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Barmer Zahnreport 2017: Parodontitis oft zu spät behandelt

München, 27.4.2017 | 12:28 | mst

Mehr als jeder zweite Erwachsene mittleren Alters ist in Deutschland von Parodontitis betroffen. Viele werden jedoch überhaupt nicht oder zu spät behandelt – dann droht der Verlust von Zähnen.
 

Zahnarzt behandelt einen männlichen PatientenRegelmäßige Kontrollbesuche helfen, eine Parodontitis frühzeitig zu erkennen.
Trotz einer Parodontitis-Therapie verlieren viele Patienten ihre Zähne. Das zeigt der aktuelle Barmer Zahnreport 2017. Demnach verliert etwa ein Drittel der Erkrankten innerhalb von vier Jahren nach Abschluss einer Therapie Zähne – bundesweit sind es 440.000 Menschen.
 
Eine Parodontitis ist eine chronische Entzündung des Zahnhalteapparates. Sie greift Zahnfleisch und Knochen an und kann zum Verlust von Zähnen führen.

Die Krankenkasse vermutet, dass eine Therapie in vielen Fällen zu spät erfolgt. Wer nach einer Therapie gegen Parodontitis die jährliche Kontrolluntersuchung auslasse, verdopple zudem das Risiko eines Zahnverlusts. Wichtig sei eine regelmäßige Nachsorge, da Parodontitis eine chronische Erkrankung sei.
 
Nach Angaben der Barmer ist mehr als jeder Zweite mittleren Alters von Parodontitis betroffen – insgesamt mindestens fünf Millionen Menschen in Deutschland. Oft wüssten die Betroffenen gar nichts von der Erkrankung. Bei den Senioren liegt der Anteil der Betroffenen sogar bei zwei Dritteln.
 

Nur wenige Erkrankte werden behandelt

Jeder zweite Versicherte durchläuft innerhalb von zwei Jahren eine Parodontitis-Untersuchung. Allerdings nahmen 2015 weniger als zwei Prozent auch eine Therapie in Anspruch. Die Krankenkasse kritisiert diese Diskrepanz zwischen der Anzahl der Betroffenen und derjenigen, die tatsächlich behandelt werden.
 
„Dies ist umso bedenklicher, da der Therapieerfolg immer unsicherer wird, je weiter die Erkrankung vorangeschritten ist“, sagte Michael Walter, Direktor der Dresdener Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik.
 
Laut der Barmer gibt es deutliche regionale Unterschiede in der Behandlung von Zahnbett-Erkrankungen. Im Saarland erhielten lediglich 0,9 Prozent der Versicherten eine Therapie, in Nordrhein-Westfalen mit 2,1 Prozent hingegen mehr als doppelt so viele.
 
Besonders wichtig ist eine frühzeitige Parodontitis-Behandlung für Diabetiker. Das Risiko eines Zahnverlustes nach einer Therapie sei bei jungen Diabetikern mehr als doppelt so hoch wie bei anderen Gleichaltrigen. Die Therapie schlägt bei Diabetes laut der Barmer schlechter an.
 

Frauen gehen häufiger zum Zahnarzt – Thüringen liegt vorne

Im Jahr 2015 sind knapp 72 Prozent aller Versicherten mindestens einmal zum Zahnarzt gegangen. Dabei gingen deutlich mehr Frauen (75 Prozent) als Männer (68 Prozent) zum Zahnmediziner. Entsprechend gab die Barmer im Schnitt 194 Euro für Zahnarzt-Leistungen bei Frauen sowie 185 Euro bei den Männern aus.
 
Wie viele Versicherte zum Zahnarzt gehen, unterscheidet sich von Bundesland zu Bundesland. So gingen im Jahr 2015 fast 78 Prozent der Thüringer zu einem Zahnmediziner. Im Saarland waren es nur 65 Prozent.



Diagramm: Inanspruchnahme der vertragszahnärztlichen Versorgung, Barmer Zahnreport 2017
Aktualisierung:

Barmer Zahnreport 2018

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