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Energiekrise

01.12.2022

Was kann ich tun?

  • Strom- und Gaspreise im Großhandel gesunken – Verbraucherpreise bleiben auf hohem Niveau.
  • Aktuell massive Erhöhungen in der Grundversorgung. Auch Bestandstarife werden deutlich teurer.
  • Sie haben 2 Optionen: Neuen Tarif mit Preisgarantie abschließen oder Sparalarm aktivieren und bei verbessertem Angebot wechseln

jetzt Sparalarm aktivieren

Welche Entlastungen für Stromkunden sind geplant?

  • Eine Strompreisbremse von 40 ct pro kWh ist für den Basisbedarf (Single: 1.400 kWh / Familie: 3.100 kWh) ab März 2023 vorgesehen und umfasst rückwirkend auch die Monate Januar und Februar 2023
  • Eine Familie (Verbrauch: 5.000 kWh) würde im Vergleich zum durchschnittlich aktuellen Strompreis (48 ct pro kWh) ca. 320 € pro Jahr sparen, ein Single (Verbrauch: 1.500 kWh) 96 €.

Bereits beschlossene Maßnahmen:

  • Die Abschaffung der EEG-Umlage wurde bereits zum 01.07.2022 umgesetzt.
  • Eine Familie mit 5.000 kWh Stromverbrauch zahlt ca. 222 € weniger, ein Single mit einem jährlichen Stromverbrauch von 1.500 kWh hat ca. 66 € Ersparnis.

Welche Entlastungen für Gaskunden sind geplant?

  • Die geplante Gaspreisbremse greift ab dem 01.03.2023 bis zum 31.03.2024, soll aber rückwirkend schon ab Januar 2023 gelten. Die Entlastung ist für 80 % des Verbrauchs mit einem Bruttopreis von 12 ct pro kWh festgelegt. Aktuell zahlen Verbraucher durchschnittlich 18,6 ct pro kWh. Eine Familie (Verbrauch: 20.000 kWh) würde dadurch 1.056 € pro Jahr sparen, ein Single (Verbrauch: 5.000 kWh) um 264 €.

Bereits beschlossene Maßnahmen:
 
  • Verbraucher erhalten im Dezember eine Gas-Soforthilfe. Diese berechnet sich auf Grundlage eines Zwölftels des Jahresverbrauchs und wird dann mit dem für Dezember vereinbarten Gaspreis multipliziert. Grundlage für die Berechnung ist die Abschlagszahlung vom September 2022. Eine Familie (Verbrauch: 20.000 kWh) wird dadurch um 311 € pro Jahr entlastet, ein Single (Verbrauch: 5.000 kWh) um 86 €.
  • Die Mehrwertsteuer auf Gas wird von 01.10.2022 bis 31.03.2024 von 19 % auf 7 % gesenkt. Dadurch wird eine Familie um 306 €, ein Single um 87 € pro Jahr entlastet.
  • Zusätzlich wird die CO2-Abgabe 2023 vorerst nicht angehoben, so wird eine Familie um 6,30 € jährlich weniger belastet.

Ist ein Energieanbieterwechsel aktuell sinnvoll?

Aufgrund der weiterhin hohen Strom- und Gaspreise im Großhandel kommt es aktuell sowohl in der Grundversorgung als auch bei Bestandstarifen zu massiven Preiserhöhungen

Sie haben grundsätzlich zwei Optionen:

a) Tarife vergleichen und neuen Vertrag abschließen
 
Vergleichen Sie aktuelle Tarife und schließen Sie einen neuen Vertrag mit Preisgarantie ab. So sind Sie vor plötzlichen Preiserhöhungen geschützt und haben für min. 12 Monate eine Kostensicherheit.

b) Bei Ihrem jetzigen Anbieter oder Grundversorger bleiben und später wechseln

Für den Fall, dass Ihr Grundversorger oder Vertrag bei einem Alternativanbieter günstiger ist, haben Sie die Möglichkeit den  Sparalarm aktivieren CHECK24 Sparalarm zu aktivieren. So haben Sie die Preisentwicklung ganz einfach im Blick und können bei verbessertem Angebot wechseln.

Wie entwickeln sich die Strompreise?

  1. Der durchschnittliche Strompreis sinkt im November im Vergleich zum Vormonat leicht. Ein Musterhaushalt (Verbrauch: 5.000 kWh) zahlt im Schnitt 2.136 € jährlich für Strom. Das entspricht einem durchschnittlichen Preis von 42,7 ct pro kWh. Im Vorjahresmonat waren es 1.579 € – ein Plus von rund 35 %.
  2. Die Netznutzungsentgelte für Strom steigen 2023 voraussichtlich um durchschnittlich 19 %. Ein Musterhaushalt (Verbrauch: 5.000 kWh) könnte um 82 € zusätzlich belastet werden.

  3. Der Strompreis an der Börse ist im November wieder etwas gestiegen. Durchschnittlich lag der Preis bei 174 € pro MWh. Im Vormonat kostete eine Megawattstunde noch 152 € – das entspricht einem Plus von 15 %.

Strompreise sinken, bleiben aber weiter auf hohem Niveau

Was mache ich, wenn mein Vertrag ausläuft?

Wenn Sie Ihren Vertrag nach der Erstvertragslaufzeit nicht kündigen, wird er automatisch verlängert. Preisgarantien gelten oft nur während der ersten 12 Monate, deswegen kann es sein, dass Ihr Anbieter nach dieser Zeit die Preise erhöht. Zudem werden viele Boni, zum Beispiel Sofort- oder Neukundenboni, nur im ersten Jahr ausbezahlt. Ob und wie sich Ihr Preis verändert, teilt Ihnen der Anbieter mit.

Wie entwickeln sich die Gaspreise?

Im November sank der Gaspreis für Verbraucher. Im Druchschnitt zahlt ein Musterhaushalt (Verbrauch: 20.000 kWh) 3.200 € im Jahr für Gas. Das entspricht einem durchschnittlichen Preis von 16,0 ct pro kWh – ein Minus von 27 % im Vergleich zum Vormonat.

  1. Wenn die vor der Energiekrise beschafften Gasmengen der Energieversorger aufgebraucht sind, müssen die Anbieter zu den aktuell hohen Börsenpreisen einkaufen.
  2. Die Netznutzungsentgelte für Gas steigen 2023 voraussichtlich um 8 % (trotz Senkung der MwSt.). Das wird einen Musterhaushalt (Verbrauch: 20.000 kWh) um 32 € mehr belasten.
  3. Die Mehrkosten für die Ersatzbeschaffung und Einspeicherung des Gases, sollen durch die neue Speicherumlage auf die Verbraucher umgelegt werden.
  4. Der Börsenpreis für Gas ist im November leicht gestiegen. Im Großhandel wurden im Schnitt 94 € pro MWh fällig. Im Oktober lag der Durchschnittspreis noch bei 82 € pro MWh – ein Plus von 15 %.

Gaspreise sinken, bleiben aber weiter auf hohem Niveau

Gasversorgung 2022 in Zahlen

Sonderkündigungsrecht bei Energiepreiserhöhung

Sollten Sie eine Preiserhöhung erhalten haben, können Sie in der Regel sowohl bei Strom als auch bei Gas Ihr gesetzliches Sonderkündigungsrecht nutzen. Mit dem gesetzlichen Sonderkündigungsrecht können Sie üblicherweise ohne Einhaltung der Frist Ihren Energievertrag kündigen. In diesem Fall müssen Sie Ihren Strom- oder Gasvertrag selbst kündigen. Beachten Sie, dass Sie Ihre Kündigung schriftlich per E-Mail, Post oder Fax an Ihren Versorger senden müssen. Verweisen Sie in Ihrem Kündigungsschreiben auf Ihr Sonderkündigungsrecht.

Kündigungsservice

Sie können unseren Kündigungsservice nutzen und komplett digital kündigen.

Kündigungsservice

Häufige Fragen zur Energiekrise

Kann es durch die aktuelle Energiekrise zur Versorgungsunterbrechung kommen?

Die Energieversorgung in Deutschland gehört zu den sichersten der Welt. Bei Erzeugungsengpässen stehen viele Reservekraftwerke bereit, um kurzfristig Energie zu produzieren. Auch wenn Sie Ihren Energieanbieter aufgrund einer Preiserhöhung gekündigt haben, wird die Energieversorgung zu keiner Zeit unterbrochen. Die unterbrechungsfreie Energieversorgung ist gesetzlich festgelegt – auch bei einer Insolvenz des Energieanbieters, denn die Ersatzversorgung des örtlichen Grundversorgers springt automatisch ein.

Welche Auswirkungen hat die Alarmstufe des Notfallplans?

Die Alarmstufe des Notfallplans Gas der Bundesregierung hat zunächst keine direkten Auswirkungen auf die Verbraucherpreise und die Preisgarantie. Sollte die Bundesnetzagentur jedoch zusätzlich eine "erhebliche Reduzierung der Gesamtgasimportmengen" feststellen, greift das Preisanpassungsrecht des Energiesicherungsgesetzes. Damit können Versorger gestiegene Gaspreise direkt an ihre Kunden weitergeben und ihre Preise trotz Preisgarantie auf ein "angemessenes Niveau" anheben. Leider ist aktuell nicht absehbar ob und wann dieser Fall eintritt. Generell können Sie bei Preisanpassungen aber jederzeit von Ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen und somit erneut wechseln.

Was ist die Speicherumlage?

Um die Kosten zur Einspeicherung von Gas zu decken, wird die sogenannte Speicherumlage vom 01.10.22 bis zum 31.05.25 fällig. Diese Umlage beträgt 0,059 Cent pro kWh und wird den Verbraucher voraussichtlich weniger beeinträchtigten.


CHECK24 Energieexpertin Linda Welzer Linda Welzer
CHECK24 Energieexpertin
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