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Schäden durch Naturgefahren: Versicherer verzeichnen durchschnittlichen Sommer

München, 22.9.2017 | 11:16 | kro

Zum kalendarischen Herbstbeginn zieht der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) Bilanz über die Schäden des Sommers. Das Ergebnis: Bislang ist das Jahr 2017 kein außergewöhnliches Schadensjahr.

Regen und GrasDer Sommer 2017 war trotz heftiger Niederschläge nicht übermäßig schadensreich.
Demnach schlugen vor allem die extremen Dauerregenfälle zwischen dem 20. Juni und 2. Juli zu Buche. Allein in Berlin und Brandenburg – die den nassesten Sommer seit Beginn der Messungen erlebten – entstanden Schäden von rund 60 Millionen Euro. Insgesamt mussten die deutschen Versicherer für diesen Zeitraum 600 Millionen Euro für Starkregen- und Hagelschäden an Gebäuden, Autos sowie am Hausrat leisten.

Während es beispielsweise auch im Harz sehr starke Niederschläge gab, erlebten die Bayern und Baden-Württemberger in diesem Sommer besonders viele Sonnentage. "Die Starkregenereignisse haben zwar für deutliche Schäden gesorgt – aber eben nur lokal begrenzt", sagte Olaf Burghoff, der GDV-Leiter für Sachstatistik.

Der diesjährige Sommer sei in der Schadenstatistik daher eher als durchschnittlich einzuordnen. Die Jahreszeit habe jedoch erneut bewiesen, dass heftige Niederschläge potenziell überall auftreten könnten. "Eine Vorhersage ist extrem schwierig", so Burghoff.

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