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Blitz-Bilanz 2014: Versicherer zahlen 340 Millionen Euro für Blitzschäden

München, 21.7.2015 | 11:29 | kro

Die deutschen Sachversicherer haben 2014 rund 340 Millionen Euro für Schäden durch Blitze und Überspannung gezahlt. Die Kosten für Blitz- und Überspannungsschäden sind damit im Vergleich zum Vorjahr um 100 Millionen Euro gestiegen. Das geht aus der Blitz-Bilanz 2014 hervor, die der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) am Dienstag veröffentlicht hat.
 

Blitz über StadtDie Kosten von Blitz- und Überspannungsschäden steigen weiter an.
Demnach registrierten die Hausrat- und Wohngebäudeversicherer 2014 insgesamt 410.000 Schadensmeldungen und somit 90.000 Fälle mehr als in der Blitz-Bilanz für 2013. Nach GDV-Angaben leisteten die Versicherer im vergangenen Jahr durchschnittlich 830 Euro für einen gemeldeten Schaden, im Jahr 2013 waren es im Schnitt noch 750 Euro.

Weitere Ergebnisse der Blitz-Bilanz 2014: Im Süden Deutschlands blitzt es häufiger als in den nördlichen Gebieten. Zudem kommt es in Städten, die ein weitverzweigtes Leitungsnetz haben, deutlich seltener zu Überspannungsschäden infolge eines Blitzeinschlags als auf dem Land. Zum Schutz eines Gebäudes empfiehlt der GDV einen Blitzableiter – durch diesen wird die Energie zur Erde abgeleitet und setzt nicht beispielsweise den Dachstuhl in Brand.

Zum Schutz der Elektroinstallation und der elektrischen Geräte im Haus sei ein Blitzableiter allerdings nicht ausreichend. Hierfür sind laut dem GDV Schutzgeräte wie Blitzstromableiter (in der zentralen Stromversorgung) und Überspannungsableiter (in der Elektroverteilung und vor jedem zu schützenden Gerät) sinnvoll. Ist ein solcher Überspannungsschutz nicht installiert, sollten Elektrogeräte, Antennenanschlüsse sowie Telefon- und Internetanschlüsse bei einem Gewitter vom Netz getrennt werden.
 

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