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Barmer Krankenhausreport 2018: Risiko bei Bauchaorta-OP hängt von Klinik ab

München, 9.8.2018 | 12:43 | mst

Müssen ältere Patienten an der Bauchschlagader operiert werden, hängt das Sterberisiko von der Operationsmethode sowie Klinik ab. Das zeigen aktuelle Zahlen der Barmer.
 

Pfleger im OP-Saal eines KrankenhausesPfleger im OP-Saal. Komplizierte Eingriffe sollten nur bestimmte Kliniken durchführen, fordert die Barmer.
Bei der Operation einer erweiterten Bauchschlagader hängt das Sterberisiko davon ab, wie und in welcher Klinik der Eingriff vorgenommen wird. Das geht aus dem aktuellen Krankenhausreport der Barmer hervor.
 
Drei Jahre nach einem geplanten Eingriff ist die Sterberate um zwei Prozentpunkte geringer, wenn die Operation minimal-invasiv statt offen-chirurgisch erfolgt. Das Risiko sinkt zudem um 2,3 Prozentpunkte, wenn der Eingriff in einem zertifizierten Gefäßzentrum durchgeführt wird. Die Barmer fordert daher, dass solche Operationen nur noch in speziellen Gefäßzentren oder Kliniken mit vielen Operationen pro Jahr erfolgen sollten.
 
Nach den Zahlen der Barmer wurden im Jahr 2016 rund 11.400 Patienten über 65 Jahren an der Bauchaorta operiert. Dabei stellt die Krankenkasse deutliche regionale Unterschiede fest. So wurden in Sachsen zwischen 2014 und 2016 knapp 86 Prozent der Patienten minimal-invasiv operiert, in Niedersachsen jedoch nur 69 Prozent und im Saarland nur 61 Prozent.
 

Verweildauer und Kosten

Die Verweildauer im Krankenhaus bleibt auf dem Niveau des Vorjahres. Wie im Jahr 2016 beträgt die durchschnittliche Verweildauer rund 7,5 Tage. Dabei ging die Verweildauer bei körperlichen Erkrankungen von 7,5 auf 6,3 Tage zurück, bei psychischen Erkrankungen stieg sie jedoch von 22,2 auf 24,2 Tage. Dieser Anstieg ist laut der Barmer vor allem auf Depressionen zurückzuführen.
 
Die Barmer hat zudem ermittelt, dass im Jahr 2017 die durchschnittlichen Krankenhauskosten je männlichen Versicherten bei 802 Euro (für körperliche Erkrankungen) und 90 Euro (psychische Erkrankungen) lagen. Bei den Frauen betrugen die Kosten 771 Euro und 102 Euro. Auch hier gibt es mitunter große Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern.

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