Sie sind hier:

Photovoltaik Die Anschaffung einer Photovoltaikanlage ist günstiger geworden

|

Gesunkene Preise für Solarmodule trotz verbesserter Technik machen Solarenergieproduktion attraktiver. Zahlreiche Projekte werden im Landkreis München umgesetzt, auch dank der Akzeptanz seitens der Politik.

Hauses mit Photovoltaikanlage auf dem Dach
Die Montage von Photovoltaikanlagen lohnt sich für Hauseigentümer.
Wo genau sich die Montage der Photovoltaiktechnik für Hauseigentümer lohnt, zeigt das neu vorgestellte Solarpotenzialkataster der Energieagentur Ebersberg-München für den Landkreis. Auf der Karte ist die Stärke der Sonneneinstrahlung auf Dächern und Freiflächen dargestellt.
Christoph Nadler, der sich als Grünen-Kreisrat für die Energiewende engagiert, berichtet, dass in den vergangenen sonnigen Monaten 16 Prozent mehr Solarenergie über seine Anlage produziert wurde, als der Hersteller standardmäßig zu erwarten angibt. Nadler ist außerdem Sprecher der Bürgerenergie Unterhaching, die als Genossenschaft schon seit mehreren Jahren größere Photovoltaikanlagen als Bürgerbeteiligungsprojekte baut. Im Gegensatz zur Windkraft sei die Photovoltaik, so Nadler, im Landkreis akzeptiert. Zahlreiche Gebäude wie das Feuerwehrhaus in Siegertsbrunn oder Schuldächer in Taufkirchen und Baierbrunn seien Teil zukünftiger Solarprojekte. Landrat Christoph Göbel (CDU) gab diesbezüglich auf dem Festival der Energieagentur erst kürzlich seine Zusage.

Finanzieller Vorteil gegenüber konventionellem Strombezug

Wer seinen eigenen Strom erzeugt, kann dem Energie-Fachberater Hans Urban zufolge Geld sparen. Denn normalerweise kostet die Kilowattstunde (kWh) Strom bei einem Stromanbieter durchschnittlich 30 Cent. Mit einer eigenen Solaranlage wird Strom für etwa zehn Cent pro kWh erzeugt. Überschüssige Energie kann mit einem Ertrag von fast 13 Cent pro kWh ins Netz eingespeist werden. Urban gibt die Kosten einer Photovoltaikausstattung für ein Einfamilienhaus mit 7.500 Euro an. Vor 15 Jahren sei die Summe noch fünfmal so groß gewesen. Wer in Klimaschutz investieren möchte, kann bei der Energieagentur Unterstützung kriegen und erste Informationen einholen.

Weitere Nachrichten über Strom

28.09.2020 | Coronakrise
Gastwirte sollen Heizpilze mit Ökostrom betreiben
Die Coronakrise lässt die Diskussion über klimaschädliche Heizpilze wieder aufflammen. Für Herbst und Winter planen viele Städte ihre Heizpilz-Verbote zeitweise wieder aufzuheben. In München beispielsweise sollen die Heizpilze mit Ökostrom betrieben werden.
24.09.2020 | EGG-Reform
Deutschland soll bis 2050 klimaneutral werden
Die EEG-Reform soll den Ökostrom-Ausbau beschleunigen. Fernziel ist die Klimaneutralität bis 2050. Damit der Ausbau nicht zu Lasten der Stromkunden geht, sollen EEG-Umlage und Strompreise sinken.
17.09.2020 | Klimapolitik
Greta Thunberg kritisiert neues EU-Klimaziel
Mit dem neuen EU-Klimaziel soll der CO2-Ausstoß um 55 Prozent gegenüber 1990 gesenkt werden. Für den Vorschlag erntet EU-Kommissionspräsidentin Ursula sowohl von Umweltschützern als auch von Wirtschaftsverbänden Kritik.
10.09.2020 | Energiepolitik
Verbände fordern verbraucherfreundliche EEG-Reform
Der Verbraucherschutzverband (VZBV) und der Umweltverband BUND haben der Bundesregierung ein Forderungspapier zur EEG-Reform vorgelegt. Sie fordern ein verbraucherfreundliches Gesetz, dass den Kleinproduzenten entgegenkommt und die Strompreise klein hält.
03.09.2020 | Elektromobilität
Jeder zehnte Deutsche plant, ein E-Auto zu kaufen
Laut einer aktuellen Umfrage bekunden über 50 Prozent der Deutschen ihr Interesse an einem Elektroauto. Der hohe Kaufpreis spricht jedoch für viele immer noch gegen einen Kauf.