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Wohngebäudeversicherung: Starkregen-Gefährdungsklassen helfen bei Risikobewertung

München, 19.5.2021 | 15:28 | dmi

Durch den Klimawandel kommt es in Deutschland immer häufiger zu Starkregenfällen. Diese kurzen, starken Niederschläge können zu einem schnellen Anstieg der Wasserstände und so zu heftigen Überschwemmungen führen. Häufig sind schwerwiegende Gebäudeschäden die Folge.

Starke RegenfälleStarkregenfälle können erhebliche Schäden anrichten.
Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat zusammen mit dem Deutschen Wetterdienst (DWD) sowie dem Ingenieurbüro IAWG Starkregen-Gefährdungsklassen (SGK) entwickelt und damit das Informationssystem ZÜRS Geo (Zonierungssystem für Überschwemmungsrisiko) erweitert. 
 
Die Starkregen-Gefährdungsklassen bewerten die Höhe des Risikos, dass ein Haus bei Starkregen Schaden nimmt in Abhängigkeit seines Standorts. Dieser ist neben der Niederschlagsintensität hauptverantwortlich für den Schadensumfang nach Starkregenfällen.

Insgesamt gibt es drei Starkregen-Gefährdungsklassen:
  • SGK 1 – geringe Gefahr: Das Gebäude liegt auf einer Kuppe oder am Oberhang.
  • SGK 2 – mittlere Gefahr: Das Gebäude liegt am Mittel- oder Unterhang und nicht in der Umgebung eines Sees.
  • SGK 3 – hohe Gefahr: Das Gebäude liegt im Tal oder nahe einem Bach.
 

Starkregengefahr im Stadt- und Landvergleich

In Deutschland befinden sich etwa zwölf Prozent aller Wohnungen in der dritten SGK, zwei Drittel sind in SGK zwei und fast ein Viertel ist in der niedrigsten Starkregen-Gefährdungsklasse.

Es gibt jedoch einige Städte, die stärker oder weniger von Starkregen betroffen sind. So ist jedes siebte Haus in Wuppertal in der SGK drei und damit stark gefährdet. Ebenso gehören Freiburg im Breisgau sowie Chemnitz zu den meist bedrohten Städten. In Lübeck, Halle an der Saale sowie in Kiel ist die Gefahr schwerer Schäden hingegen am geringsten. Nur 2,5 Prozent der Kieler Gebäude liegen in der dritten Gefährdungsklasse.

Mit Blick auf die Bundesländer sind Thüringen, Sachsen und Rheinland-Pfalz am gefährdetsten. In Thüringen fällt sogar jedes fünfte Gebäude in die SGK drei. Aufatmen können Bewohner Brandenburgs, Schleswig-Holsteins sowie Mecklenburg-Vorpommerns. Hier fallen die wenigsten Häuser in eine der beiden höchsten Gefährdungsklassen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass sie gänzlich vor Starkregen geschützt sind. Dieser kann prinzipiell überall auftreten und schwerwiegende Schäden verursachen.
 

Gegen Starkregenschäden schützen

Starkregenfälle können Gebäude im schlimmsten Fall unbewohnbar machen. Damit einhergehende Kosten für Reparaturen, Renovierungen sowie eine Notunterbringung können eine hohe finanzielle Belastung darstellen und sogar den Ruin bedeuten.

Als Bestandteil der Hausrat- oder Wohngebäudeversicherung ist deshalb die Elementarversicherung von großem Wert. Im Ernstfall schützt diese vor hohen Kosten, die von Naturgefahren, wie Hochwasser, Starkregen oder Überschwemmungen, verursacht wurden.
 
Um die eigene Gefährdungslage beurteilen zu können, hat der GDV für die 50 bevölkerungsreichsten Städte Deutschlands Karten veröffentlicht, die einen Überblick über die Starkregen-Gefährdungsklassen im Stadtgebiet geben. Zudem entwickeln viele Kommunen ebenso eigene Karten.

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