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Eine Bank, alles zu bezahlen So funktionieren die neuen Bezahllösungen der Banken

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Von der Überweisung an Freunde via Chat über das Einkaufen im Onlineshop bis zum Bezahlen via Handy an der Ladenkasse: Was bislang vor allem durch Dienste wie Paypal oder Apple Pay bekannt wurde, das bieten mittlerweile auch viele Banken. Wir stellen die interessantesten Anwendungen vor und blicken in die nahe Zukunft.
Bezahltechnologien

Das Bezahlen mit dem Smartphone kannten wir bisher nur von Technologieunternehmen - jetzt ziehen die Banken nach.

Die Bank als erster Ansprechpartner für alles, was mit Geld zu tun hat? Diese Zeiten scheinen längst vergangen. Stattdessen gibt es heute für beinahe jedes Bedürfnis, das mit Geld zu tun hat, eine eigene digitale Anwendung – und bei den wenigsten davon steckt überhaupt noch eine Bank dahinter. Auch die Banken selbst greifen immer öfter auf die Dienste von Drittanbietern, sogenannten Finanztechnologie-Unternehmen (Fintechs) zurück. Vom digitalen Kontowechselservice, der Kunden die Arbeit beim Wechsel des Girokontos abnimmt, bis zum Videoident, das neuen Kunden den Weg zur Filiale oder zur Post erspart, um sich dort auszuweisen.

Als Kunde steht man da nicht selten vor der Qual der Wahl – beim Bezahlen im Internet zum Beispiel: Rund sieben verschiedene Möglichkeiten bieten Onlineshops ihren Kunden durchschnittlich an, um die Rechnung zu begleichen. Dazu gehören mitunter Dienste wie Klarna (der neue Anbieter hinter dem Dienst, der früher als Sofortüberweisung bekannt war), Barzahlen und natürlich Paypal, der bekannteste von ihnen. Wie nützlich oder wie sicher die vielen verschiedenen Angebote sind, ist auf den ersten Blick oft gar nicht einzuschätzen. Kein Wunder also, dass die meisten Deutschen an der Ladenkasse nach wie vor am liebsten in bar und online am liebsten per Rechnung zahlen. Bei digitalen Angeboten würden die allermeisten Dienste bevorzugen, die von der eigenen Bank kommen, wie eine vom Beratungsunternehmen PWC kürzlich veröffentlichte Befragung zeigt. Doch gibt es solche Angebote überhaupt? Ein Überblick über die drei großen Entwicklungsbereiche des Bezahlens:

Online bezahlen

Worum es geht: Besonders beim Einkauf digitaler Produkte oder Dienstleistungen sind Bezahldienste klar Vorteil. Denn ein Bezahldienst wie etwa Paypal stellt sicher, dass der Verkäufer über die Zahlung informiert wird, sobald sie vom Käufer beauftragt wurde. Entsprechend sind zum Beispiel Software oder Medien, die mit Paypal oder Klarna bezahlt wurden, oft direkt nach der Bestellung verfügbar. Auch im Warenhandel spart die Zahlung via Paypal gegenüber der per Überweisung oft ein paar Tage Wartezeit – eben solange wie es im Einzelfall braucht bis das Geld beim Verkäufer angekommen ist.

Das bietet die Hausbank: Um den bereits etablierten Online-Bezahldiensten Paroli zu bieten, haben sich die deutschen Banken zusammengeschlossen und zwei eigene Dienste an den Start gebracht, Paydirekt und Giropay. Paydirekt funktioniert im Grunde wie Paypal. Der Nutzer legt zunächst einen Account mit eigenen Zugangsdaten an. Beim Einkauf muss er sich nur einloggen, um die Zahlung in Auftrag zu geben. Bei Giropay loggt sich der Nutzer hingegen über den Dienst in sein reguläres Online-Banking ein und gibt die Zahlung dort via TAN in Auftrag.

Vorzüge: Dass die eigene Hausbank hinter dem System steckt, sollte es für viele Online-Shopper leichter machen, dem System das nötige Vertrauen entgegenzubringen. Der enthaltene Käuferschutz macht Paydirekt zu einer grundsätzlich interessanten Paypal-Alternative. Das Deutsche Institut für Service-Qualität hat Paydirekt im Test sogar besser als Paypal bewertet. Über 1.100 Onlineshops bieten das Bezahlverfahren mittlerweile an.

Nachteile: Über 1.100 Shops? Das klingt nach viel, ist für den durchschnittlichen Nutzer aber eigentlich viel zu wenig. Von den umsatzstärksten 10 Onlineshops in Deutschland ist bisher gerademal einer dabei. Bei den anderen bleiben Käufer bis auf Weiteres auf die Dienste von Fintechs oder Paypal angewiesen, um die Bestellung zu beschleunigen.

Was uns künftig erwartet: Selbst wenn sich Paydirekt und Giropay nicht durchsetzen sollten, so besteht doch Grund zur Hoffnung für Menschen, die in Geldfragen am ehesten der eigenen Bank vertrauen: Mit der Einführung von Instant Payments in der EU könnten Bezahldienste für viele Kunden sogar überflüssig werden. Bei Instant Payments handelt es um Banküberweisungen, die künftig im sogenannten Euro-Zahlungsverkehrsraum binnen Sekunden abgewickelt werden sollen. Möglich werden soll das durch eine Weiterentwicklung der europäischen Bezahl-Infrastruktur. Wie das Handelsblatt berichtet, werden die ersten Banken voraussichtlich schon Anfang 2018 ihren Kunden die schnellen Überweisungen anbieten.

Geld an Freunde schicken

Worum es geht: Wer kennt das nicht – beim gemeinsamen Einkauf mit Freunden zahlt einer am Ende die Rechnung für alle – so geht das Zahlen am schnellsten und bequemsten. Mit der Rückzahlung ist das aber eine andere Sache. Das endet nicht selten im langwierigen Abzählen von Münzen oder dem Diktieren von 22-stelligen IBANs – oder die Beteiligten vertrösten gleich aufs nächste Mal. Leichter hat es da, wer zum Geldversenden nur ein paar Mal übers Smartphone wischen muss. Für diese Funktion bieten zahlreiche Fintechs eigene Apps und auch via Paypal lässt sich bereits schnell und einfach Geld an Freunde verschicken. Wer Paypal häufiger dazu verwendet, hat schnell ein ganzes „Telefonbuch“ mit den Accounts seiner Freunde beisammen. Um ihnen Geld zu schicken, reicht es dann, ihren Namen auszuwählen, den passenden Betrag einzugeben und auf „Senden“ zu drücken.

Das bietet die Hausbank: Und schon wieder geht es um Paydirekt. Seit diesem Jahr bietet auch der Bezahldienst der Banken eine Möglichkeit, mit ein paar Smartphone-Gesten Geld an Freunde zu schicken. Neben Paydirekt bieten auch die Sparkassen und die VR-Banken mittlerweile einen solchen Dienst an. Dort heißt der Dienst Kwitt beziehungsweise Geldbote.

Vorzüge: Im Prinzip funktioniert der Geldversand via Paydirekt, Kwitt oder Geldbote in etwa so einfach wie eine Messenger-App. Solange alle die Anwendung nutzen, funktioniert alles reibungslos. Der Empfänger wird anhand der Telefonnummer oder E-Mail-Adresse identifiziert und kann damit einfach aus der Kontaktliste ausgewählt werden. Anschließend reicht es meist, den Betrag auszuwählen und auf „Senden“ zu drücken. Schon ist das Geld auf dem Weg zum Empfänger. Ist der Empfänger nicht registriert, kann er das Geld trotzdem erhalten.

Nachteile: In diesem Fall wird es aber schon ein Stück weit komplizierter. Um das Geld zu erhalten, muss der nicht registrierte Empfänger je nach Anwendung etwa einem Link folgen und dort seine Kontodaten eingeben oder – wie im Falle von Paydirekt – die App herunterladen und sich dort als „Gast“ anmelden. In der Zeit, die es braucht, Freunden den Vorgang zu erklären und mögliche Bedenken zu zerstreuen, ließe sich stattdessen wahrscheinlich das passende Kleingeld gleich mehrmals abzählen.

Mit dem Handy an der Kasse zahlen

Worum es geht: Wenn künftig alles digital abläuft, könnte man den Geldbeutel ja eigentlich gleich ganz zu Hause lassen. Zumindest bei den meisten größeren Ladenketten ist das Bezahlen ohne Geldbeutel heute tatsächlich kein Problem mehr. Anbieter wie Boon oder Payback haben es bereits vorgemacht. Je nach Anbieter reicht es in der Regel, wenn an der Kasse ein NFC-fähiges Bezahlterminal steht und die richtige App auf dem Handy ist. Oft warten die Anwendungen noch mit praktischen Zusatzfunktionen wie Rabattprogrammen auf – oder der Möglichkeit, Einkaufszettel zu erstellen oder Kassenzettel automatisch abzuspeichern.

Bei den bisher in Deutschland verfügbaren Anwendungen gelten aber stets auch bestimmte Einschränkungen. Sie können beispielsweise nur in bestimmten Supermarktketten (Edeka App) eingesetzt werden, funktionieren nur mit dem passenden Mobilfunkanbieter (Vodafone Wallet) oder verursachen regelmäßige Gebühren (Boon). Da stellt sich die Frage, ob nicht auch die eigene Bank einen derartigen Dienst anbieten könnte, bei der man ja sowieso schon Kunde ist. Im Idealfall wäre der Dienst dann kostenlos, überall einsetzbar und die nötige App ohnehin schon auf dem Handy.

Das bietet die Hausbank: Tatsächlich arbeiten die deutschen Banken gerade intensiv daran, ihren Kunden das Bezahlen mit dem Handy an der Kasse flächendeckend zu ermöglichen. Als erste konnten sich Anfang dieses Jahres bereits die Kunden der Deutschen Bank über ein solches Angebot freuen. Sie können jetzt an jeder Kasse mit entsprechendem Terminal über die DB Mobile App bezahlen, vorausgesetzt, sie haben ein passendes NFC-fähiges Smartphone mit aktueller Android-Version und eine Kreditkarte der Bank. Dazu werden bald noch deutlich mehr Menschen hierzulande in den Genuss einer mobilen Bezahllösung ihrer eigenen Bank kommen. Möglich werden soll das mit der sogenannten Girocard Mobile, einer digitalen Variante der heutigen Girocard.

Was uns künftig erwartet: Ganz genau lässt sich im Moment noch nicht sagen, wie die digitale Girocard künftig funktionieren wird. Das liegt daran, dass sich die Anwendung aktuell noch in der Testphase befindet. Außerdem gehen die verschiedenen Bankverbände zum Teil eigene Wege. Bei den Volks- und Raiffeisenbanken könnte die Anwendung in etwa so funktionieren: Der Bankkunde schaltet die Girocard Mobile in seiner regulären Banking App auf seinem NFC-fähigen Smartphone frei und zahlt anschließend an der Kasse kontaktlos per App.

Die digitale Version der Girocard befindet sich dabei auf einem abgesicherten Server im Bankenumfeld und nicht wie ursprünglich angedacht auf der SIM-Karte, wie der Verband der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken auf Anfrage mitteilt. Auf dem Handy selbst werden nur ausgewählte Zahlungsdaten abgespeichert. Für Kunden hätte das aktuell angedachte Verfahren unter anderem den Vorteil, dass sie keine zusätzliche Wallet-App wie etwa die Vodafone-Wallet auf dem Telefon brauchen.

Bis wann Bankkunden die Girocard Mobile nutzen können, wie sie im Detail funktioniert und ob sie über ähnlich praktische Zusatzfunktionen verfügt wie die bisher auf dem Markt verfügbaren Anwendungen, bleibt abzuwarten. Die nächsten Pilotprojekte bei den VR-Banken sind Ende dieses und Anfang nächsten Jahres geplant. Anschließend werden wir sicherlich mehr wissen.

Update 22.09.2017: Mobile Banking jetzt auch mit der Postbank-App

Kunden der Postbank, die ein Android-Smartphone besitzen, haben jetzt auch die Möglichkeit, ihre Einkäufe an der Ladenkasse kontaktlos mit dem Smartphone zu bezahlen. Wie es geht und was es dafür braucht, lesen Sie in diesem Beitrag

 

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