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Atomausstieg EnBW nimmt weitere AKW vom Netz

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Der baden-württembergische Energiekonzern EnBW will im Rahmen des Atomausstiegs zwei Atomkraftwerke (AKW) vom Netz nehmen. Wie verschiedene Medien am Montag berichteten, hat der Konzern die Stilllegung und den Abbau von Philippsburg 2 und Neckarwestheim II bei der Bundesnetzagentur beantragt. 

In Baden-Württemberg werden weitere Atomkraftwerke vom Netz genommen.
In Baden-Württemberg werden zwei weitere Atomkraftwerke stillgelegt.
Segnet die Bonner Netzbehörde die Stilllegung ab, gehen damit die letzten Atommeiler in Baden-Württemberg vom Netz. Der Stuttgarter Umweltminister Franz Untersteller (Bündnis 90/Die Grünen) begrüßt dies: „Die Energiewende wird Wirklichkeit“, sagte Untersteller.
 

Abriss kann noch einige Jahre dauern

Bis zum eigentlichen Abriss der Meiler werde es jedoch noch einige Jahre dauern. Einen Grund für die Verzögerung sieht er in der Beteiligung der Öffentlichkeit bei der Planung von Stilllegung und Abbau der letzten verbleibenden Atommeiler. Sie schaffe laut Untersteller „Transparenz und auf lange Sicht Vertrauen in das Verfahren und die Beteiligten“.
 

Stilllegung vor Ende der Laufzeit

Beide AKW sollen damit vorzeitig stillgelegt werden. Philippsburg 2 hätte noch bis 2019 am Netz bleiben dürfen. Neckarwestheim II gehört zu den letzten Meilern, die in Deutschland laut Stilllegungsplan spätestens 2022 abgeschaltet werden müssen. Auch hier wird die Laufzeit damit vorzeitig beendet, wenn die Bundesnetzagentur die Stilllegung genehmigt.
 

Pannen im Betrieb bei Philippsburg 2

Vor allem Philippsburg 2 war zuletzt immer wieder durch Pannen im Betrieb aufgefallen. Zuletzt im April dieses Jahres. Wie das Handelsblatt in seiner Online-Ausgabe damals berichtete, hatten Mitarbeiter Sicherheitsprüfungen vorgetäuscht.