preisgarantie von mindestens 12 Monaten. So sind Sie im ersten Jahr sicher vor Preiserhöhungen durch den Anbieter geschützt.

Kann es zu einer Unterbrechung der Energieversorgung kommen?

Die Energieversorgung in Deutschland gehört zu den sichersten der Welt. Bei Erzeugungsengpässen stehen viele Reservekraftwerke bereit, um kurzfristig Energie zu produzieren. Auch wenn Sie Ihren Energieanbieter aufgrund einer Preiserhöhung gekündigt haben, wird die Energieversorgung zu keiner Zeit unterbrochen. Die unterbrechungsfreie Energieversorgung ist gesetzlich festgelegt – auch bei einer Insolvenz des Energieanbieters, denn die Ersatzversorgung des örtlichen Grundversorgers springt automatisch ein.


CHECK24 Energieexpertin Sara Hofmann Sara Hofmann
CHECK24 Energieexpertin
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