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Reform der Pflegeausbildung: Gleiche Grundausbildung für alle Pflegeberufe

München, 23.6.2017 | 15:22 | mst

Der Bundestag hat eine Reform der Pflegeberufe beschlossen. Künftig durchlaufen alle Auszubildenden in den ersten zwei Jahren eine gemeinsame Ausbildung. Das Schulgeld wird abgeschafft.
 

Altenpflegerin mit Senior im BadezimmerOb Kinderkrankenpfleger oder Altenpfleger: Künftig soll es für alle Pflegeberufe eine gemeinsame Grundausbildung geben.
Die Ausbildung der Pflegeberufe wird reformiert. Kinder-, Kranken- sowie Altenpfleger durchlaufen künftig in den ersten beiden Jahren eine gemeinsame Ausbildung. Das hat der Bundestag am Donnerstag mit den Stimmen der Großen Koalition beschlossen. Bislang gab es für die drei Pflegeberufe jeweils eigene Berufsausbildungen. Grüne und Linke stimmten gegen die Reform.
 
Im dritten Jahr können die Auszubildenden die allgemeine Pflegeausbildung fortsetzen oder sich auf die Alten- oder Kinderkrankenpflege spezialisieren.
 
Wer sich zur Pflegekraft ausbilden lässt, kann sich künftig auch eine absolvierte Pflegehelferausbildung anrechnen lassen. Zudem wird es neben der beruflichen Pflegeausbildung ein Pflegestudium geben. Das Schulgeld, das derzeit in einigen Bundesländern erhoben wird, soll komplett wegfallen.
 

Ziel: Mehr Fachkräfte, einfacherer Wechsel

Durch die Reform sollen vor allem mehr Fachkräfte für die immer wichtiger werdende Altenpflege gewonnen werden. Gleichzeitig soll ein Wechsel zwischen den einzelnen Pflegeberufen einfacher werden. Ab dem Jahr 2020 sollen die ersten Auszubildenden die reformierte Ausbildung durchlaufen.
 
Nach sechs Jahren soll entschieden werden, ob es weiterhin Bedarf für die speziellen Ausbildungsrichtungen Alten- und Kinderkrankenpflege gibt. Dazu wird ausgewertet, wie viele Auszubildende ihre ursprünglich gewünschte Spezialisierung während der Ausbildung geändert haben. Sollte sich mehr als die Hälfte für die allgemeine Ausbildung entscheiden, würden die Spezialausbildungen möglicherweise abgeschafft.
 
„Wir werden in Zukunft mehr Pflegekräfte brauchen“, sagte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU). Deshalb schaffe man jetzt eine moderne Pflegeausbildung, die Pflegekräfte besser auf die veränderten Anforderungen in der Praxis vorbereite und mehr Berufs- und Aufstiegschancen biete.
 

Die Linke: „Großes Durcheinander“

Die Linken-Politikerin Pia Zimmermann nannte die Reform dagegen ein „großes Durcheinander“. Die künftige Unübersichtlichkeit führe dazu, dass Arbeitgeber im Zweifelsfall weniger ausbildeten und potenzielle Auszubildende sich nicht zurechtfänden.
 
Der Gesetzesentwurf wurde in den letzten Monaten noch mehrmals überarbeitet. Ursprünglich war geplant, eine einheitliche dreijährige Ausbildung zum Pflegefachmann oder zur Pflegefachfrau einzuführen. Dagegen gab es jedoch von verschiedenen Seiten Widerstand – unter anderem auch von den Altenpflegeverbänden.
 
Der Bundesrat muss den geplanten Änderungen noch zustimmen.

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