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Klimakrise Coronavirus senkt CO2-Emissionen

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Durch Ausgangssperren und Einschränkungen im Flugverkehr sorgt die weltweite Coronakrise für einen Rückgang der CO2-Emissionen. Experten schätzen, dass der globale CO2-Ausstoß in diesem Jahr das erste Mal seit 2008 wieder sinkt.

Corona senkt CO2-Ausstoß
Der Coronavirus lähmt die Wirtschaft und senkt den CO2-Ausstoß.
In China, dem Ursprungsland des Coronavirus sanken die CO2-Emissionen im ersten Quartal 2020 um rund ein Viertel. Grund dafür ist, dass die Industrie ihre Produktion auf Null heruntergeschraubt hat und weniger Kohle verbrannt wird. Auch der private und öffentliche Verkehr kam fast gänzlich zum Erliegen. Klimaforscher haben berechnet, dass so alleine in China 200 Millionen Tonnen CO2 weniger ausgestoßen wurden. Auch 2008, im Jahr der Finanzkrise, wurde durch Sparmaßnahmen der CO2-Ausstoß reduziert, doch nach dem sich die Wirtschaft erholt hatte, zog der CO2-Verbrauch wieder rapide an. Klimaexperten gehen auch dieses Mal davon aus, dass sich nachdem der Virus eingedämmt ist und die Industrie wieder normal produziert, die Emissionen sofort wieder in die Höhe schnellen. Deshalb fordern Klimaschützer, dass die Länder den Ausbau von Ökostrom und ihre Klimaschutzziele auch trotz Wirtschaftskrise weiterhin verfolgen, damit es zu einer dauerhaften CO2-Senkung kommt.