Sie sind hier:

Energiemarkt Strompreise um 30 Prozent gestiegen

|

Seit 2009 sind die Strompreise durchschnittlich um 30 Prozent gestiegen. Dabei ist der Preisanstieg bei den Grundversorgern höher als bei den alternativen Anbietern. Ein Grund für die Preissteigerung ist unter anderem die kontinuierliche Erhöhung der Steuern, Abgaben und Umlagen.

Strompreise um 30 Prozent gestiegen
Zwischen 2009 und 2019 stiegen die Strompreise um rund 30 Prozent.

So stieg allein die EEG-Umlage seit ihrer Einführung im Jahr 2010 um rund 230 Prozent ­– von 2,05 Cent auf aktuell 6,79 Cent pro kWh. Steuern, Umlagen und Abgaben machen mittlerweile 54 Prozent des Strompreises aus. Das macht sich auf den Stromrechnungen der Verbraucher deutlich bemerkbar.

Preissteigerung besonders bei Grundversorgern

Ein Musterhaushalt mit einem jährlichen Stromverbrauch von 5.000 kWh zahlte im Oktober 2009 noch durchschnittlich 1.102 Euro im Jahr. Aktuell müssen Verbraucher für die gleiche Menge Strom im Schnitt 1.473 Euro zahlen (+33,67 Prozent). Betrachtet man die Strompreise der Grundversorger und der alternativen Anbieter getrennt, ergibt sich eine ähnliche Preissteigerung, wobei die Strompreise der Grundversorger im Schnitt mehr anstiegen. Die Preise in der Grundversorgung erhöhten sich um 35,12 Prozent, ein Musterhaushalt zahlte für 5.000 kWh Strom vor zehn Jahren 1.159 Euro, aktuell liegt der durchschnittliche Jahrespreis bei 1.566 Euro. Bei den alternativen Anbietern stiegen die jährlichen Stromkosten für einen Musterhaushalt von 1.011 Euro auf 1.351 Euro, also um 33,63 Prozent.
Der Unterschied zwischen der Grundversorgung und den Tarifen der Alternativversorger beträgt im Oktober 2019 im Schnitt 215 Euro (5.000 kWh Verbrauch). Stromvergleicher profitieren von einem Wechsel vom günstigsten Tarif des Grundversorgers zum Alternativanbieter mit einer durchschnittlichen jährlichen Ersparnis von 123 Euro.