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Ölpreis Opec und Russland fördern weniger Öl

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Damit der Ölpreis steigt, hat die Opec im Januar ihre Ölproduktion deutlich heruntergefahren. Auch Russland hat im Januar weniger Öl gefördert. Dennoch ist das Angebot auf dem internationalen Ölmarkt immer noch größer als die Nachfrage. 

Ölforderung
Die Opec fördert weniger Öl.
Am Montag hat die Organisation erdölexportierender Länder (Opec)die Förderzahlen für Januar bekanntgegeben. Das Kartell hat pro Tag 32,1 Millionen Barrel Rohöl gefördert und seine tägliche Produktion um 890.000 Barrel zurückgefahren. Dies ist sogar noch weniger als zuvor angekündigt: Ende 2016 hatten sich die Mitgliedsstaaten darauf geeinigt, die Produktion bis Mitte 2017 auf täglich 32,5 Millionen Barrel zu begrenzen.
 

Auch Russland fährt Ölproduktion zurück

Allein Saudi-Arabien hat seine tägliche Fördermenge um 496.000 Barrel reduziert. Auch Irak und Kuwait haben ihre Produktion deutlich zurückgefahren. Russland, das kein Mitglied der Opec ist, hat ebenfalls seine Ölfördermenge beschränkt: Es förderte im Januar 11,2 Millionen Barrel pro Tag – das sind 120.000 Barrel weniger in den Vormonaten. Russland hatte sich Ende 2016 mit der Opec auf eine Reduzierung der Förderquote geeinigt.


Ziel ist eine Stabilisierung der Ölpreise

Ziel der Produktionskürzungen war ein Anstieg des Ölpreises. Tatsächlich kostet ein Barrel der Sorte Brent mittlerweile und 56 Dollar – und damit fast doppelt so viel wie vor einem Jahr. Für die Verbraucher sind das weniger gute Neuigkeiten: Auch die Heizölpreise sind gestiegen – wer seine Heizöltanks noch auffüllen muss, sollte dies baldmöglichst tun.
 

Wieder mehr Fracking in den USA

Trotz der Förderkürzungen wird Experten zufolge immer noch mehr Öl produziert, als auf dem Weltmarkt nachgefragt wird. Dies liegt unter anderem daran, dass die US-Firmen ihre Bohraktivitäten wieder ausgeweitet haben.