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Hohe Strompreise DIHK fordert Senkung der Ökostrom-Umlage

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Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag empfiehlt, die Ökostrom-Umlage zu senken. Damit will der Verband Unternehmen entlasten. Von den niedrigeren Strompreisen würden jedoch auch Haushaltskunden profitieren.

DIHK möchte Stromkosten reduzieren.
Die Stromkosten sollen nach Wunsch des DIHK gesenkt werden.
Der Strompreis für Unternehmen besteht laut dem DIHK zu 80 Prozent aus staatlichen Abgaben und Umlagen. Damit haben sich die Strompreise für Deutschland zu einem „echten Standortnachteil“ entwickelt, sagte DIHK-Präsident Eric Schweizer gegenüber der „Welt“. Der Verband fordert deshalb, die EEG-Umlage von derzeit 6,88 auf 4,71 Cent pro Kilowattstunde zu senken.
 

Auch Haushaltskunden würden von den sinkenden Strompreisen profitieren

Würden die Übertragungsnetzbetreiber der Forderung des DIHK nachkommen, würde das nicht nur die deutschen Unternehmen entlasten. Auch für Haushalte würde eine niedrigere EEG-Umlage die Stromkosten  reduzieren. CHECK24 hat berechnet, dass eine Familie mit einem jährlichen Stromverbrauch von 5.000 Kilowattstunden bis zu 129 Euro einsparen könnte. Bei einem Jahresverbrauch von 2.000 Kilowattstunden würden Haushaltskassen immerhin noch um 52 Euro entlastet.
 

Ökostrom-Umlage für 2018 wird am 15. Oktober bekanntgegeben

Ob die Ökostrom-Umlage tatsächlich sinkt und wie sich infolgedessen die Strompreise für Unternehmen und Haushalte im kommenden Jahr gestalten, wird am 15. Oktober bekanntgegeben. An diesem Tag müssen die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber die Höhe der EEG-Umlage für 2018 veröffentlichen. Nachdem die Umlage in den vergangenen beiden Jahren angehoben wurde, konnten die Netzbetreiber ein Guthaben aufbauen. Deshalb ist es durchaus denkbar, dass die Umlage leicht sinkt. Dass dies jedoch in dem vom DIHK geforderten Umfang geschieht, ist wohl eher unwahrscheinlich. 

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