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Das ist wichtig

Autokauf

aktualisiert am 05.07.2021

1. Schritt: Auto suchen

Auto suchen

Neben Ihren persönlichen Vorlieben – etwa hinsichtlich einer bestimmten Automarke – ist der Einsatzzweck wichtig. Eingrenzen sollten Sie auch das Fahrzeugalter und die Motorart. Eine wesentliche Frage ist auch: Was darf der Pkw maximal kosten?

Je detaillierter Sie die Anforderungen definieren, desto stärker schränken Sie die Zahl der in Frage kommenden Gebrauchtwagen ein.

Wo kann ich suchen?

Online:
Die Suche über Gebrauchtwagen-Plattformen im Internet können Sie nach Marke, Modell, Preis, Farbe, PS-Zahl, Alter, Kilometer, Standort des Fahrzeuges und weiteren Faktoren filtern und verfeinern. Auf großen Portalen wie autoscout24.de und mobile.de inserieren sowohl Privatpersonen als auch Händler ihre Autos.

Vor Ort:
Ortsansässige Pkw-Händler bieten den Vorteil, infrage kommende Fahrzeuge ohne Umstände zu begutachten und Probe zu fahren.

Sollten Sie für den Autokauf eine Finanzierung benötigen, finden Sie hier bei uns gute Angebote.

Zeitung:
Das Durchstöbern der Verkaufsanzeigen im Ortsblatt verspricht hingegen heutzutage meist keinen großen Erfolg mehr.

Worauf sollte ich achten?

Beantworten Sie sich im Vorfeld diese Fragen. So grenzen Sie die Auswahl auf wenige Pkw-Modelle ein.

  • Wie viel Platz soll der neue Wagen bieten?
  • Für welche Einsatzzwecke ist der Pkw gedacht (Alltagsauto, Zweitwagen)?
  • Fahre ich eher Lang- oder Kurzstrecke (Diesel oder Benziner)?
  • Brauche ich bestimmte Extras (z.B. Klimaanlage, Anhängerkupplung, niedrige Ladekante)?
  • Wie alt soll der Pkw maximal sein?

2. Schritt: Auto besichtigen

Auto besichtigen

Besichtigen Sie mehrere Gebrauchte des gleichen Typs. CHECK24 empfiehlt das Vier-Augen-Prinzip. Am besten ist ein Kfz-Experte dabei.

Die Fahrzeugunterlagen sollten möglichst vollständig sein. Nehmen Sie den Wagen gründlich unter die Lupe. Fragen sollte der Verkäufer plausibel beantworten können.

Ob der Pkw einwandfrei funktioniert und Ihnen das Fahrverhalten zusagt, zeigt eine Probefahrt.

Welche Fahrzeugdokumente sind wichtig?

Die Fahrzeughistorie sollte lückenlos nachvollziehbar sein. Lassen Sie sich deshalb die Fahrzeugdokumente zeigen:

  • Fahrzeugpapiere (Zulassungsbescheinigung I und II)
  • Service-Heft mit Reparaturrechnungen
  • TÜV- und HU-Bescheinigungen

Aus den Service-Belegen geht hervor, ob der auf dem Tacho angezeigte Kilometerstand stimmt. Auch ein „Wartungsstau” – etwa ein überfälliger Zahnriemenwechsel – fällt so auf.

Vergleichen Sie die in den Papieren angegebene Fahrgestellnummer mit jener am Fahrzeug. Sie finden den Zahlen-Buchstaben-Code je nach Modell entweder im Motorraum oder auf einem Schild im Bereich der Windschutzscheibe.

Fahrzugzustand – worauf soll ich achten?

Auf welche Macken Sie bei einem bestimmten Automodell achten sollten, können Sie anhand von Testberichten herausfinden. Am besten machen Sie sich vor der Besichtigung eine Checkliste.

Auch als Auto-Laie können Sie die Begutachtung selbst vornehmen. Vorschäden können Sie etwa an abweichenden Spaltmaßen und unterschiedlichen Lacktönen erkennen. Gespachtelte Stellen entlarven Sie mit einem Magneten, den Sie ans Blech der Karosserie halten.

Stutzig sollten Sie bei einem blitzblanken Motorraum werden. Wurde kurz vor der Besichtigung eine Motorwäsche gemacht, um einen undichten Motor zu kaschieren? Fragen Sie in diesem Fall kritisch beim Verkäufer nach.

Schauen Sie, soweit möglich, auch unter den Wagen. Grobe Mängel wie zerrissene Achsmanschetten, Öl am Unterboden, Rostlöcher oder ein kaputter Auspuff sind leicht aufzuspüren.

Der Innenraum sollte dem Alter und Kilometerstand des Autos entsprechen.

  • Wie sehen Lenkrad, Pedalgummis, Kupplungshebel und Sitzbezüge aus?
  • Passen die Abnutzungsspuren zu den Angaben?

Was ist bei der Probefahrt wichtig?

Machen Sie die Probefahrt, wenn möglich, ohne den Verkäufer. Dann werden Sie nicht abgelenkt.

Achten Sie darauf:

  • Zieht der Motor?
  • Greifen die Bremsen?
  • Ist die Lenkung ohne Spiel?
  • Funktionieren alle Systeme einwandfrei?
  • Sind Teile lose, gebrochen, klappert etwas, hören Sie sonst merkwürdige Fahrzeuggeräusche?

Gebrauchtwagencheck

Sie können den Wagen überprüfen lassen (Prüforganisation, Werkstatt, Kfz-Sachverständiger). Das kostet zwischen 30 Euro (Schnell-Check) und 100 Euro.

Auch diese persönlichen Eindrücke sind wichtig:

  • Wie ist die Rundumsicht?
  • Sitzen Sie bequem?
  • Fühlen Sie sich sicher?
  • Kommen Sie gut mit den Instrumenten zurecht?

3. Schritt: Auto kaufen

Auto kaufen

Gefällt Ihnen ein Gebrauchtwagen, geht es in die Preisverhandlung. Ein finanzieller Spielraum ist fast immer vorhanden.

Sind Sie sich mit dem Verkäufer einig, werden alle Details im Kaufvertrag festgehalten.

Wo finde ich einen Kaufvertrag?

Einen Kfz-Kaufvertrag zum Ausdrucken finden Sie bei CHECK24. Sie benötigen zwei Exemplare: eines für sich, das andere für den Verkäufer.

Sie bezahlen und bekommen dafür das Auto, die Fahrzeugpapiere (Zulassungsbescheinigung Teil I und II) sowie alle weiteren Unterlagen und Fahrzeugschlüssel.

Gibt es Garantie?

Beim Gebrauchtwagenkauf kommt es darauf an, ob Sie den Pkw von einer Privatperson oder einem Selbstständigen/Gewerbetreibenden/Händler erwerben.

Beim Kauf von privat kaufen Sie das Auto wie gesehen. Eine Gewährleistung oder Garantie gibt es nicht.

Ein Händler hingegen haftet für zwölf Monate nach dem Kaufdatum im Rahmen der Sachmängelhaftung für einen nicht von Ihnen selbst verursachten Mangel am Pkw. Diese gesetzliche Gewährleistung kann vertraglich um eine Garantie erweitert beziehungsweise verlängert werden.

Bei einem jungen Gebrauchten besteht oft noch eine Herstellergarantie. Bei Kia beispielsweise beträgt diese grundsätzlich sieben Jahre ab der Erstzulassung

Wie bezahle ich?

Barzahlung ist (immer noch) die übliche Form der Bezahlung bei einem Gebrauchtwagen. Im Gegenzug bekommen Sie die Fahrzeugschlüssel und die Fahrzeugpapiere.

Überweisungen sind nur bei höherwertigen gebrauchten Pkw (über 10.000 Euro Kaufpreis) üblich. Das liegt auch daran, dass für Barzahlungen über diesem Betrag in Deutschland aufgrund des Geldwäschegesetzes besondere Dokumentations- und Sorgfaltspflichten gelten.

Bei Autohändlern können Sie hingegen oft auch per EC-Karte und Überweisung (vor beziehungsweise bei der Abholung des Wagens) sowie manchmal mit Ihrer Kreditkarte oder per Scheck bezahlen.

4. Schritt: Auto überführen

Auto überführen

Steht der Gebrauchtwagen in der Nähe, können Sie ihn direkt zulassen.

Muss der Pkw zu Ihnen nach Hause überführt werden, gibt es mehrere Möglichkeiten:

  1. auf eigener Achse (nur erlaubt mit gültiger HU und gültigem Kennzeichen am Auto)
  2. mit Überführungskennzeichen/Kurzzeitkennzeichen
  3. auf einem Hänger

5. Schritt: Auto zulassen

Auto zulassen

Für die Anmeldung oder Ummeldung des Gebrauchtwagens auf Ihren Namen bei der Zulassungsstelle Ihres Wohnortes müssen Sie sich zuvor um die Kfz-Versicherung für das Fahrzeug kümmern.

Welche Versicherung brauche ich?

Die Kfz-Haftpflicht ist Vorschrift. Erweiterten Schutz bieten eine Teilkasko- oder Vollkaskoversicherung.

Bei der Wahl der Kfz-Versicherungsgesellschaft sind Sie frei, da es sich für Sie um eine Neuanmeldung handelt.

Die elektronische Versicherungsbestätigungsnummer (eVB-Nummer) vom Versicherer ist bei der Zulassung der Nachweis, dass das Auto versichert ist. Den siebenstelligen Code erhalten Sie vom Kfz-Versicherer nach Abschluss des Vertrages umgehend übermittelt - per SMS oder E-Mail.

Profitieren Sie von günstigen Angeboten im Kfz-Versicherungsvergleich von CHECK24. Alle Tarife können Sie gleich online abschließen.

Anmeldung durch Autohaus

Kaufen Sie über ein Autohaus oder einen Kfz-Händler, übernimmt oft der Verkäufer die Anmeldung des Autos gegen einen Unkostenbeitrag.

Lassen Sie das Auto selbst zu, ist die Zulassungsbehörde an Ihrem Wohnsitz für diese An- oder Ummeldung zuständig.

Wo muss ich hin?

Welche Behörde das ist, ist nicht bundeseinheitlich geregelt. Je nach Bundesland und Gemeinde können zuständig sein:

  • Ordnungsamt
  • Landratsamt
  • Bürgerbüro
  • Kreisverwaltungsreferat

Wie lange dauert die Zulassung?

Die Zulassung selbst ist meist in 15 Minuten erledigt.

Oft ist hier aber viel los, längere Wartezeiten sind keine Seltenheit. Eine Terminreservierung lohnt sich. Viele Zulassungsstellen bieten dies online an.

Kasten Zulassung machen lassen

Sie können auch einen Vertreter schicken. Das kann ein Bekannter oder ein professioneller Zulassungsservice sein. Dem Vertreter müssen Sie eine entsprechende Vollmacht ausstellen.

Welche Unterlagen brauche ich?

  • Ihren Personalausweis oder reisepass (mit Meldebescheinigung)
  • die Zulassungsbescheinigungen I und II (Fahrzeugbrief und Fahrzeugschein)
  • den Nachweis einer gültigen Hauptuntersuchung (TÜV-Bericht)
  • die eVB-Nummer der Autoversicherung
  • bei abgemeldeten Fahrzeugen zusätzlich die Abmelde- oder Stilllegungsbescheinigung
  • die bisherigen Kennzeichen (falls vorhanden)

Was kostet die Zulassung?

Die Gebühren für die An-/Ummeldung eines Gebrauchtwagens betragen etwa:

Stand Februar 2021
Vorgang Kosten
Neuzulassung (abgemeldetes Fahrzeug) 25 €
Ummeldung im Zulassungsbezirk 20 €
Ummeldung aus anderem Zulassungsbezirk 20 €

Wo und wie bekomme ich Kennzeichen?

Kennzeichen fertigen Schilderdienste an. Meist gibt es mindestens einen Betrieb direkt bei der Zulassungsstelle.

Wenn Sie Nummernschilder online vorbestellen, reservieren Sie sich gleich ein Wunschkennzeichen (Service kostet 5 Euro). Das hat den Vorteil, dass Sie die Kennzeichen zur Anmeldung dabei haben und die Zulassungsplakette sofort aufgeklebt werden kann.

Ansonsten wird Ihnen bei der Zulassung eine freie Kombination zugeteilt. Sie besorgen daraufhin die Kennzeichen und kommen mit diesen noch einmal für die Plakette zurück.

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Sascha Rhode

Autor: Sascha Rhode

Schreibt, seit er lesen kann. Seit 2012 ist er für CHECK24 auf Mission Kfz unterwegs. Privat steht er auf altes Eisen – auf vier wie zwei Rädern.

Hinweis: Trotz gewissenhafter Recherche kann die Richtigkeit und Aktualität der Angaben nicht garantiert werden.