Meine Listen
Merkzettel
Ihr Merkzettel ist leer.
Warenkorb Shopping
Ihr Warenkorb ist leer.
089 - 24 24 12 78 Hilfe und Kontakt
Ihre persönliche Versicherungsberatung
089 - 24 24 12 78

Montag - Freitag von 8:00 - 20:00 Uhr

 

Gerne kontaktieren Sie uns per E-Mail:

zahn@check24.de für Zahnzusatzversicherung

krankenhaus@check24.de für Krankenhauszusatzversicherung

zusatzschutz@check24.de für Heilpraktiker- und Brillenversicherung

pflege@check24.de für Pflegeversicherung

Sie sind hier:

Barmer Zahnreport 2018: Trotz Reform schlechte Zähne im Heim

München, 19.4.2018 | 12:04 | mst

Um die Zahngesundheit in deutschen Pflegeheimen ist es laut der Barmer schlecht bestellt. Zahnärzte gehen zwar seit einer Neuregelung häufiger in Heime, behandelt dort aber nicht öfter.
 

Pflegerin mit Heimbewohnerin im BadWer im Pflegeheim lebt, wird häufig nicht an den Zähnen behandelt.
Viele Bewohner in Pflegeheimen leiden unter mangelhafter Mundgesundheit. Das geht aus dem aktuellen Barmer Zahnreport 2018 hervor.
 
Zahnärzte können seit dem Jahr 2013 Besuche bei Heimbewohnern besser abrechnen. Laut Zahlen der Barmer hat dies jedoch nicht dazu geführt, dass die Behandlungen in Pflegeheimen zugenommen haben. Im Jahr 2016 rechneten Zahnärzte 1,9 Millionen Mal Heimbesuche ab, alle Krankenkassen zahlten dafür insgesamt rund 55 Millionen Euro. Aber selbst einfache Leistungen –  wie kleinere Reparaturen von Zahnprothesen –  haben nach Angaben der Barmer nicht zugenommen.
 
Bei mehr als zwei Dritteln der Besuche gab es am selben Tag keine therapeutische Leistung, bei mehr als der Hälfte auch innerhalb der folgenden 90 Tage nicht.
 

Ausstattung in den Heimen lässt häufig keine Behandlung zu

Mehr als die Hälfte der Pflegeheimbetreiber sagt zudem, dass sich nach ihrer Meinung die Mundgesundheit ihrer Bewohner nicht verändert habe. Behandlungen blieben oft aus, da es keine ausreichenden Behandlungsmöglichkeiten im Haus gebe und ein Krankentransport zum Arzt bürokratisch aufwendig sei. Zudem weigerten sich manche Bewohner, einen Zahnmediziner aufzusuchen.
 
Die Barmer fordert daher, die Verfahren für eine Kostenübernahme von Krankenfahrten zu vereinfachen. Entsprechende Pläne von Krankenkassen sowie den Kassenärzten und Kassenzahnärzten unterstütze man, sagte der Vorstandsvorsitzende der Barmer, Christoph Straub.
 
Einige Leistungen kann ein Zahnarzt nur abrechnen, wenn es Kooperationsverträge mit einem Pflegeheim gibt. Allerdings gibt es hier große regionale Unterschiede – in einigen Regionen gibt es solche Verträge kaum.
 
Wie häufig Zahnärzte Pflegeheime aufsuchen und entsprechende Leistungen abrechnen, unterscheidet sich ebenfalls von Bundesland zu Bundesland. So wurden seit 2013 in Berlin 5,2 Prozent mehr zahnärztliche Leistungen im Pflegeheim abgerechnet, die Therapieleistungen gingen um 9,7 Prozent zurück. In Rheinland-Pfalz legten beide Posten hingegen um 20,5 Prozent und 3,3 Prozent zu.
 

72 Prozent gehen einmal pro Jahr zum Zahnarzt

Die Barmer hat darüber hinaus allgemeine Daten zum Thema Zahngesundheit erhoben. So gingen im Jahr 2016 im Schnitt 71,5 Prozent aller Versicherten mindestens einmal im Jahr zum Zahnarzt – der Anteil liegt damit so hoch wie im Vorjahr. Von den Männern gingen nur knapp 68 Prozent zum Zahnarzt, bei den Frauen hingegen rund 75 Prozent. Für die Männer gab die Barmer in absoluten Zahlen 177 Euro aus, für die Frauen 196 Euro.
 
Die regionalen Unterschiede bleiben bestehen: Wie im letzten Zahnreport sind die Thüringer und Sachsen mit rund 77 Prozent wieder Spitzenreiter in Sachen Zahnarztbesuch. Im Saarland gehen lediglich 66 Prozent einmal im Jahr zur Vorsorge.

Aktualisierung:
Barmer Zahnreport 2019

Weitere Nachrichten zum Thema Krankenzusatzversicherung