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Elementarschäden: Wie Städte der zunehmenden Häufigkeit von Starkregen begegnen

München, 16.11.2016 | 08:06 | che

Starke, andauernde Regenfälle können Schäden in Millionenhöhe verursachen. Hochwasser und Überschwemmungen sind aber nicht nur in Flussgebieten eine reale Gefahr. Viele deutsche Städte investieren daher inzwischen in den Ausbau von unterirdischen Wasserspeichern.

Menschen im RegenUnterirdische Wasserspeicher in Städten und Kommunen sollen Schäden durch Starkregen minimieren.
Immer wiederkehrender Starkregen hat in den vergangen Jahren große Schäden verursacht. Auch die Prognose von Wetterexperten sieht düster aus: Die Naturgewalt wird in den kommenden Jahren – nicht zuletzt wegen des Klimawandels – weiter an Häufigkeit und Intensität zunehmen. Nicht nur Städte an Flüssen sind potentielle Opfer von Starkregenschäden. Gerade in großen Metropolen sind die Böden durch die starke Bebauung versiegelt – das Wasser kann nicht richtig abfließen.

Die Folge: Bei starken Regenfällen drohen Überschwemmungen, die im schlimmsten Fall zu Schäden in Millionenhöhe führen können. Deshalb sehen sich Städte und Kommunen zum Handeln gezwungen und investieren in den Ausbau von Wasserspeichern. Diese entlasten das Kanalnetz, indem sie bei starken Regenfällen große Wassermengen zwischenspeichern. So will beispielsweise Berlin 30.000 Kubikmeter Speicherplatz schaffen.

Auch auf wissenschaftlicher Seite wird die Gefahr ernst genommen. Um das Phänomen Starkregen besser verstehen zu können, haben der Deutsche Wetterdienst und der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) ein gemeinsames Forschungsprojekt ins Leben gerufen. Das Ziel ist unter anderem, Gefahrenkarten erstellen zu können und den Versicherungsschutz zu optimieren. 

Hausrat- und Gebäudeversicherungen werden oft ohne Schutz gegen Elementarschäden abgeschlossen

Wie eine aktuelle GDV-Studie zeigt, unterschätzen viele Deutsche nach wie vor ihr individuelles Hochwasserrisiko. Der Großteil glaubt nicht, dass sie von Überschwemmungen durch Starkregen betroffen sein könnten. Dementsprechend sind sie nicht ausreichend versichert. Zwar besitzen viele eine Hausrat- und Wohngebäudeversicherung. Über die Hälfte jedoch haben Elementarschäden nicht in ihren Versicherungsschutz aufgenommen. Dieser zusätzliche Schutz ist aber notwendig, wenn Versicherer bei Schäden bei Naturgefahren wie Starkregen leisten sollen.
 

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