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Offshore-Windenergie Vor Deutschlands Küsten wird immer mehr Ökostrom erzeugt

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Im ersten Halbjahr 2017 produzierten Offshore-Windparks in Nord- und Ostsee so viel Strom wie im gesamten Jahr 2015. Die Branche zeigt sich sehr zufrieden und fordert von der Bundesregierung höhere Ausbauziele.

Offshore Windpark
Die Windparks vor Deutschlands Küsten erzeugen immer mehr Strom.
„Sandbank“ und „Veja Mate“ heißen die beiden Offshore-Windkraftanlagen, die dieser Tage in der Nordsee ans Netz gehen. „Sandbank“, betrieben von Vattenfall und den Stadtwerken München, hat eine Leistung von 288 Megawatt. In den Windpark „Veja Mate“, der eine Nennleistung von 402 Megawatt hat, investierten unter anderem die Highland Capital Group, Infrastructure Partners und Siemens Financial Services.
 

108 neue Offshore-Windkraftanlagen im ersten Halbjahr 2017

Der Ausbau der Offshore-Windkraft in Deutschland geht zügig voran. Zwischen Januar und Juni 2017 wurden in der deutschen Nord- und Ostsee 108 neue Offshore-Anlagen in Betrieb genommen. Insgesamt sind jetzt 1.055 Offshore-Windkraftanlagen mit einer Leistung von 4.749 Megawatt am Netz. Die Offshore-Windkraftanlagen erzeugten im ersten Halbjahr 2017 rund 8.500 Gigawattstunden Strom. Das ist mehr als im gesamten Jahr 2015 produziert wurde.
 

Branche fordert höhere Ausbauziele von der Politik

Die Branche kritisiert jedoch, dass der Ausbau durch die Politik beschränkt wird. Die Bundesregierung schreibt vor, dass der Zubau von Offshore-Windkraftanlagen zwischen 2020 und 2029 jährlich nur zwischen 500 und 840 Megawatt liegen darf. Dadurch würden die Offshore-Windkraft und die Energiewende eingebremst, so die Kritiker.