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Elektromobilität Elektroautos als Stromspeicher

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Angesichts der schnell größer werdenden Anzahl an Elektroautos in Deutschland plant der Energieversorger LichtBlick ein virtuelles Kraftwerk. Die Batterien der E-Autos sollen dabei bundesweit vernetzt werden, so Markus Adam, Leiter Stabstelle Recht bei LichtBlick gegenüber der WirtschaftsWoche.

Ladestationen Bundesweit
Die Batterien von Elektroautos sollen bundesweit vernetzt werden und so ein virtuelles Kraftwerk bilden.
So entstehe ein gigantischer Stromspeicher. Die Elektroautos sind beim Ladevorgang mit dem Stromnetz verknüpft und können den Strom, mit welchem die Batterie geladen wird, auch wieder in das Stromnetz einspeisen. Diese Technologie nennt sich „Vehicle-to-Grid“ (vom Fahrzeug ins Netz). Da die E-Autos oftmals über lange Zeiträume Strom tanken und in dieser Zeit an das Stromnetz angeschlossen sind, könnte diese Technik häufig zum Einsatz kommen. Dadurch könnte die Elektromobilität zur Stabilisierung des Stromnetzes eingesetzt werden: Wenn überschüssiger Strom vorhanden ist, der durch Solaranlagen oder Windräder produziert wird, kann dieser Strom aufgenommen werden und dann auch wieder abgegeben werden, wenn im Netz ein erhöhter Strombedarf vorhanden ist. Aktuell wird zur Stabilisierung oft ein vorübergehender Betrieb von Gaskraftwerken eingesetzt. Besitzer von Elektroautos könnten zudem das E-Auto auch als privaten Stromspeicher für die eigene Photovoltaikanlage nutzen. Ein Mittelklasse-E-Auto mit voll aufgeladener Batterie könnte ein Einfamilienhaus mehrere Tage lang mit Strom versorgen. Die Automobilbranche forscht aktuell an dieser Technik, die die Rückspeisefähigkeit bei E-Autos ermöglicht und somit die Voraussetzung für die Integration von Elektroautos ins Stromnetz bildet. Laut einer Studie von Nissan, E.ON Drive und dem Londoner Imperial College Könnten Besitzer von Elektroautos mit der Vehicle-to-Grid Technik jährlich 800 bis 1400 Euro pro Auto sparen, weil die Fahrzeuge kostengünstig geladen werden können, wenn überschüssiger Strom vorhanden ist. Zudem würde die Stromeinspeisung in das Netz bei erhöhter Stromnachfrage vergütet werden.