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Supersportler: Rennmaschine auch für die Straße

Lesezeit 2 Min.
aktualisiert am 02.04.2020

Supersportler

Ein Supersportler ist ein für die Rennstrecke optimiertes Motorrad. Das höchste Ziel ist Sportlichkeit – in allen Belangen. Selbstverständlich bedeutet dies eine maximale Motorleistung. Spitzenmodelle bewältigen den Sprint von 0 auf 200 km/h in unter acht Sekunden.

Mindestens ebenso entscheidend sind aber auch ein optimales Gewicht und ein exzellentes Handling der Boliden auf zwei Rädern. Die Maxime der Hersteller von Supersportlern ist es, das Leistungsgewicht einer Maschine unter einem Kilogramm pro PS zu halten. Damit die Power des Aggregats überhaupt adäquat auf den Asphalt gebracht werden kann, bedarf es eines entsprechend fein abstimmbaren Fahrwerkes.

Fahrwerk und Bremsen müssen Hochleistungen bringen

Dieses muss stabil und verwindungssteif sein, um die auftretenden Kräfte verkraften zu können. Gleichzeitig ist es in der Klasse der Supersportler grundsätzlich einstellbar, sodass der Fahrer sein Bike individuell auf den nächsten Einsatzort abstimmen kann.

Auch die Bremsanlage ist bei einem Supersportler großzügig dimensioniert. Üblich sind große Doppelscheibenbremsen oder starke Festsattel-Bremszangen. Sie ermöglichen dem Fahrer gut dosierbare und dennoch zupackende Bremsverzögerungen, die bei Höchstgeschwindigkeiten weit jenseits der 200 km/h auch dringend erforderlich sind.

Für Supersportler verwenden die Hersteller meist flüssigkeitsgekühlte Reihenvierzylindermotoren mit einem kurzen Zylinderhub. Für eine optimale Aerodynamik sind Supersportler vollverkleidet. Der Fahrer liegt fast auf seinem Zweirad, der Stummellenker ist ebenfalls tief angebracht. Die Fußrasten hingegen sind weit hinten und hoch positioniert, sodass der Kniewinkel eng ist.

Auf einem Supersportler ist meist kein Platz für Beifahrer

Platz für einen Sozius gibt es – wenn überhaupt – nur in Form eines Notsitzes. Supersportler orientieren sich eng an den Rennmotorrädern der verschiedenen Rennserien. Daher bieten einige Motorradhersteller Supersportler in den original Lackierungen der entsprechenden Rennserie an.

Supersportler gibt es ab der Hubraumklasse 125 ccm. Ihre Vorteile können Supersportler jedoch vor allem in den Klassen von 600 ccm bis 1.000 ccm ausspielen. Die Höchstgeschwindigkeit liegt auch mal jenseits der Marke von 300 km/h.

Supersportler sind die Aushängeschilder der Hersteller. Sie nehmen daher eine Vorreiterrolle bei der Entwicklung und Einführung neuer Teile sowie Werkstoffe wie Titan und Carbon und natürlich der Motorenentwicklung ein. Viele dieser Komponenten werden später – teilweise in modifizierter Weise – auch in anderen Motorradklassen und -typen eingesetzt.

Supersportler: kein kostengünstiges Hobby

Die Kosten für einen Supersportler sind - wie beim Streetfighter - nicht zu unterschätzen. Neben den hohen Anschaffungskosten im fünfstelligen Bereich ist auch die Kfz-Steuer aufgrund der Motorleistung üppig.

Nicht zuletzt schlägt auch die Motorradversicherung ordentlich ins Kontor. Die Versicherungsrisiken der Gesellschaften sind aufgrund hoher Unfall- und Diebstahlzahlen bei Supersportlern hoch. 

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Sascha Rhode

Redakteur Sascha Rhode

Nennt deutlich mehr Zwei- als Vierräder sein Eigen. Mag alte Vespa-Roller - saubere Hände haben daher andere.

Hinweis: Trotz gewissenhafter Recherche kann die Richtigkeit und Aktualität der Angaben nicht garantiert werden.