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Bundesumweltministerium Studie soll Gesundheitsrisiko durch Stromleitungen prüfen

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In den kommenden Jahren soll das Stromnetz massiv ausgebaut werden. Doch um die bestehenden Hochspannungsleitungen gibt es immer wieder Bewohner, die über gesundheitliche Beeinträchtigungen klagen. Nun reagiert der Bund und lässt in einer Forschungsstudie die möglichen Gesundheitsrisiken erforschen.
 

Der Stromnetzbetreiber 50Hertz fordert, dass die Netzentgelte bundesweit vereinheitlicht werden.
Lösen Stromleitungen Krankheiten wie Demenz oder Leukämie aus? Diese Fragen soll ein Forschungsprojekt klären.
In mehr als 30 einzelnen Projekten soll in den kommenden sechs Jahren untersucht werden, ob Stromleitungen Krankheiten auslösen können, wie etwa Demenz, Parkinson oder ALS. Oder, ob Kinder beispielsweise im Umfeld von Hochspannungsmasten eher an Leukämie erkranken als in Gebieten, in denen weniger Stromleitungen verlaufen. Außerdem wird die Wahrnehmung elektrischer und magnetischer Felder erforscht. Für die notwendigen Forschungen investiert das Bundesumweltministerium etwa 18 Millionen Euro.


Bislang keine negativen Folgen nachgewiesen

Laut Medienberichten ist die Präsidentin des Bundesamts für Strahlenschutz, Inge Paulini, überzeugt, dass die bisherigen gesetzlichen Regelungen die Bevölkerung ausreichend absichern. Es seien auch bislang keine negativen Folgen nachgewiesen. Doch die Sorgen der Bevölkerung würden ernstgenommen. Dennoch rechnet sie nicht damit, dass durch das neue Forschungsprogramm der Ausbauplan für die Stromautobahnen beeinträchtigt werde. Bedenkliche Ergebnisse würden aber gegebenenfalls berücksichtigt.