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E-Scooter-Versicherung und aktuelle Gesetzeslage

E-Scooter sind – gerade für kurze Strecken – praktische und kompakte Fortbewegungsmittel für den Alltag. Erhalten Sie hier nähere Informationen über diese Fahrzeuge mit Elektroantrieb.

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E-Scooter-Versicherung

E-Scooter (kurz für Elektro-Scooter beziehungsweise Elektro-Tretroller) ähneln optisch herkömmlichen Tretrollern. Per Definition handelt es sich dabei um zweirädrige Kleinfahrzeuge mit einem dem Boden nahen Trittbrett, auf dem sich eine einzelne Person fortbewegen kann.

Im Unterschied zu einem normalen Tretroller hat ein E-Scooter einen Elektromotor. Modellabhängig hat er sogar einen höhenverstellbaren Sitz mit – meist auch abnehmbarem – Sattel.

Viele Elektro-Scooter sind klappbar und somit praktisch zu transportieren – zum Beispiel in öffentlichen Verkehrsmitteln.

Leistung und Reichweite

Die Reichweite eines Elektro-Tretrollers hängt vom jeweiligen Modell ab. Entscheidend sind vor allem die Motor- und Akku-Leistung. Mit einer Akku-Ladung sind laut den Herstellern circa 15 bis 40 Kilometer möglich.

Auch die Ladezeit variiert. Sie beträgt zwischen zwei und neun Stunden. Das Ladegerät ist in der Regel im Zubehör enthalten und kann an jede normale Steckdose angeschlossen werden. Die Batterie eines E-Scooters kann aber auch an einer öffentlichen Ladestation für E-Fahrzeuge aufgeladen werden.

Geplantes Gesetz zur Straßenzulassung

Bislang haben die meisten E-Scooter noch keine Zulassung für den öffentlichen Straßenverkehr, sie dürfen eigentlich nur auf Privatgelände genutzt werden. Das Bundesverkehrsministerium hat jedoch bereits einen Gesetzesentwurf vorgelegt. Dieser hat bereits erfolgreich das Bundeskabinett passiert.

Wichtig: Am 17. Mai 2019 hat auch der Bundesrat das neue Gesetz beschlossen. Ab wann genau E-Scooter in den öffentlichen Straßenverkehr dürfen, entscheidet die Bundesregierung.

Der „Entwurf einer Verordnung über die Teilnahme von Elektrokleinstfahrzeugen am Straßenverkehr” betrifft alle Kraftfahrzeuge mit elektrischem Antrieb mit den folgenden Merkmalen:

  • entweder ohne Sitz oder selbstbalancierend mit oder ohne Sitz
  • Nenndauerleistung von maximal 500 Watt beziehungsweise maximal 1400 Watt (für selbstbalancierende Fahrzeuge, wenn mindestens 60 Prozent der Leistung zur Selbstbalance verwendet werden)
  • Lenk- oder Haltestange mit mindestens 50 Zentimetern (Fahrzeuge mit Sitz) beziehungsweise 70 Zentimetern Höhe (Fahrzeuge ohne Sitz)
  • Gesamtbreite maximal 70 Zentimeter, Gesamthöhe maximal 1,40 Meter, Gesamtlänge maximal zwei Meter
  • Gewicht (ohne Fahrer) maximal 55 Kilogramm

Die wichtigsten Punkte des Gesetzesentwurfs für E-Scooter

Künftig sollen bundeseinheitlich folgende Bedingungen für die Nutzung von Elektro-Tretrollern im Straßenverkehr gelten:

  • Höchstgeschwindigkeit: E-Scooter dürfen bauartbedingt eine maximale Geschwindigkeit von 20 km/h erreichen.
  • Fahrwegnutzung: Elektro-Scooter dürfen auf Radwegen und Radfahrstreifen fahren. Sind keine vorhanden, muss auf die Straße ausgewichen werden. Der Gehweg ist tabu. Es muss die Fahrradampel beziehungsweise – falls nicht vorhanden – die Ampel für den fließenden Verkehr beachtet werden.
  • Fahrberechtigung: Elektro-Tretroller dürfen Personen ab einem Alter von 14 Jahren fahren. Ein Führerschein wird nicht vorausgesetzt, ebenso besteht keine Helmpflicht. Wichtig zu beachten ist außerdem, dass keine zweite Person auf dem E-Scooter mitgenommen werden darf.
  • Versicherungspflicht: E-Scooter sind versicherungspflichtig und benötigen – ähnlich dem Versicherungskennzeichen für Mopeds – eine Versicherungsplakette als Nachweis einer vorhandenen Haftpflichtversicherung. Diese wird in Form eines Aufklebers ausgestellt und muss am Fahrzeug angebracht werden – möglichst an der Rückseite unter der Schlussleuchte. Der untere Plakettenrand muss sich mindestens fünf Zentimeter über der Fahrbahn befinden.
  • Ausstattung: Zur Pflichtausstattung von Elektro-Scootern gehören eine Halte- oder Lenkstange sowie zwei unabhängig voneinander funktionierende Bremsen. Beim Licht sind Scheinwerfer, Seitenreflektoren, Rückstrahler und eine Schlussleuchte vorgeschrieben. Zudem muss eine helltönende Klingel für notwendige Gefahrensignale vorhanden sein.

Optional können Blinker angebracht werden. Sind keine vorhanden, muss der Fahrer das Abbiegen durch Handzeichen ankündigen.

Weiteres optionales Zubehör sind beispielsweise Spiegel, Taschen oder auch ein Topcase.

Versicherungsschutz für E-Scooter

Schäden durch Elektro-Tretroller sind nicht über eine private Haftpflichtversicherung abgedeckt. Der Grund: Der Nutzer muss keine eigene Kraft zur Fortbewegung aufwenden. Deshalb gelten E-Tretroller als Kraftfahrzeuge. Für sie muss daher eine eigene Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden.

Wer seinen E-Scooter auf Reisen mitnimmt, ist nach Angaben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) auch in anderen EU-Ländern versichert. Vorab sollte man sich jedoch von der Versicherung eine internationale Versicherungsbestätigung – die sogenannte Grüne Versicherungskarte – ausstellen lassen sowie ein D-Schild am Fahrzeug befestigen. Des Weiteren sollte man in Erfahrung bringen, ob Elektro-Tretroller im Urlaubsland erlaubt sind.

Bei geplanten Reisen in Länder außerhalb der Europäischen Union sollte man sich vorab bei seinem Versicherer erkundigen oder im Versicherungsvertrag nachsehen, ob der Versicherungsschutz auch im Urlaubsland besteht.

Der Versicherungsschutz besteht laut dem GDV darüber hinaus auch, wenn der Elektro-Tretroller verliehen wird und dabei ein Schaden entsteht.

Ein Versicherungsschutz für E-Scooter wird erst verfügbar sein, wenn das geplante Gesetz zur Straßenzulassung eingeführt wird. Bei CHECK24 halten wir Sie darüber auf dem Laufenden. Sobald es eine E-Scooter-Versicherung für alle versicherungspflichtigen Modelle gibt, können Sie diese selbstverständlich auch bei CHECK24 abschließen.