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Schadenfreiheitsklassen in der Motorradversicherung

Eine Möglichkeit, Ihren Versicherungsbeitrag in der Motorradversicherung niedrig zu halten, bietet das System der Schadenfreiheitsklassen (SF-Klassen).

Erfahren Sie hier mehr zu:

  • den Anwendungsbereichen und Voraussetzungen
  • den SF-Klassentabellen
  • der Rückstufung im Schadensfall
  • dem Rückkauf eines Schadens
  • der Übertragung von Schadenfreiheitsklassen
  • der Einstufung nach einer Versicherungsunterbrechung

Anwendungsbereiche und Voraussetzungen

Schadenfreiheitsklassen gibt es bei der Haftpflicht und der Vollkaskoversicherung. Da es sich um zwei unabhängige Versicherungen handelt, gelten für die Motorrad-Haftpflicht und die Motorrad-Vollkasko auch separate Schadenfreiheitsklassen. Keine Schadenfreiheitsklassen gibt es bei der Teilkaskoversicherung für Motorräder.

Das Konzept ist einfach: Mit jedem schadenfreien Jahr steigen Sie um eine SF-Klasse – bis die höchste Stufe erreicht ist.

Jeder Schadenfreiheitsklasse ist ein entsprechender, ansteigender Schadenfreiheitsrabatt (SF-Rabatt) zugeordnet. Dadurch reduziert sich Ihr Versicherungsbeitrag, je länger Sie unfallfrei Motorrad fahren.

Berücksichtigt werden nur die Zeiträume, in denen Sie ein Motorrad auf Ihren Namen versichert haben. Eine bessere Schadenfreiheitsklasse erhalten Sie auch nur, wenn die Maschine im vergangenen Versicherungsjahr mindestens sechs Monate am Stück angemeldet und versichert gewesen ist.

Bei einem Wechsel der Motorradversicherung übernimmt die neue Gesellschaft Ihren bisherigen Schadensverlauf und stuft Sie in die dementsprechende SF-Klasse ein. Allerdings kann die Höhe der gewährten Schadenfreiheitsrabatte von der des Vorversicherers abweichen.

Schadenfreiheitsklassen für Krafträder mit Versicherungskennzeichen

Keine Schadenfreiheitsklassen können Halter von Kleinkrafträdern mit Versicherungskennzeichen erlangen.

SF-Klassen – Beispieltabellen

Jeder Motorradversicherer definiert sein eigenes Schadenfreiheitsklassensystem. Daher sind die Anzahl der Klassen und die Höhe der damit verbundenen Rabatte nicht einheitlich.

Über die genauen Konditionen der Schadenfreiheitsklassen informieren Sie sich am besten direkt bei der jeweiligen Gesellschaft. Nachfolgend haben wir die SF-Klassentabellen beispielhaft sowohl für die Motorrad-Haftpflicht als auch für die Motorrad-Vollkasko dargestellt – getrennt nach leistungsoffenen  Motorrädern und Leichtkrafträdern.

SF-Klassen
Motorrad
Beitragssatz
Haftpflicht %
Beitragssatz
Vollkasko %
SF 8 35 55
SF 7 40 55
SF 6 40 55
SF 5 45 55
SF 4 45 55
SF 3 50 55
SF 2 55 75
SF 1 60 80
SF ½ 70 85
SF 0 100 100
SF M 100 120

 

Die unterste Stufe ist die Klasse M (M steht für "Malus"). In diese Klasse werden etwa Fahranfänger nach einem selbst verschuldeten Unfall eingestuft. Es folgen die Sonderklassen 0 und ½. Ab einem schadenfreien Versicherungsjahr werden Sie normalerweise in die SF-Klasse 1 eingestuft.

Einige Gesellschaften erheben in der Malus-Klasse mit einem Beitragssatz von bis zu 140 Prozent. Dafür differenzieren manche Motorradversicherungen stärker, sodass Sie als Versicherungskunde zu Beispiels in der SF-Klasse 20 nur noch einen Beitragssatz von 22 Prozent bezahlen müssen.

SF-Klassen
Leichtkraftrad
Beitragssatz
Haftpflicht %
Beitragssatz
Vollkasko %
SF 3 45 55
SF 2 60 75
SF1 65 80
SF ½ 70 85
SF0 100 100

 

Bei Leichtkrafträdern ist die Obergrenze zumeist mit der SF-Klasse 5 und einem Beitragssatz von 45 Prozent (in der Motorrad-Haftpflichtversicherung) beziehungsweise 55 Prozent (in der Motorrad-Vollkasko) erreicht.

Rückstufung nach einem Schaden

Hat Ihre Motorradversicherung einen Schaden bezahlt, werden Sie die Auswirkungen im darauffolgenden Versicherungsjahr bemerken. Aufgrund des negativen Schadensverlaufs stuft Sie die Gesellschaft in eine schlechtere – sprich niedrigere - Schadenfreiheitsklasse zurück. Das wirkt sich meist auch auf die Höhe des Schadenfreiheitsrabatts und damit auf den Beitrag aus – Sie müssen mehr bezahlen.

Die konkrete Schadenshöhe ist für die Rückstufung nicht relevant. Wie weit Sie zurückgestuft werden, ist in den Rückstufungstabellen des jeweiligen Versicherungsunternehmens festgelegt.

Rückkauf eines Schadens

Einen Schaden bearbeitet Ihre Motorradversicherung und reguliert den Fall nach Prüfung der Sachlage. Sie erhalten dann einen entsprechenden Bescheid, der im Normalfall sowohl die Schadenshöhe als auch die Sie betreffenden Konsequenzen – sprich Rückstufung in der Schadenfreiheitsklasse – beinhaltet.

Sie haben jedoch im Rahmen eines Schadenrückkaufs die Möglichkeit, der Motorradversicherung die erbrachten Leistungen innerhalb von sechs Monaten zurückzuzahlen. Dadurch heben Sie eine Rückstufung in der Schadenfreiheitsklasse auf.

Ob sich ein Rückkauf lohnt, muss jedoch im Einzelfall abgewogen werden. Bei Schadenssummen bis 750 Euro ist dies jedoch häufig der Fall.

SF-Klassen übertragen

Schadenfreiheitsrabatte können grundsätzlich an enge Verwandte übertragen werden. So kann zum Beispiel der Großvater seine SF-Vergünstigungen an die Kinder und Enkelkinder abtreten. Allerdings bieten nicht alle Motorradversicherungen eine Übertragung beziehungsweise Übernahme an.

Bei der Übertragung der Schadenfreiheitsklassen verliert der Geber alle Privilegien und wird wieder als Fahranfänger eingestuft. Der Empfänger hingegen kann lediglich so viele SF-Klassen mit entsprechenden Rabatten übernehmen, wie er theoretisch selbst hätte erfahren können. Daher lohnt sich die Übertragung der Schadenfreiheitsrabatte nicht in jedem Fall.

Einstufung nach Versicherungsunterbrechung

Die unverbindlichen Richtlinien des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) sehen für jedes Jahr, in dem keine Versicherung bestand, eine Rückstufung um eine SF-Klasse vor. Einige Versicherer weichen allerdings davon ab und stufen Versicherungsnehmer bereits nach kürzerer Zeit, andere Unternehmen erst nach einer längeren Versicherungsunterbrechung, in ungünstigere Klassen ein.

Wir empfehlen Ihnen daher, sich bei der jeweiligen Motorradversicherungsgesellschaft direkt nach den aktuellen Modalitäten zu erkundigen.

Viele Versicherungsunternehmen lehnen eine Übernahme des bisherigen schadenfreien Verlaufs nach einer Unterbrechung von mehr als sieben Jahren ab - Sie werden dann wieder wie ein Anfänger behandelt.

Hinweis: Trotz gewissenhafter Recherche kann die Richtigkeit und Aktualität der Angaben nicht garantiert werden.