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DMB-Statistik Mietrecht: Zahl der Mietrechtsprozesse auf Tiefstand

München, 28.12.2018 | 15:15 | kro

Die Zahl der in Deutschland durchgeführten Mietrechtsprozesse ist auf den tiefsten Stand seit der Wiedervereinigung gesunken. Das geht aus der aktuellen Beratungs- und Prozess-Statistik des Deutschen Mieterbunds (DMB) hervor.

Haus und ParagrafenzeichenDie Zahl der Mietrechtsprozesse ist weiter gesunken.
Danach standen sich Mieter und Vermieter im Jahr 2017 insgesamt 226.933 Mal vor den deutschen Amts- und Landgerichten gegenüber. Die Streitigkeiten im Mietrecht gingen damit um acht Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück. Seit 1996 sinkt die Zahl der Mietrechtsprozesse kontinuierlich – insgesamt um über 35 Prozent.

Laut Zahlen der DMB Rechtsschutz, dem Rechtsschutzversicherer des Deutschen Mieterbunds, ging es 2017 in mehr als jedem vierten (27,4 Prozent) verhandelten Mietrechtsfall um Vertragsverletzungen, gefolgt von Streitigkeiten wegen Betriebskosten (19,4 Prozent) und Mieterhöhungen (16,6 Prozent).

Ein häufiger Streitpunkt war auch das Thema Mietkaution (16,2 Prozent). Mehr als jeder zehnte Mietrechtsprozess hatte außerdem mit der Kündigung des Mietvertrags von Vermieterseite zu tun – ob fristlos oder wegen Eigenbedarfs (insgesamt 11,4 Prozent der verhandelten Fälle).

Betriebskosten häufigstes Beratungsthema

Rund 1,1 Million Rechtsberatungen haben die örtlichen DMB-Mietervereine im Jahr 2017 durchgeführt. Den größten Beratungsbedarf gab es dabei in puncto Betriebskosten (36,6 Prozent), gefolgt von den Themen Wohnungsmangel (17,6 Prozent) und Mieterhöhung (11,7 Prozent).

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