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E-Scooter: Das sind häufige Unfallursachen

München, 27.5.2020 | 14:47 | awo

Beim Thema E-Scooter scheiden sich die Geister. Für die einen sind die motorisierten Tretroller eine echte Bereicherung, für die anderen nur eine weitere Last im Straßenverkehr. Gerade zu Beginn gab es viele Fälle von Trunkenheit am Lenker. Aber welche Unfälle verursachen E-Scooter-Fahrer am häufigsten?

Person auf E-ScooterSeit 2020 gibt es eine Unfallstatistik für E-Scooter.
Seit letztem Sommer sind E-Scooter offiziell im deutschen Straßenverkehr erlaubt und haben für große Diskussionen gesorgt. In den sozialen Medien wurde sich immer wieder darüber beschwert, dass die elektrischen Roller häufig im Weg stehen und die Fahrer oft rücksichtslos auf dem Gehweg fahren würden. Andere hingegen scheinen das große Leihangebot gerne zu nutzen. Mittlerweile gehören E-Scooter zum normalen Stadtbild dazu.  

Die neuen motorisierten Fahrzeuge bürgen, wie jedes andere Fortbewegungsmittel, natürlich auch ein gewisses Unfallrisiko. Eine Statistik zu Unfällen mit E-Scootern gab es jedoch nicht von Beginn an und wurde erst Anfang 2020 eingeführt. Bis dato fielen Unfälle mit den elektrischen Rollern unter die Kategorie „sonstige Fahrzeuge“. Doch trotzdem konnten erste vorläufige Bilanzen gezogen werden, in welche Art von Unfällen E-Scooter häufig verwickelt sind.

1. Unfälle auf dem Gehweg

Eigentlich dürfen die Scooter nicht auf dem Fußgängerweg fahren. Trotzdem sieht man die wendigen Zweiräder immer wieder auf dem Bürgersteig zwischen Fußgängern. Das führte natürlich dazu, dass es in den vergangenen Monaten immer wieder zu Unfällen mit Passanten kam. Gerade wenn ein E-Scooter sich schnell und leise von hinten nähert, kann dieser schnell übersehen werden.

2. Stürze

E-Scooter dürfen in Deutschland bis zu 20 km/h fahren, was im ersten Augenblick nicht gerade schnell erscheinen mag. Doch teilweise wird die Geschwindigkeit der Tretroller unterschätzt, vor allem, wenn man bedenkt, dass die Geräte nur zwei kleine Reifen besitzen. Ist der Untergrund etwas uneben oder wird eine Kurve zu eng geschnitten, kann es schnell zum Sturz kommen.

3. Fahren unter Alkoholeinfluss

In den vergangenen Monaten wurde immer wieder darüber berichtet, dass E-Scooter-Fahrer unter Alkoholeinfluss von der Polizei angehalten worden sind. Dabei gelten auch hier strikte Promillegrenzen! Genau wie für Kraftfahrzeuge gilt auch für das Fahren von E-Scootern eine Promillegrenze von 0,5. Für Fahrer, die unter 21 Jahre alt sind oder sich noch in der Probezeit befinden, liegt die Grenze sogar bei 0,0 Promille.

Da so mancher jedoch unter Alkoholeinfluss bereits mit einem E-Scooter unterwegs war, dürfte auch dies eine häufige Unfallursache darstellen. Unter Alkoholeinfluss lässt das Reaktionsvermögen nach und die Fahrweise wird riskanter.

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