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Strom Große Diskrepanz auf Strommarkt

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Der Kontrast könnte kaum größer sein: Der Börsenstrompreis fällt ins Negative und dennoch zahlen Verbraucher derzeit sehr hohe Strompreise.

Große Diskrepanz am Strommarkt
Am Freitag ist der Börsenstrompreis ins Negative gefallen.
Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis, auch beim Strom. Allerdings macht der Strompreis an der Börse nur einen kleinen Teil des Strompreises aus, den Verbraucher für ihren Strom aus der Steckdose zahlen. Hinzu kommen Steuern und Abgaben wie die EEG-Umlage oder die Netznutzungsgebühr. Fällt der Strompreis an der Börse ins Negative, ändert sich für Verbraucher, die meist Tarife bei ihrem Stromanbieter für 12 oder 24 Monate abgeschlossen haben, nichts. Denn in diesen Tarifen ist fest bestimmt, wie viel für eine Kilowattstunde Strom fällig wird. Am Freitag war der Strompreis zeitweise negativ, es wurde mehr Strom angeboten, als nachgefragt wurde. Negative Strompreise kommen in einem Strommix mit großem Anteil an erneuerbaren Energien öfter vor, da eine Planung schwieriger ist. Durch die sinkenden Großhandelspreise an der Börse steigt die Differenz zwischen dem Marktwert des erneuerbaren Stroms und der Vergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz, die über die EEG-Umlage ausgeglichen werden muss.