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Gesetzliche Pflegeversicherung: Verbraucherschützer wollen Zuzahlungen begrenzen

München, 18.12.2017 | 11:12 | mst

Die Verbraucherzentralen sehen die Gefahr, dass Pflegebedürftige durch steigende Zuzahlungen finanziell überfordert werden. Sie stellen Forderungen an die nächste Bundesregierung.

Seniorin entnimmt Geldscheine aus einem SparstrumpfPflegebedürftige müssen im Pflegefall einen Teil der Kosten selbst tragen.
Die Verbraucherzentralen fordern von der Politik, steigende Zuzahlungen bei der Pflege zu begrenzen. Die Kostensteigerung drücke die Menschen, sagte der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), Klaus Müller, laut einem Bericht der Wirtschaftswoche der Deutschen Presse-Agentur.
 
Müller forderte demnach automatische Anpassungen der staatlichen Pflegeleistungen in kürzeren Abständen – beispielsweise jedes Jahr nach festgelegten Kriterien.
 

Müller fordert bestimmtes Qualitätsniveau

Die gesetzliche Pflegeversicherung deckt im Pflegefall nicht sämtliche Kosten ab. Es gelte aber, ein bestimmtes Qualitätsniveau zu erreichen, sagte Müller laut der Wirtschaftswoche. Das sei man den betroffenen Menschen und ihren Angehörigen schuldig.
 
Die Verbraucherzentralen fordern darüber hinaus mehr Transparenz bei den Pflegeverträgen. In solchen Verträgen stünden oft viele Begriffe, die Verbrauchern unbekannt seien, kritisierte der vzbv-Chef. Erforderlich sei daher der Ausbau einer Rechtsberatung.
 
Die Frage nach dem Personal für gute Pflege sei ebenfalls eine Herausforderung. Das habe etwas mit den Löhnen dort zu tun, sagte Müller.
 

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