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Heimunterbringung: Pflegeheim kostet im Schnitt 1.700 Euro

München, 7.8.2017 | 12:28 | are

Die Unterbringung in einem Pflegeheim ist teuer. Trotz gesetzlicher Pflegeversicherung müssen Bewohner durchschnittlich 1.700 Euro pro Monat aus der eigenen Tasche bezahlen. Der Betrag schwankt dabei erheblich zwischen den Bundesländern. 

Die Hände einer Seniorin halten Geldscheine.Bewohner eines Pflegeheims müssen monatlich mit hohen Zuzahlungen rechnen.
Das geht aus einer Auswertung des PKV-Verbandes hervor, die den Zeitungen der Funke-Mediengruppe vorliegt. Demnach hat der Verband die Daten von rund 11.400 Pflegeheimen miteinander verglichen.

Laut der Auswertung ist die Unterbringung in Nordrhein-Westfalen am teuersten. Dort müssen Pflegeheimbewohner mit einem Eigenanteil von knapp 2.200 Euro pro Monat rechnen. Am wenigsten wird in Mecklenburg-Vorpommern fällig: Hier sind es monatlich immerhin noch rund 1.100 Euro, die ein Pflegebedürftiger zuzahlen muss.

Personalkosten als Ursache für Kostenunterschiede

Wie weiter aus dem Bericht hervorgeht, liegt der Grund für die starken Kostenunterschiede vor allem an den Personalkosten. So wird je nach Bundesland mehr oder weniger Pflegepersonal beschäftigt. Zudem sind die Gehälter in den Bundesländern unterschiedlich hoch.

Wie sich der Eigenanteil im Heim zusammensetzt

Der zu zahlende Betrag für eine Heimunterbringung setzt sich aus mehreren Teilkosten zusammen. Die pflegebedingten Kosten liegen nach Abzug der Leistungen der Pflegeversicherung im Schnitt bei rund 580 Euro. Das ging jüngst aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken-Fraktion hervor. Hinzu kommen die Kosten für Unterkunft, Verpflegung und Investitionskosten, beispielsweise Instandhaltungskosten.

Gleichzeitig ist es unerheblich, wie sehr die pflegebedürftige Person auf Hilfe angewiesen ist. Der Eigenanteil in einem Heim ist seit der jüngsten Pflegereform, die Anfang des Jahres in Kraft getreten ist, immer der gleiche. 

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