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Führerscheinklassen für Motorräder

Um Krafträder fahren zu dürfen, benötigen Sie den entsprechenden Motorradführerschein beziehungsweise die passende Führerscheinklasse. Hierzulande wurden die Führerscheinregelungen in den vergangenen Jahrzehnten mehrfach überarbeitet.

Im Folgenden:

  • erfahren Sie, welche Voraussetzungen Sie als Motorradfahrer erfüllen müssen
  • informieren wir Sie, welche Bedingungen für die Motorradführerscheinprüfung gelten
  • erhalten Sie einen Überblick über die aktuellen Führerscheinklassen für Motorräder
  • informieren wir über die Gültigkeitsdauer des Motorradführerscheins
  • lesen Sie mehr zur Sonderstellung von Trikes

Gesetzliche Regelungen

MotorradversicherungDie letzte große Führerscheinnovelle ist seit 2013 in Kraft. Das Ziel ist eine europaweite Vereinheitlichung der Führerscheinregeln. Allerdings sind alle bisherigen Führerscheine weiterhin gültig. Die Frage, welche Motorräder mit welchen Führerscheinen gefahren werden dürfen, ist deshalb unter Umständen gar nicht so leicht zu beantworten.

Beim Motorradführerschein existiert ein Stufenmodell. Die niedrigste Führerscheinklasse für Motorräder ist die Klasse AM, die höchste Stufe die Führerscheinklasse A.

Pflichtstunden für den Motorradführerschein

Vorgeschrieben sind für Motorradführerscheinanwärter zwölf Pflichtstunden. Jede Einheit dauert 45 Minuten. Die Pflichtstunden gliedern sich in:

  • 5 x 45 Minuten Überlandfahrt (Land- oder Bundesstraßen)
  • 4 x 45 Minuten Autobahn
  • 3 x 45 Minuten Nachtfahrt

Hinzu kommen Übungsfahrten auf einem Übungsplatz (Praxisstunden). Sie dienen laut Prüfungsrichtlinie dem Nachweis, dass der Bewerber das Kraftrad selbständig handhaben kann, die Grundbegriffe der Fahrphysik kennt und sie richtig anwenden kann. Die Anzahl der Praxisstunden hängt vom Können des Fahrschülers und der Beurteilung der Leistung durch den Fahrlehrer ab.

Im Rahmen der Übungsfahrten werden die folgenden Verkehrssituationen trainiert. Diese sind auch Teil der Fahrprüfung.

  • Slalomfahren mit Schrittgeschwindigkeit
  • Stop and Go
  • Kreisfahrt (4,5 Meter Radius)
  • Starkes Abbremsen aus ca. 50 km/h
  • Langer Slalom mit ca. 30 km/h ( 3 x 9 Meter, anschließend 2 x 7 Meter)
  • Slalom mit ca. 30 km/h (4 x 7 Meter)
  • Ausweichen nach Abbremsen
  • Ausweichen ohne Abbremsen

Theoriestunden für angehende Motorradfahrer

Neben den Praxisstunden müssen angehende Motorradfahrer auch besuchte Theoriestunden in der Fahrschule nachweisen.

Theoriestunden bei vorhandenem Führerschein Klasse B (Pkw)

10 Doppelstunden Theorie zu 90 Minuten

  • 6 Doppelstunden Grundstoff
  • 4 Doppelstunden Zusatzstoff Motorrad

Theorie von Pkw-Führerschein anrechnen

Die durch den Pkw-Führerschein nachgewiesenen Theoriestunden können maximal 24 Monate nach dem Erwerb auch für den Motorradführerschein angerechnet werden. Dadurch reduziert sich der Umfang des Grundstoffs zeitlich um die Hälfte.

Theoriestunden ohne Auto-Führerschein

16 Doppelstunden Theorie zu 90 Minuten

  • 12 Doppelstunden Grundstoff
  • 4 Doppelstunden Zusatzstoff Motorrad

Theoriestunden für Führerschein Klasse B und A

18 Doppelstunden Theorie zu 90 Minuten

  • 12 Doppelstunden Grundstoff
  • 2 Doppelstunden Zusatzstoff Pkw- und Anhänger
  • 4 Doppelstunden Zusatzstoff Motorrad

Voraussetzungen für die Motorradfahrprüfung

Um an der Fahrprüfung teilnehmen zu dürfen, muss jeder Motorradfahrschüler einen Sehtest sowie einen Erste-Hilfe-Kurs nachweisen. Seit dem 1. Mai 2014 muss der Bewerber außerdem während der praktischen Fahrprüfung geeignete Motorradschutzkleidung tragen. Die Schutzkleidung besteht aus:

  • einem passendem Motorradhelm
  • Motorradhandschuhen
  • einer eng anliegenden Motorradjacke
  • einem Rückenprotektor
  • einer Motorradhose
  • Motorradstiefeln mit ausreichendem Knöchelschutz

Motorradführerscheine im Überblick

Führerscheinklasse AM

Die Klasse AM umfasst Kleinkrafträder mit einem Hubraum bis 50 ccm, bei Elektroantrieb maximal 4 kW. Dazu zählen auch Gespanne, kleine Quads oder Trikes.

Die zulässige Höchstgeschwindigkeit liegt bei 45 km/h. Der Führerschein kann ab 16 Jahren erworben werden. Kleinkrafträder dürfen auch mit jeder höheren Führerscheinklasse gefahren werden.

Führerscheinklasse A1

Die Führerscheinklasse A1 gilt für Leichtkrafträder mit einem Hubraum bis 125 ccm. Die Motorleistung ist auf 11 kW oder 15 PS beschränkt.

Eine weitere Einschränkung besteht darin, dass die Maschine nicht mehr als 0,1 kW pro Kilogramm Leergewicht aufweisen darf.

Die Fahrerlaubnis für die Klasse A1 kann ab 16 Jahren erteilt werden. Dazu ist eine theoretische und praktische Prüfung abzulegen.

Keine Geschwindigkeitsbegrenzung

Die bis 2013 geltende Geschwindigkeitsbeschränkung auf maximal 80 km/h gibt es nicht mehr.

Führerscheinklasse A2

Mit der Klasse A2 in der Tasche dürfen Motorräder mit einer maximalen Motorleistung von 35 kW beziehungsweise 48 PS und einem Leistungs-Gewichtsverhältnis von maximal 0,2 kW pro Kilogramm Leergewicht bewegt werden.

Der Motorradführerschein Klasse A2 kann frühestens mit 18 Jahren ausgegeben werden. Wer bereits den A1-Schein besitzt, erwirbt die erweiterte Klasse A2 durch eine zusätzliche praktische Fahrprüfung. Somit halten sich die Kosten im Rahmen.

Der Direkteinstieg erfordert hingegen sowohl eine theoretische als auch eine praktische Fahrausbildung.

Neuerungen

Inhaber eines Führerscheins der Klasse 1b beziehungsweise A1, die die Fahrerlaubnis vor dem 19. Januar 2013 erworben haben, können durch eine verkürzte praktische Prüfung direkt den A2-Schein erwerben.

Pkw-Fahrer oder Inhaber der Führerscheinklasse 4, die ihre Fahrerlaubnis vor dem 1. April 1980 erworben haben, können die Stufe A2 mit einer verkürzten Praxisprüfung erreichen.

Führerscheinklasse A

Der Motorradführerschein A hat keine Leistungsbeschränkungen und berechtigt zur Fahrt mit allen zugelassenen Motorrädern sowie  großen Rollern beziehungsweise Maxi-Scootern. Die Klasse A kann frühestens mit 20 Jahren nach zweijährigem Besitz des A2-Scheins durch eine praktische Fahrprüfung erlangt werden. Der Direkteinstieg in diese Klasse ist erst ab 24 Jahren möglich.

Bei offenen Dreirädern (Trikes) gilt ein Mindestalter von 21 Jahren. Die mit älteren Führerscheinen erworbenen, teilweise umfangreicheren Fahrberechtigungen sind für deren Inhaber weiterhin gültig.

Führerscheine nur noch begrenzt gültig

Vor dem 19. Januar 2013 ausgestellte Motorradführerscheine sind einheitlich nur noch bis zum Jahr 2033 gültig. Dann müssen sie neu beantragt werden.

Eine erneute Prüfung der Fahreignung gibt es jedoch nicht. EU-Führerscheine ab dem Ausgabedatum 19. Januar 2013 sind 20 Jahre gültig und müssen danach ebenfalls neu beantragt werden. Hintergrund der Gültigkeitsbegrenzung ist, dass das Passbild des Führerscheininhabers auf einem einigermaßen aktuellen Stand gehalten werden soll, um die Identität bei Kontrollen zu erleichtern.

Trikes sind seit 2013 Motorräder

Bis zum Jahr 2013 wurden Trikes in die Klasse der Pkw gezählt. Wurde Ihr Autoführerschein vor dem 19. Januar 2013 ausgestellt, dürfen Sie deshalb damit auch ein Trike fahren.

Für nach diesem Datum ausgestellte Fahrerlaubnisse sind dagegen die entsprechenden Motorradführerscheinklassen erforderlich.

Hinweis: Trotz gewissenhafter Recherche kann die Richtigkeit und Aktualität der Angaben nicht garantiert werden.