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Internationale Energieagentur Rekordjahr für erneuerbaren Energien

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Der Ausbau der erneuerbaren Energien geht schneller voran als erwartet. Allein in China gehen pro Stunde im Schnitt zwei neue Windturbinen ans Netz. Die Internationale Energieagentur (IEA) hat ihre Fünfjahresprognose nun nach oben korrigiert. 

Vor allem neue Photovoltaik- und Windkraftanlagen wurden 2015 gebaut.
2015 wurde pro Tag etwa eine halbe Million Sonnenkollektoren installiert.
In ihrer am heutigen Dienstag in Singapur vorgestellten Untersuchung geht die IEA davon aus, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien um 13 Prozent stärker wächst als noch im Vorjahr angenommen. Im Jahr 2021 werden der IEA zufolge rund 7.600 Milliarden Kilowattstunden Strom aus erneuerbaren Energiequellen erzeugt. Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromversorgung soll dann circa 28 Prozent betragen.


China ist Spitzenreiter beim Ausbau der erneuerbaren Energien

2015 wurden weltweit erneuerbare Kraftwerke und Anlagen mit einer Kapazität von 153 Gigawatt installiert – allein 40 Prozent davon in China. Doch auch in den USA, Indien und Mexiko kam es im vergangenen Jahr zu einem rasanten Zubau. Für das starke Wachstum spielen Vorgaben aus der Politik, vor allem seit dem Klimagipfel in Paris, die immer stärker spürbaren Folgen des Klimawandels und die gesunkenen Kosten für die Erneuerbaren eine Rolle.
 

Erstmals mehr Ökostrom-Anlagen als Kohlekraftwerke

2015 war ein Wendepunkt in Sachen Ökostrom, so die IEA. Erstmals stellen die erneuerbaren Energien mehr als die Hälfte der neu installierten Kapazitäten zur Stromerzeugung. Damit wurde die Kohle als häufigste Energiequelle neugebauter Kraftwerke abgelöst. Vor allem Windkraft- und Photovoltaikanlagen wurden gebaut. 2015 wurde täglich weltweit etwa eine halbe Million Sonnenkollektoren installiert, heißt es in dem Bericht der IEA.


Die Bereiche Heizen und Transport hinken bei der Energiewende hinterher

Der rasante Ausbau der erneuerbaren Energien im Bereich der Stromerzeugung sei zwar sehr erfreulich ─ was die Gebiete Heizen und Transport angeht, müsse jedoch noch mehr an erneuerbaren Energieträgern gearbeitet werden, betont Fatih Birol, Exekutivdirektor der IEA.